Sichtungen von Füchsen in Oberland-Wohngebieten nehmen zu
Ein Fuchs im Garten oder auf der Straße ist inzwischen kein ungewöhnlicher Anblick – trotzdem sollte man Abstand halten. Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen werden in diesem Jahr wieder vermehrt Füchse in bebauten Bereichen gesichtet. Das Landratsamt weist ausdrücklich darauf hin, die Tiere keinesfalls anzufassen. Denn Füchse können Krankheiten und Parasiten übertragen und auch bei einem Biss gefährlich werden. Auffällig zahme, kranke oder verletzte Tiere sollten dem örtlichen Jäger oder der Unteren Jagdbehörde gemeldet werden.
Das sagt Jäger Florian Pfütze aus dem Oberland zur aktuellen Lage:
„Leider kommt es zurzeit vermehrt vor, dass Füchse sich in den Wohngebieten aufhalten. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um sehr neugierige Jungfüchse. Grundsätzlich ist der Fuchs halt auch ein Kulturfolger. Der wird dem Menschen immer näher kommen. Da lässt sich leider nichts dran machen.“
Was können wir dagegen tun?
„Wir können sie nur fernhalten indem wir beispielsweise Futterstellen für Igel, für Füchse oder auch für Hunde nicht aufstellen. Das ist die Möglichkeit. Füttert nicht, dann ist das Haus auch unattraktiv.“
Geht von den Tieren für uns eine Gefahr aus?
„Ja, natürlich. Wir haben den Fuchsbandwurm und wir haben die Tollwut. Die Tollwut ist bei uns natürlich mit der Impfung so gut wie möglich ausgeschaltet worden. Aber der Fuchsbandwurm, der ist noch da. Wir sollten versuchen, diese Tiere nicht zu nah an uns herankommen zu lassen. Auch die Fuchsräude ist da, damit kann sich natürlich auch ein Hund anstecken.“
Wie kann ich einen kranken Fuchs erkennen?
„Ganz einfach: Er ist abgekommen, nicht mehr scheu, sehr zutraulich und geht nicht mehr weg. Das dürfte für uns das Schlimmste sein. Wenn der Fuchs bei uns im Garten auftaucht: Begrüßt ihn nicht freundlich, sondern seid ganz einfach laut und scheucht ihn hinaus. Es muss unattraktiv sein. Je unattraktiver, umso sicherer ist es für uns. Der Fuchs gehört raus in den in den Wald, in die Natur und nicht bei uns ans Haus.“