Denver blizzard
Snowing 2-3 feet | © Unsplash / Dillon Wanner

Sturmtief «Elli» bringt Glatteis und Schnee nach Bayern

Lesedauer 3 Minuten
Quelle: dpa/lby
08.01.2026

Der eisige Winter hat Bayern fest im Griff. Unangenehm könnte es vor allem in der kommenden Nacht und am Freitag werden. Denn dann erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Teilen des Freistaats Schnee und später gefrierenden Regen, der Straßen und Fußwege in spiegelglatte Rutschbahnen verwandeln könnte. Andernorts könnten Schneeverwehungen und Sturmböen für schwierige Straßenverhältnisse sorgen. Der DWD sprach deshalb eine Unwetterwarnung aus. 

Bis etwa Freitagvormittag sei über mehrere Stunden hinweg mit anhaltendem gefrierendem Regen zu rechnen, teilt der DWD mit. Betroffen sei ein Band vom Allgäu über Oberbayern bis in das südliche Mittelfranken und die Oberpfalz - und vor allem Niederbayern. Im westlichen Franken und in Schwaben sei dagegen nur vorübergehend Glatteis zu erwarten, während es im Alpenvorland aufgelockert und meist trocken bleiben könnte.

Vorbereitungen bei der Bahn  

Die Deutsche Bahn (DB) in Bayern hat ihre Wintervorbereitungen dieses Jahr intensiviert. Von den mehr als 10.000 Weichen in Bayern können laut DB rund 8.140 beheizt werden, damit sie nicht einfrieren. Bei Schneeverwehungen würden schwere Loks über verschneite Gleise fahren und eine Spur für nachfolgende Züge ziehen, sagte eine Sprecherin. Auch eine dünne Eisschicht auf der Oberleitung etwa bei gefrierendem Regen sei meist kein Problem. Allerdings sei man selbst bei bestmöglicher Vorbereitung nicht gegen alle Witterungen gefeit.

Im Landkreis Bayreuth sollen am Freitag vorsichtshalber keine Bürgerbusse verkehren, die das öffentliche Verkehrsnetz für mobilitätseingeschränkte und ältere Menschen ergänzen. Auch im Wintersportgebiet am Großen Kornberg im Landkreis Hof gibt es Einschränkungen. 

Polizei lobt umsichtige Autofahrer

Bei den Autofahrern kamen die Warnungen offenbar an. Das Polizeipräsidium Niederbayern lobte die Umsicht der Verkehrsteilnehmer am Donnerstag. Dennoch ereigneten sich seit dem frühen Morgen mehrere witterungsbedingte Unfälle, darunter ein schwerer Unfall auf der Bundesstraße 299 bei Neustadt an der Donau, wo ein 43-Jähriger in einer Kurve auf die Gegenfahrbahn geriet und mit einem entgegenkommenden Fahrzeug kollidierte.

Scheußliches Wetter dank «Elli»

Schuld an der ungemütlichen Wetterlage ist Sturmtief «Elli». Es sorgt dafür, dass am Abend von Südwesten her neue Niederschläge den Freistaat erreichen, die in der Nacht zu Freitag vielerorts in Regen übergehen. 

Im westlichen Franken und Schwaben werde es nur vorübergehend Glatteis geben. In nördlichen Landesteilen kann es schneien, auch tagsüber. Im unterfränkischen Mittelgebirgsraum, in Oberfranken und der Oberpfalz bis nach Niederbayern, aber auch im Oberallgäu erwarten die Meteorologen zwischen 10 und 20 Zentimeter Neuschnee. 

Die Temperaturen liegen knapp über dem Gefrierpunkt und könnten im Alpenvorland laut DWD milde 10 Grad erreichen, in der Nacht minus 6 Grad. Vor allem auf den Bergen könnte es stürmisch werden. In den mittleren Lagen der Alpen seien auch orkanartige Böen möglich, hieß es. 

Frost kehrt zurück

In der Nacht zu Samstag erwarten die Wetterexperten dann wieder Schnee, vor allem in den Mittelgebirgen und den Alpen. Und das bei Werten zwischen minus 1 und plus 4 Grad. Doch die Kältepause ist nur vorübergehend. Bereits in der Nacht zum Sonntag erwartet der DWD frostige minus 4 bis minus 9 Grad, in Teilen Nordbayerns sogar bis minus 13 Grad.

Themen
Teilen

WEITERE ARTIKEL

03.02.2023
Gute Nachricht für Pendler
Das 49-Euro-Ticket wird ab 1. Mai 2023 im Nahverkehr gültig sein. Wenn der Arbeitgeber mitzahlt, wird es als Jobticket sogar besonders günstig.
12.11.2025
Edeka streitet mit Brauerei-Riesen über Bierpreise
Bier wird teurer, Hersteller erhöhen die Preise. Der Lebensmittelhändler Edeka wehrt sich dagegen. Suchen Kunden in den Märkten bald vergeblich nach Marken wie Beck’s oder Corona?
08.02.2024
Menschen in Deutschland bei erster Heirat immer älter - Durchschnittsalter auf neuem Höchststand
* Frauen bei erster Eheschließung 2022 im Schnitt 32,6 Jahre alt, Männer 35,1 Jahre * Zahl derjenigen, die mit 50+ zum ersten Mal heiraten, von 7 500 im Jahr 2002 auf rund 41 500 im Jahr 2022 gestiegen * Rund die Hälfte (49 %) der erwachsenen Bevölkerung war Ende 2022 verheiratet, bei den 65- bis 69-Jährigen gut zwei Drittel (68 %)
17.01.2024
Helfer vor Ort: professionelle ehrenamtliche Ersthelfer
Vor Ort, bevor die Rettungskräfte es sind – Die ehrenamtlichen „Helfer vor Ort“ (oder auch „First Responder“) kommen zum Einsatz, wenn sie einen Notfall schneller erreichen können als der Rettungsdienst.
02.07.2025
Finanzierung für Zugspitze-Teleskop ist noch offen
Knapp unterhalb des Gipfels von Deutschlands höchstem Berg soll ein hochmodernes Radioteleskop errichtet werden. Die Kosten sind hoch - und noch ist nicht klar, wer sich daran beteiligt.
08.03.2024
Weltfrauentag: Frauenquote in Führungspositionen liegt in Deutschland bei 24,1 Prozent / Frauenquote in Aufsichtsräten steigt
- Frauenquote in Führungspositionen stagniert bei 24,1 Prozent (2023: 24,0 Prozent) - Ostdeutsche Bundesländer führend - Frauenquote in Aufsichtsräten steigt von 19,2 Prozent auf 20,9 Prozent