Library collection | © Unsplash / Jamie Taylor

Leihen statt kaufen

Bibliotheken der Dinge sind nachhaltig, sparen Geld und fördern die Gemeinschaft. Es gibt mittlerweile immer mehr davon, auch im Oberland.

Lesedauer 2 Minuten
Quelle: ro/Marion Jetter
30.01.2023

Bücher oder CDs, ja das haben sich die meisten sicher schon einmal in einer Bibliothek ausgeliehen. Doch damit hat eine “Bibliothek der Dinge“ wenig zu tun. Statt Romane, Sachbüchern oder Brettspielen gibt es hier praktische Dinge wie Küchenmaschinen, Fenstersauger oder Reisekoffer. Das spart nicht nur Geld für die Anschaffung, sondern auch Platz in den eigenen vier Wänden. Denn viele solcher Geräte braucht man tatsächlich nur ein-, zweimal im Jahr. Zum Beispiel wenn eine Party, der Frühjahrsputz oder eine Renovierung ansteht.

Akkubohrer oder Milchschäumer aus der Gemeindebibliothek

In der Penzberger Stadtbücherei gibt es seit drei Monaten so eine "Bibliothek der Dinge". Rund 60 Gegenstände können dort kostenlos ausgeliehen und ausprobiert werden. Angefangen von Nudelmaschine über Fitnessgeräte bis hin zu einer Sofortbildkamera. Der Nachhaltigkeitsgedanke steht dabei klar im Vordergrund. Auch für Familien und Kinder sind einige Angebote dabei: Balanceboards, Tischkicker oder Wikingerschach. Die Stadtbücherei Starnberg hat schon vor einem Jahr eröffnet und immer mittwochs geöffnet. Auch hier sind die Gegenstände in Themenbereiche aufgeteilt: „Technik und Gaming, Freizeit und Outdoor, Haus, Büro und Garten sowie Kreatives und Entdecken.  Beliebt ist selbstverständlich die Kategorie „Technik und Gaming“ mit Spielkonsole Nintendo Switch, Beamer, CD-Player, Diskokugel, oder Karaokemaschine. Die Gegenstände ohne Zusatzkosten mit dem Büchereiausweis ausgeliehen werden. Alles ist in der Jahresgebühr von zwölf Euro enthalten. Ein Nutzer darf jedoch nur maximal zwei Gegenstände gleichzeitig ausleihen und nicht länger als vier Wochen.

Nachbarschaftshilfe oder Bücherschränke: "Shareconomy" liegt voll im Trend

Ob Bücher, Haushaltsgeräte oder Werkzeug: "Shareconomy" oder "Sharing Economy" liegt derzeit voll im Trend. Statt sich einen Gegenstand, der selten oder nur einmal verwendet wird, zu kaufen, entscheidet man sich dabei für die gemeinschaftliche Nutzung. Schön, wenn das Konzept auch hier im Oberland mehr Anklang findet und neue Projekte entstehen.

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