Russlands "BND-Maulwurf" aus dem Oberland?
Wie aus einem Spionagefilm liest sich das, was sich kurz vor Weihnachten beim Bundesnachrichtendienst ereignete. Und der BND-Mitarbeiter, der mutmaßlich für Russland spioniert hat, hat ein Haus im Landkreis Weilheim-Schongau. Das berichten die Süddeutsche Zeitung, NDR und WDR in einer gemeinsamen Recherche. Demnach soll das Haus am 21. Dezember vom BKA durchsucht worden sein. Genauso wie seine Wohnung in Berlin und sein Arbeitsplatz. Der Generalbundesanwalt ermittelt wegen des Verdachtes auf Landesverrat. Laut dem derzeitigen Stand der Erkenntnisse soll der Bundeswehr-Oberst, der seit zwölf Jahren für den BND arbeitet, erst vor kurzem in leitender Funktion in den Bereich der Sicherheitsüberprüfung von Mitarbeitern versetzt worden sein. Der „Maulwurf“ soll Staatsgeheimnisse an einen russischen Geheimdienst verraten haben. Seine Motive sind laut der Ermittler derzeit noch unklar, Hinweise auf Bezahlung gebe es derzeit keine heißt es aus gut informierten Kreisen.