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News für den 20. Dezember 2020
Österreich: Einreisekontrollen an der Grenze
Unsere österreichischen Nachbarn verstärken in Maßnahmen im Kampf gegen das Corona-Virus. Inzwischen sind die Grenzübergangsstellen nach Österreich geschlossen, lediglich die Durchreise nach Italien und die Einreise aus beruflichen oder familiären Gründen sind möglich. Am Grenzübergang bei Mittenwald kontrolliert inzwischen neben der Polizei auch das Bundesheer jedes Fahrzeug – berichtet unser Korrespondent Dominik Bartl. Die Bundesstraße ist mit Betonbarrieren gesperrt. Ein normaler Grenzübergang nach Österreich ist damit nicht mehr möglich. Wer keine glaubhaften Gründe für die Einreise präsentieren kann, wird abgewiesen. Bei der Durchreise werden zudem die Autokennzeichen notiert. Die Rückreise ins Oberland ist aber deutlich einfacher. Lediglich ein Schild weist auf die häusliche Quarantäne hin.
In Seeshaupt hat die Polizei gestern eine „Corona-Party“ aufgelöst. Die Beamten wurden von einem Anwohner gegen 19 Uhr über eine Party in einer Wohnung im Bereich des Alten Postplatzes informiert. Dort hatten sich sieben Heranwachsende und Jugendliche zu einer Geburtstagsfeier getroffen. Die Polizei beendete die Party – gegen alle Teilnehmer laufen jetzt Ermittlungen und ein Bußgeld wird verhängt.
Teil 2 des Wintersport-Wochenendes steht für unsere Oberland-Athleten auf dem Programm. Nach den Plätzen elf und fünf in ihrer Paradedisziplin Abfahrt geht die Starnbergerin Kira Weidle heute beim Super-G in Val d’Isere an den Start. Dort soll dann auch endlich Nadine Kapfer vom SC Garmisch ihr Weltcup-Debüt feiern. Der Schongauer Simon Jocher hat sich hingegen bereits in die Weihnachtspause verabschiedet. In der Abfahrt von Gröden schrammte er knapp an seinen ersten Weltcup-Punkten vorbei und fuhr auf Rang 37. Beim Riesenslalom heute in Alta Badia steht Fabi Gratz aus Saulgrub am Start. Bei den Skicrossern fiel das Rennen gestern dem Wetter zum Opfer. Heute sieht es in Val Thorens besser aus und Niklas Bachsleitner aus Garmisch-Partenkirchen will seine gute Auftakt-Form auch heute bestätigen. Und Eishockey wird heute Abend auch noch gespielt. Der SC Riessersee trifft auf Selb, der EC Peiting auf Landsberg.
Seit Freitag müssen Wanderer und Skitourengeher am Hausberg-Parkplatz und an der Kreuzeckstation in GAP Parkgebühren zahlen. Jetzt haben sich die Anwohner mit einem offenen Brief an Bürgermeisterin Elisabeth Koch gewandt. Der Massentourismus nehme merkwürdige Formen an und die Einrichtung von gebührenpflichtigen Parkplätzen und Halteverbotszonen reiche aber offenbar nicht aus. Laut dem Brief wurde eine kleine Sackgasse als kostenloser Parkplatz genutzt und Anwohner fanden keine Parkplätze. Außerdem sollen die Gäste die Notdurft an Nachbars Zaun erledigt haben. „Die Grenze des Erträglichen ist erreicht“, heißt es wörtlich.
Auf der B17 bei Denklingen hat sich gestern ein schwerer Unfall ereignet, bei dem ein beteiligten Traktor in zwei Teile gerissen wurde. Eine 68-jährige Peißenbergerin war auf den Traktor aufgefahren. Sie wurde mit ihrem Auto auf die Gegenfahrbahn geschleudert und kollidierte dort mit einem 24-Jährigen aus Hohenfurch. Auch ein 43-Jähriger aus Rottenbuch wurde noch involviert. Die B17 musste für mehrere Stunden komplett gesperrt werden. Verletzt wurde lediglich die Unfallverursacherin aus Peißenberg. Sie kam schwerverletzt ins Klinikum.
Ein schwerer Verkehrsunfall hat sich gestern Nachmittag bei Aidling ereignet. Ein 80-jähriger Murnauer hatte ein vorfahrtsberechtigtes Auto übersehen und wollte die Staatsstraße in Richtung Hofheim überqueren. Die 52-jährige Autofahrerin aus Penzberg konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und erfasste den Mann frontal. Er wurde schwerverletzt ins UKM nach Murnau gebracht.
In Mittenwald hat die Bundespolizei in der Nacht einen Ukrainer und seinen Klein-LKW kontrolliert. Dabei stellten die Beamten fest, dass das Fahrzeug komplett überladen war. Insgesamt wurden Autoteile mit einem Gewicht von 2,2 Tonnen transportiert, zugelassen waren aber nur 720 Kilogramm. Die Weiterfahrt wurde unterbunden. Heute Morgen wurde die Fracht dann auf mehrere LKW verteilt und die Beteiligten konnten weiter gen Stuttgart reisen.