Müll und Sticker in den Bergen: DAV appelliert an Besucher

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25.08.2026

Wer in den Bergen unterwegs ist, will Natur genießen – und keine Müllberge, beschmierten Felsen oder zugeklebten Wegweiser sehen. Trotzdem kommt genau das immer wieder vor. Besonders auf der Zugspitze sorgten zuletzt Müll und Sticker für Ärger.

120 Liter Müll nach nur einer Nacht

Nach nur einer Nacht wurden auf der Zugspitze rund 120 Liter Müll eingesammelt, den Besucher zurückgelassen hatten. Die Bayerische Zugspitzbahn appellierte deshalb erneut daran, den eigenen Müll wieder mit ins Tal zu nehmen.

Ganz so schlimm sei die Situation aber nicht überall, sagt Markus Block vom Deutschen Alpenverein (DAV). Insgesamt habe sich beim Thema Müll in den vergangenen Jahren einiges verbessert: 

„Insgesamt ist das Problem mit Müll in unseren heimischen Bergen in den letzten Jahren glücklicherweise besser geworden. Da hat die Aufklärungsarbeit seitens der Alpenvereine, der Naturschutzbehörden und auch der Tourismusverbände sicherlich Früchte getragen und wir befinden uns da auf einem guten Weg. Nach wie vor ist es aber schon so, dass noch viel Müll rumliegt. Das kann definitiv alles noch besser werden.“

Zugeklebte Schilder können gefährlich werden

Neben Müll gibt es ein weiteres Problem: Sticker und Aufkleber auf Wegweisern und Warnschildern. Was zunächst nach einem kleinen Ärgernis klingt, kann für Wanderer schnell gefährlich werden – etwa wenn wichtige Hinweise oder Sperrungen nicht mehr zu erkennen sind.

Markus Block erklärt: 

„Es wird dann gefährlich, wenn die Wegschilder so zugeklebt sind, dass die Wanderer nicht mehr sehen können, wie weit ist es noch bis zum Ziel. Ist die Wegnummer noch die richtige? Sind dort eventuell Sperrungen auch versehen, die dann eben überklebt werden und dementsprechend wirklich zu Gefahren werden, weil Leute sich auf diese Informationen verlassen.“

Der DAV will deshalb stärker aufklären und an die Vernunft der Besucher appellieren: 

„Das werden in erster Linie Aufklärungsmaßnahmen sein und wir werden an den gesunden Menschenverstand appellieren. Solche Aufkleber haben in den Bergen einfach nichts verloren. Hier geht es darum, Leuten, die sich über die Schilder im Gelände orientieren, eben auch die Möglichkeit zu geben, genau das zu tun, und nicht, dass sie vor verklebten Schildern stehen und nicht mehr wissen, wie es weitergeht.“

Gipfelkreuz auf der Zugspitze wieder sauber

Ein positives Beispiel gibt es ebenfalls auf der Zugspitze: Das Gipfelkreuz war in der Vergangenheit immer wieder mit Stickern beklebt worden und musste aufwendig gereinigt und restauriert werden. Inzwischen ist es wieder komplett frei von Aufklebern.

Darüber freut sich auch der DAV:

„Wir freuen uns sehr, dass das Zugspitzkreuz jetzt nach dem Reinigen und neu aufgestellt bislang komplett sauber geblieben ist. Das ist eine wirklich tolle Geschichte. Wir freuen uns natürlich darüber und wir hoffen, dass sich das auch ein bisschen rumspricht, dass das so eigentlich viel schöner ist, wenn man die Kreuze im Original sieht.“

Wer auf der Zugspitze trotzdem einen Sticker hinterlassen möchte, hat dafür eine Alternative: Viele Aufkleber landen inzwischen auf dem Indoor-Gipfelkreuz – dort sind sie ausdrücklich willkommen.

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