The moon on August 20, 2024 from Oxford Maryland. | © Unsplash / J Dean

Söder: Bayern verdoppelt Zuschuss für Mondkontrollzentrum

Lesedauer 2 Minuten
Quelle: dpa
04.07.2025

Bayern will fast doppelt so viel Geld in das künftige europäische Mondkontrollzentrum in Oberpfaffenhofen bei München stecken als bislang geplant. Zu bereits eingeplanten 33 Millionen Euro sollten weitere 30 Millionen hinzukommen, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auf einem von ihm selbst initiierten bayerischen «Mondgipfel» beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Er werde sich zudem dafür einsetzen, dass der Bund seine Summe ebenfalls aufstocke. Am Ende gehe es bei dem Projekt nicht nur um den Mond, sondern auch um eine bessere «Startrampe» zum Mars und für andere Missionen.

Am DLR-Standort in Oberpfaffenhofen befindet sich heute bereits eines der Kontrollzentren für die internationale Raumstation ISS. Dieses soll nun zu einem Kontrollzentrum für zukünftige astronautische Mondmissionen ausgebaut werden. Dabei gibt es eine enge Kooperation mit der US-Raumfahrtbehörde Nasa, die im Rahmen des Artemis-Programms in wenigen Jahren wieder Menschen zum Mond schicken will. Ziel ist eine dauerhafte menschliche Präsenz am Mond in internationaler Kooperation.

Astronaut Gerst: Mond ist der nächste Kontinent

Die Esa ihrerseits setzt darauf, dass dann erstmals auch eine Europäerin oder ein Europäer auf den Mond fliegen kann. Zudem geht es irgendwann um Missionen zum Mars und darüber hinaus. Offiziell heißt das geplante Mondkontrollzentrum Human Exploration Control Center (HECC). Söder brachte dort ein eigens entworfenes Emblem an: «Luna Bavaria».

Der Generaldirektor der europäischen Raumfahrtagentur Esa, Josef Aschbacher, und die deutschen Astronauten Alexander Gerst und Matthias Maurer, warben gemeinsam für die geplanten Mondmissionen. «Das ist der nächste Kontinent, der entdeckt wird, so muss man das sehen», sagte Gerst. Und dabei gehe es nicht mehr wie vor einigen Jahrzehnten darum, eine Flagge auf den Mond zu setzen, sondern um eine umfassende Forschung etwa zu den Mondkratern. «Wir wollen rausfinden, was da oben ist.» Söder sagte: «Die Rückkehr auf den Mond ist der Zwischenschritt zum Mars.» Er hoffe, es noch zu erleben, dass ein Mensch den Mars betrete.

Aschbacher hob die Kooperation mit der Nasa hervor – andererseits sei Europa aber zu abhängig von Entscheidungen anderer. «Wir müssen stärker werden, wir müssen selbstständiger werden, wir müssen unser eigenes Schicksal in unsere eigenen Hände nehmen», forderte er deshalb.

Themen
Teilen

WEITERE ARTIKEL

30.11.2023
Faire Preise für heimischen Honig
Deutscher Imkerbund fordert faire Honigpreise für heimische Imkereien
17.01.2024
Schlittenfahren und Rodeln - auch eine Frage der Physik
Hurra, der Schnee ist da. Für viele gehört Schlittenfahren jetzt zum großen Winterglück. Wissenschaftlich betrachtet ist das Ganze jedoch ziemlich komplex.
13.10.2023
Jugendbefragung 2023 im Landkreis Weilheim-Schongau vorgestellt
Höheres Engagement in Vereinen bei kleinen Gemeinden als in Städten
08.03.2023
Internationaler Frauentag am 8.März
Seit 1911 feiern Frauen diesen Tag, der dafür bestimmt ist, die Aufmerksamkeit auf bestehende Ungleichheiten zu lenken. Auch im Oberland stehen die Frauen heute im Mittelpunkt.
16.05.2023
Gerald Hillringhaus - Vom Profisport zur Torwartlegende
Vom FC Bayern bis zum SV Bad Heilbrunn: Eine beeindruckende Karriere und das ewige Feuer für den Fußball
13.03.2023
Sicher mit dem Bike
Der Saisonstart steht vor der Tür. ADAC und Motor Presse Stuttgart suchen die besten Motorradfahrer in Deutschland.