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Neue Stufen-Hängebrücke an der Partnachklamm

Lesedauer 2 Minuten
Quelle: dpa/lby
08.07.2024

An der bekannten Partnachklamm bei Garmisch-Partenkirchen gibt es eine neue Brücke. Die neue Stufen-Hängebrücke überspannt eine Hangrinne am Südende, wie der Markt Garmisch-Partenkirchen zur Eröffnung am Montag mitteilte.  Aufgrund des großen Höhenunterschieds wurde sie als Stufenhängebrücke konstruiert. Damit werde eine zu steile Steigung von 23 Prozent vermieden. Solche Konstruktionen seien selten; eine ähnliche Brücke finde man etwa im Ötztal. Die Hängebrücke sei ein bemerkenswertes technisches und touristisches Highlight. Die Kosten betragen rund 450.000 Euro. 

Gründe für den Bau

Der Rundwanderweg vom Südende der Klamm nach Vordergraseck ist laut Gemeinde ganzjährig beliebt, besonders bei Familien und älteren Besuchern, da er nur 80 Höhenmeter überwindet. Er führt über eine Hangrinne, die in den vergangenen zehn Jahren stark erodierte und regelmäßig von Muren betroffen war. Die wiederkehrenden Schäden machten jährliche Instandhaltungsarbeiten notwendig, die über 25.000 Euro kosteten. Nach ausführlichen Untersuchungen mit Geologen erwies sich der Bau einer Hängebrücke als einzig dauerhafte und wirtschaftliche Lösung.

Eiserne Brücke erneuert

Die Brücke wurde im Frühjahr 2023 ausgeschrieben, eine Firma aus Zirl in Österreich erhielt den Zuschlag. Der Bau hatte Anfang Oktober vergangenen Jahres begonnen, geplante Fertigstellung sollte im Mai 2024 sein. Ein massiver Wintereinbruch Anfang Dezember verzögerten die Arbeiten.

Im vergangenen Jahr war in der Klamm selbst eine neue eiserne Brücke installiert worden, eine logistische Herausforderung. Die Brücke war bei einem Hochwasser stark beschädigt worden, als ein Baumstamm auf das Bauwerk stürzte. 

Madonna in der Klamm 

In diesem April war eine historische Madonnen-Figur nach einer umfangreichen Restaurierung wieder an ihren angestammten Platz über den Fluten zurückgebracht worden. Ein Restaurator hatte die vermutlich mehr als 100 Jahre alte Figur von Kalk und Grünspan befreit, sie strahlt nun wieder bronzefarben. 

Jährlich besuchen rund 300.000 Menschen die Partnachklamm. Die rund 700 Meter lange und teils über 80 Meter tief eingeschnittene Felsenschlucht nahe Garmisch-Partenkirchen wurde Anfang des 20. Jahrhunderts für den Tourismus erschlossen. Sie ist seit 1912 ein Naturdenkmal und seither begehbar.

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