Herausfordernde Floßfahrtsaison im Oberland

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10.09.2026

Floßfahrten auf Loisach und Isar sind für viele eine große Gaudi – für die Betriebe waren sie in diesem Jahr aber oft eine Herausforderung. Das Niedrigwasser begleitete die Flößer fast durch die gesamte Saison. Schon zum Start waren die Pegel niedrig, später kamen lange Trocken- und Hitzephasen dazu. Trotzdem zieht die Flößerei Franz Seitner eine positive Bilanz: Alle Fahrten konnten durchgeführt werden. Monika Heidl-Seitner:

„Aufgrund der geringen Fließgeschwindigkeit dauerten die Fahrten etwa eine bis eineinhalb Stunden länger als gewöhnlich. Aufgrund des geringen Tiefgangs unserer Flöße konnten auch flachere Streckenabschnitte auf Loisach und Isar gut bewältigt werden. Dabei musste aber besonders darauf geachtet werden, nicht von der Fahrrinne abzukommen und auf Kiesbänke oder andere Hindernisse aufzufahren.“

Solche Niedrigwasser-Phasen habe es zwar auch früher gegeben, allerdings nicht über einen so langen Zeitraum. Für die kommenden Jahre bleibt deshalb die Frage, auf welche Bedingungen sich die Flößer einstellen müssen. Heidl-Seitner beobachtet dabei eine Entwicklung:

„Es gibt immer häufiger Phasen, in denen es wochenlang keine Niederschläge gibt und das Wasser knapp wird. Auch die Hitzephasen mit Temperaturen über 30 Grad werden länger. Wenn es dann zu Regenfällen kommt, fallen diese oft so massiv aus, dass in kürzester Zeit ein Hochwasser entstehen kann.“

Ob die Flöße fahren können, wird damit auch künftig vor allem vom Wasserstand abhängen – bei Hochwasser genauso wie bei Niedrigwasser. Die aktuelle Floßfahrtsaison geht an diesem Wochenende zu Ende.

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