New home building – Timber and roof trusses. | © Unsplash / Troy Mortier

Hoffnungsschimmer im Wohnungsbau

Lesedauer 2 Minuten
Quelle: dpa/lby
07.11.2025

Nach dreijähriger Talfahrt im Wohnungsbau gibt es erste Anzeichen einer Trendwende zum Besseren. Von Januar bis Ende September haben die bayerischen Kommunen 41.237 Wohnungsbaugenehmigungen erteilt, über dreizehn Prozent mehr als in den ersten drei Quartalen des Vorjahres. Das teilte das Statistische Landesamt in Fürth mit. Bauminister Christian Bernreiter ist dementsprechend erfreut: «In Bayern haben wir es geschafft, das Ruder herumzureißen», sagte der CSU-Politiker.

Aufwärtstrend erreicht den Süden nicht

Allerdings sind die Zahlen keineswegs überall ermutigend: Am größten ist der Wohnungsmangel in Bayerns Großstädten, wo die Wohnungsbaugenehmigungen nach den Daten des Landesamts mit minus 3,6 Prozent ein weiteres Mal sanken. Nach Regierungsbezirken betrachtet sind sowohl Oberbayern als auch Schwaben - und damit der gesamte Süden Bayerns - weiter kräftig im Minus. 

Eine Belebung des Wohnungsbaus steht damit vor allem in ländlichen Regionen und in kleineren Städten in Aussicht, in denen der Wohnungsmangel ohnehin weniger stark ausgeprägt als in den Großstädten. Den größten Zuwachs verzeichnete Mittelfranken mit 63,1 Prozent, gefolgt von Niederbayern und Oberfranken mit jeweils über 40 Prozent.

Regierung will Wohnungsbauförderung erhöhen 

Deutlich ist jedoch, dass es nicht nur künftige Einfamilienhausbewohner sind, die wieder mehr bauen wollen. Auch bei den Baugenehmigungen für Mehrfamilienhäuser stieg um 12 Prozent. «Die neuen Zahlen für den bayerischen Wohnungsbau machen Mut», sagte Hans Maier, der Direktor des Verbands bayerischer Wohnungsunternehmen. «Was wir jetzt noch brauchen, ist eine stabile Wohnraumförderung für bezahlbare Mietwohnungen.»

Bauminister Bernreiter betonte, dass die Staatsregierung mehr Geld für neue Wohnungen ausgeben will: «Die Wohnraumfördermittel sind auf Rekordniveau, und Bayern wird noch einmal eine Wohnbaumilliarde obendrauf legen.» Helfen soll dabei die von der Staatsregierung geplante Vereinfachung der Förderrichtlinien.

Teilen

WEITERE ARTIKEL

06.07.2025
Werden die Bauten des Märchenkönigs jetzt zum Welterbe?
Sie gehören seit mehr als 100 Jahren zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Bayern - die Schlösser von König Ludwig II. Nun soll die Unesco den Prachtbauten ein besonderes Siegel verleihen.
28.08.2023
Unwetterschäden: Wer zahlt?
Ein Blick auf Versicherungen und Haftung
17.01.2024
Helfer vor Ort: professionelle ehrenamtliche Ersthelfer
Vor Ort, bevor die Rettungskräfte es sind – Die ehrenamtlichen „Helfer vor Ort“ (oder auch „First Responder“) kommen zum Einsatz, wenn sie einen Notfall schneller erreichen können als der Rettungsdienst.
15.07.2024
Unikat sagt «Servus»: Müllers DFB-Abschied mit WM-Wunsch
Schon länger hat sich das Gerücht gehalten, jetzt ist es offiziell. Pähler Thomas Müller wird nicht mehr für die deutsche Fußballnationalmannschaft auflaufen. Das verkündete der 34-Jährige jetzt auf seinen Social-Media Accounts.
09.04.2025
Missbrauch - Betroffene fordern bayernweite Aufarbeitung
Betroffene von sexuellem Missbrauch geht das politische Engagement Bayerns gegen solche Fälle nicht weit genug. Jetzt verleihen sie ihren Forderungen mehr Druck.
17.01.2024
Schlittenfahren und Rodeln - auch eine Frage der Physik
Hurra, der Schnee ist da. Für viele gehört Schlittenfahren jetzt zum großen Winterglück. Wissenschaftlich betrachtet ist das Ganze jedoch ziemlich komplex.