Every time I go out to shoot, I now there will be something that I never thought about. That makes photography so special. That moment you think, oh wow - that looks nice! | © Unsplash / D O M I N I K J P W

Pachtpreise für landwirtschaftliche Flächen zwischen 2020 und 2023 um 9 % gestiegen

Lesedauer 3 Minuten
Quelle: ots
12.04.2024

Im Jahr 2023 hat das jährliche Pachtentgelt je Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche bundesweit durchschnittlich 357 Euro betragen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach den Ergebnissen der Agrarstrukturerhebung 2023 mitteilt, entsprach dies einem Anstieg von 9 % gegenüber 2020 (329 Euro).

60 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche wird gepachtet

Die insgesamt rund 16,6 Millionen Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche in Deutschland setzten sich in 2023 zu 60 % aus Pachtflächen (9,9 Millionen Hektar), rund 38 % selbst bewirtschafteten Eigenflächen der landwirtschaftlichen Betriebe (6,4 Millionen Hektar) und knapp 2 % unentgeltlich zur Bewirtschaftung erhaltenen Flächen (276 800 Hektar) zusammen.

Der überwiegende Teil der gepachteten Flächen war Ackerland (69 %), gefolgt von Dauergrünland (27 %) und sonstiger gepachteter Fläche (4 %). Unter letzterer sind Flächen zu verstehen, für die keine klare Trennung zwischen Acker- und Dauergrünland angegeben werden konnte, sowie Reb- und Baumobstflächen oder Baumschul- und Gewächshausflächen.

Große Unterschiede in den Pachtentgelten zwischen den Bundesländern

Bei den durchschnittlichen Pachtentgelten je Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche waren deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern zu verzeichnen: Während im Saarland ein durchschnittliches Entgelt von 99 Euro veranschlagt wurde, betrug das Pachtentgelt in Nordrhein-Westfalen durchschnittlich 560 Euro. Neben Nordrhein-Westfalen lagen auch in Niedersachsen (548 Euro), Schleswig-Holstein (460 Euro) und Bayern (415 Euro) die Pachtentgelte deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 357 Euro.

85 % der landwirtschaftlichen Betriebe sind Einzelunternehmen

Unterschiede gab es in der deutschen Landwirtschaft nicht nur bei den Pachtentgelten, sondern auch hinsichtlich der vorherrschenden Rechtsformen der Betriebe. Mit einem Anteil von 85 % stellten die 217 800 Einzelunternehmen die mit Abstand häufigste Rechtsform der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland dar. Davon wurden mehr als die Hälfte (55 %) im Nebenerwerb geführt. Mit einem Anteil von 12 % waren Personengemeinschaften und -gesellschaften (30 970 Betriebe) sowie mit einem Anteil von 2 % Juristische Personen (6 240 Betriebe) als Rechtsform deutlich weniger verbreitet.

Dennoch bewirtschafteten Betriebe der Rechtsformen Personengemeinschaften und -gesellschaften sowie Juristische Personen zusammen im Durchschnitt mit 176 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche je Betrieb deutlich größere Flächen als Einzelunternehmen mit 46 Hektar je Betrieb. Dies führte dazu, dass Personengemeinschaften und -gesellschaften sowie Juristische Personen zusammen ungefähr 39 % der landwirtschaftlich genutzten Flächen in Deutschland (6,5 Millionen Hektar) bewirtschafteten.

Weitere Informationen:

Detaillierte Ergebnisse zu der Agrarstrukturerhebung 2023 werden schrittweise auf der Themenseite 'Landwirtschaftliche Betriebe' im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes veröffentlicht. Weiterführende Daten für den Bereich Landwirtschaftliche Betriebe bieten die Statistische Berichte 'Landwirtschaftliche Betriebe - Rechtsform und Erwerbscharakter' und 'Landwirtschaftliche Betriebe - Eigentums- und Pachtverhältnisse'.

Themen
Teilen

WEITERE ARTIKEL

14.11.2024
Schnee im Alpenvorland – Kurzes Winter-Intermezzo in Bayern
In Teilen Bayerns hat sich in der Nacht eine dünne Schneedecke ausgebreitet. Doch laut Deutschem Wetterdienst war dies nur ein flüchtiger Gruß des Winters.
14.01.2026
Bayern müssen mehr Geld fürs Heizen einplanen
Für viele Menschen in Bayern stehen die Heizkostenabrechnungen an. Weil es 2025 kälter war, dürften viele mehr bezahlen müssen. Wie viel zu erwarten ist, zeigt die Hochrechnung eines Unternehmens.
07.11.2024
Christian Stückl soll Passion 2030 leiten
Im Jahr 2030 wird in Oberammergau wieder gekreuzigt. Nun ist klar: Erneut - und damit zum fünften Mal - wird Christian Stückl die Leitung der berühmten Passionsspiele übernehmen.
10.05.2023
Fit für sommerliche Outdoor-Trendsportarten
Von SUP bis Disc Golf: So bleiben Muskeln und Gelenke in Form
10.04.2024
160 Kilometer eingleisige Bahnstrecken in Bayern sollen verschwinden
Bahnfahrten auf den vielen eingleisigen Strecken in Bayern erinnern oft an Zeitreisen. Um die Zahl der Dauerverspätungsherde zu reduzieren, nimmt der Freistaat nun eigenes Geld in die Hand.
28.11.2023
Spielwarenbranche spürt Kaufzurückhaltung - und hofft auf Weihnachten
Weihnachten kommt unaufhaltsam näher - und damit die große Frage: Was liegt in diesem Jahr unter dem Baum? Werden manche Kinder weniger Geschenke als sonst auspacken können?