Heading home before the storm | © Unsplash / Juliane Liebermann

Bayern kürzt Zahlungen an Familien und für Pflegebedürftige

Lesedauer 1 Minute
Quelle: dpa/lby
12.11.2024

Angesichts knapper Kassen kürzt Bayern von 2026 an die direkten Familien-, Krippen- und Landespflegegeldzahlungen an Familien und Pflegebedürftige. Stattdessen soll die Hälfte des Geldes künftig für die Stärkung der Strukturen verwendet werden. Das hat das Kabinett auf seiner Haushaltsklausur in München beschlossen. Man müsse eine neue Balance finden, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Zwar bleibe es beim bisherigen Gesamtbetrag für die sozialen Leistungen, das Geld werde aber neu verteilt.

Konkret heißt das nach Worten Söders: Statt monatlicher Familien- und Krippengeldzahlungen soll es künftig nur noch eine einmalige Zahlung von 3.000 Euro an Familien geben, und zwar zum ersten Geburtstag eines Kindes. Das entspreche dann 50 Prozent der bisher verwendeten Summen. 50 Prozent solle für den Bau von Kitas, für die Betreuung, einen guten Personalschlüssel und ähnliches ausgegeben werden.

Das Landespflegegeld soll nach Worten Söders ebenfalls auf nur noch 500 Euro gesenkt werden. Die andere Hälfte des bisher verwendeten Geldes solle ebenfalls in die Strukturen gesteckt werden, etwa in den Ausbau von Tages- und Kurzeitpflegeplätzen.

Bei den Zahlungen handelt es sich um freiwillige soziale Leistungen, die Bayern in Zeiten sprudelnder Steuereinnahmen eingeführt hatte.

Themen
Teilen

WEITERE ARTIKEL

15.09.2023
SC Riessersee: Derby-Test und Mannschaftsvorstellung
Am Sonntag, 17.09, gegen die Tölzer Löwen.
31.01.2024
Studie "Arbeitswelt der Zukunft": Zwei von drei Beschäftigten sind bereits stark von den Folgen des Fachkräftemangels betroffen
Der Fachkräftemangel bleibt auch 2024 die große Herausforderung für deutsche Personalabteilungen. Laut der aktuellen Studie 'Arbeitswelt der Zukunft - zwischen KI und Fachkräftemangel' berichten 67 Prozent der Arbeitnehmer, dass die Auswirkungen des Fachkräftemangels in ihrem Arbeitsalltag bereits stark bis sehr stark zu spüren sind. Die Bandbreite reicht von langfristig unbesetzten Stellen über einen erhöhten Krankenstand bis hin zu Qualitätsproblemen und schlechterem Kundenservice. Für die Studie hat das auf Transformation und Digitalisierung im HR-Bereich spezialisierte Beratungsunternehmen B-4it mehr als 1.100 Arbeitnehmer befragt.
06.03.2024
Gender Gap Arbeitsmarkt 2023 unverändert bei 39 %
- Indikator berücksichtigt neben Unterschieden in Bruttostundenverdiensten auch jene bei Arbeitszeit und Erwerbsbeteiligung von Frauen und Männern - Gender Pay Gap und Gender Hours Gap bei 18 %, Gender Employment Gap bei 9 % - Verdienstungleichheit geht langfristig zurück
13.11.2025
«Wie ein Erdbeben» - Lokführer schildert Zugunglück
Ein Zug entgleist, fünf Menschen sterben, Dutzende werden verletzt. Vor Gericht schildert nun der Lokführer des Zuges, wie er das Unglück erlebt hat.
28.08.2024
Verbraucherzentrale warnt vor Abzocke bei Wiesn-Tischen
Plätze im Bierzelt am Samstagabend auf dem Oktoberfest sind Mangelware. Manche lassen sich von Angeboten im Internet verlocken. Doch die Verbraucherzentrale Bayern warnt.
18.04.2024
Trotz Kritik und Zweifeln: Mit «Blitzermarathon» gegen Temposünder
Viele Menschen sind im vergangenen Jahr in Bayern ums Leben gekommen, weil sie oder andere zu schnell unterwegs waren. Jahr für Jahr soll ein «Blitzermarathon» sensibilisieren. Bringt das was?