Die täglichen News zusammengefasst für Lesbarkeit und Accessibility.
News für den 29. April 2021
Skelettierte Leiche im Starnberger See gefunden
Diese Tauchübung hat sich ein Bundeswehrmitarbeiter wohl anders vorgestellt. Am Dienstag wurde am Grund des Starnberger Sees bei einer Übung eine skelettierte Leiche gefunden, wie jetzt die Polizei mitgeteilt hat. Durch Taucher der Bereitschaftspolizei konnten Knochenteile und einige dazugehörige Kleidungsstücke gefunden werden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen, zur Identität der Leiche gibt es aber noch keine Hinweise. Aufgrund der gut erhaltenen gefundenen Turnschuhe, wird vermutet, dass es sich um einen Mann handelt. Zeugen, die Hinweise zur verstorbenen Person haben, können sich bei der Kripo Fürstenfeldbruck melden.
Dorfgemeinschaftshaus in Apfeldorf nimmt nächste Hürde
Das neue geplante Dorfgemeinschaftshaus in Apfeldorf hat die nächste Hürde genommen. Der Gemeinderat hat den Bauantrag am Abend abgesegnet. Im nächsten Schritt soll der Antrag nun bei der Regierung von Oberbayern eingereicht werden. Außerdem muss noch die Förderung beantragt werden. Das Projekt dürfte in die Millionen gehen. Die Rede ist von einem mittleren, siebenstelligen Betrag. Wenn alles glatt läuft, könnte mit dem Bau schon im Herbst dieses Jahres oder im Frühjahr 2022 begonnen werden. Und auch in Eberfing laufen Planungen für ein Dorfgemeinschaftshaus. Das Vorprojekt für die Realisierung soll heute Abend im Gemeinderat zur Sprache kommen.
Ein nackter Mann hat gestern in der Weilheimer Innenstadt für Aufsehen gesorgt. Der 25-Jährige hatte sich zunächst in der Mariä Himmelfahrt Kirche am Marienplatz komplett entkleidet und verteilte diverse Blätter auf dem Boden. Anschließend spazierte der Weilheimer nackt die Hofstraße entlang. Dort stoppte ihn dann die Polizei. Da der junge Mann einen verwirrten Eindruck machte, wurde er zur Dienststelle mitgenommen und dort seinen Angehörigen übergeben.
Weilheim möchte sich erneut für Landesgartenschau bewerben
Neben Penzberg möchte sich auch Weilheim erneut für die Landesgartenschau 2032 bewerben. Schon für das Jahr 2024 hatte sich die Stadt beworben, der Termin wurde jedoch anderweitig vergeben. Im Bauausschuss wurde bereits über die Thematik abgestimmt. Mit knappen 5 zu 4 Stimmen, besteht weiterhin grundsätzliches Interesse an der Ausrichtung. Im heutigen Stadtrat soll eine Entscheidung fallen. Wird die Stadt Weilheim zum „Sicheren Hafen“ erklärt? Auch dieser Frage stellt sich heute erneut der Stadtrat. Es liegt dazu ein neuer Antrag einer Arbeitsgruppe vor, die sich mit der Fragestellung intensiv befasst hatte. Schon im jüngsten Hauptausschuss wurde einstimmig die Empfehlung ausgesprochen, dass Weilheim zum „Sicheren Hafen“ wird. Heute Abend soll dazu ein Beschluss gefasst werden. In Folge würde die Stadt dann eine Solidaritätsbekundung für die Seenotrettung aussprechen. Gleichzeitig würde die Bundesrepublik aufgefordert werden, Voraussetzungen für die Aufnahme von Flüchtlingen, die aus Seenot gerettet wurden, zu schaffen.
Schwerer Motorradunfall mit zwei Beteiligten am Kesselberg
Gleich zwei Motorradfahrer sind mit ihren Maschinen gestern Abend am Kesselberg bei Kochel gestürzt. Die beiden Männer waren hintereinander bergabwärts unterwegs, als der voranfahrende Fahrer in einer Kurve wegrutschte, über die Fahrbahn schlitterte und in die Leitplanke prallte. Weil der nachfolgende Biker wohl so erschrocken darüber war, bremste er stark ab und stürzte ebenfalls. Auch er prallte in die Leitplanke. Der Unterfahrschutz dort rettete den beiden wohl das Leben. Einer der beiden Fahrer wurde mit schweren Verletzungen in das Klinikum Murnau eingeliefert. Der andere Mann verletzte sich leicht. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 13.000 Euro.
Gletscherbericht zeigt: Schneeferner könnte bis 2030 geschmolzen sein
Die Gletscher sind Fieberthermometer für den Zustand unseres Klimas. Das sagte Umweltminister Thorsten Glauber bei der heutigen Vorstellung des Gletscherberichts in München. Und dieser zeigt: In rund zehn Jahren haben die bayerischen Gletscher über zwei Drittel ihres Volumens verloren. Aktuell gibt es noch fünf Gletscher in den bayerischen Alpen, darunter der südliche und nördliche Schneeferner und der Höllentalferner südlich von Garmisch-Partenkirchen. Diese könnten bereits bis 2030 verschwunden sein. Hauptgrund ist die weltweite Klimaveränderung. Bisher fließen im Freistaat rund 70 Millionen Euro pro Jahr in die Klimaforschung. Ab sofort soll diese Summe deutlich erhöht werden, heißt es in einer Mitteilung des Umweltministeriums.
In Wallgau sollen drei Arbeitsstellen für „Ranger“ für eine Naturschutzwacht entstehen. Auch Murnau berät in der heutigen Gemeinderatssitzung über das Thema. Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen hat einen Antrag eingereicht, der vorsieht auch in Murnau künftig solche Naturschutzwächter einzusetzen. Auch Mittenwald hatte sich in der jüngsten Gemeinderatssitzung für den Einsatz einer gemeinschaftlichen Naturschutzwacht Alpenwelt Karwendel einstimmig ausgesprochen. Das teilte Bürgermeister Corongiu gegenüber ROL mit. Interesseierte Bürger für so eine Rangerstelle können sich bei der Gemeinde melden.
Weilheim: Die Zahl der Arbeitslosen ist im April im Oberland gesunken
Der Arbeitsmarkt im Oberland hat sich in den vergangenen Monaten trotz Corona als recht stabil erwiesen. Und das war auch in diesem Monat der Fall. Im Agenturbezirk Weilheim waren im April rund 12.900 Menschen als arbeitslos gemeldet. Da sind etwa 650 weniger als im März. Allerdings 1.150 mehr als vor einem Jahr. Damit liegt die Arbeitslosenquote im Oberland bei 3,4 Prozent – das sind 0,2 Punkte weniger im Vergleich zum Vormonat. Der Arbeitsmarkt zeige trotz andauernder Pandemie die typische Frühjahrsbelebung, heißt es im Bericht.
Neues Elektro-Schiff fährt künftig als „Berg“ über den Starnberger See
Jetzt ist das Geheimnis gelüftet: Das neue Elektro-Schiff auf dem Starnberger See wird unter dem Namen „Berg“ über den See schippern. Das hat Finanzminister Füracker heute mitgeteilt. Damit halte man an der Tradition fest, dass die Schiffe den Namen einer der Gemeinden vor Ort tragen. Die „neue Berg“ ist ein Rekordschiff: Als deutschlandweit erstes Seenschiff dieser Größe wird es zu 100 Prozent elektrisch und mit Ökostrom betrieben. Wann das E-Schiff zum ersten Mal über den Starnberger See fahren wird ist immer noch unklar. Wegen der Pandemie gibt es noch keinen Starttermin für die neue Saison der Seenschifffahrt.
Stromausfall in Penzberg - Rund 2.000 Haushalte waren betroffen
Und plötzlich war das Licht weg. Rund 2.000 Haushalte waren gestern Mittag in Penzberg von einem Stromausfall betroffen. Grund war laut Münchner Merkur offenbar ein Kurzschluss an einem Kabel in Penzberg-Schönmühl. Was genau ihn verursacht hat, steht derzeit noch nicht fest. Die betroffenen Haushalte aus dem Stadtgebiet mussten rund eine Stunde ohne Strom auskommen.
Statistik: Weniger Krankschreibungen in 2020 - Starnberg ist Spitzenreiter
Trotz Corona-Pandemie hat es 2020 weniger Krankschreibungen im Oberland gegeben. Das zeigen aktuelle Zahlen der größten gesetzlichen Krankenversicherung AOK. Am wenigsten haben die Menschen im Landkreis Starnberg gesundheitsbedingt im Job gefehlt. Und das sogar Bayernweit. Hier liegt der Krankenstand im letzten Jahr bei 3,8 Prozent. In ganz Bayern lag die Quote bei 4,8 Prozent. Laut Experten führten offenbar Kontaktbeschränkungen und Mund-Nasen-Schutz zu einem Rückgang vor allem bei Erkältungen.
Der Katholische Deutsche Frauenbund Penzberg möchte auf das Anliegen, dass künftig auch Frauen zu Diakoninnen geweiht werden können, aufmerksam machen. Ab Freitag sollen dazu Schautafeln mit der Aufschrift „Zeichen der Zeit erkennen und handeln“ in den katholischen Kirchen aufgestellt werden. Außerdem gibt es heute zwei Online-Infoveranstaltungen. Eine Anmeldung dazu ist auf der Website www.frauen-bund-augsburg.de möglich.
Corona: Drei Landkreise unter 100 - In Tölz ab Freitag strengere Regeln
Laut Robert-Koch-Institut liegen im Oberland heute früh wieder drei Landkreise unter dem Inzidenzwert von 100. Neben Starnberg und Landsberg am Lech neu auch der Landkreis Weilheim-Schongau. Gestern lag die 7-Tage-Inzidenz noch bei 104,8, heute bei 82,7. Der Landkreis Bad-Tölz – Wolfratshausen hat mit 176,7 immer noch den höchsten Wert in der Region. Weil der Kreis an drei aufeinanderfolgenden Tagen über dem Inzidenzwert von 150 lag, greifen ab morgen strengere Regeln. Die treffen vor allem den Einzelhandel. Es ist nur noch Click and Collect erlaubt. Waren dürfen also bestellt und abgeholt werden. Aber für den Kundenverkehr bleiben die Läden geschlossen. Ausnahmen sind unteranderem Lebensmittelgeschäfte, Apotheken oder Drogerien.
SOG: Mehr Straftaten, weniger Unfälle im Jahr 2020
Mehr Straftaten, aber weniger Unfälle. So sieht die Kriminalitäts- und Verkehrsstatistik der Polizeiinspektion Schongau für das vergangene Jahr aus. Um 5,3 Prozent sind die Deliktzahlen 2020 gestiegen. Die Sicherheitslage bezeichnet die Polizei aber weiterhin als gut. Besser sieht die Verkehrsbilanz aus. Die Zahl der Unfälle ging deutlich zurück. Einziger Wehrmutstropfen: Unfälle, bei denen Alkohol im Spiel war. Diese Zahl ist im vergangenen Jahr von 13 auf 19 gestiegen.
Penzberger Mordnacht: Bronzetafel auf Stadtplatz enthüllt
In der Nacht vom 28. auf den 29. April wurden in Penzberg vor 76 Jahren 16 Männer und Frauen von Nationalsozialisten erschossen oder vor dem Rathaus erhängt. Zum Gedenken an die Penzberger Mordnacht ist gestern Abend auf dem Stadtplatz eine Bronzetafel enthüllt worden. Sie ist in den Boden eingelassen und zählt die Namen der Opfer auf. Anfang der Woche hatten Penzberger Gymnasiasten mit Bundespräsident Steinmeier per Videoschalte telefoniert um über die Mordnacht zu sprechen. Was 1944 geschah, darf nicht in Vergessenheit geraten, sagte der Bundespräsident.
Florian Streibl: "Bergbahnen wichtiger Bestandteil der Besucherlenkung"
Der Landtagsabgeordnete Florian Streibl aus Oberammergau blickt mit Sorge auf den Frühling und Sommer. Sollten die Berg- und Seilbahnen im Oberland weiter geschlossen bleiben, dann könnten unkontrollierte Bergtouren von Wanderern und Bergsteigern, abseits von beschilderten Wegen, kaum verhindert werden, befürchtet der Politiker. Die Bergbahnen seien ein wichtiger Bestandteil der Besucherlenkung, heißt es in einer Mitteilung. Außerdem könnten die Seil- und Bergbahnen hervorragende Hygienekonzepte vorweisen. Die Zugspitzbahn habe vergangenes Jahr rund 500.000 Gäste transportiert, ohne ein Infektionsgeschehen herbeigeführt zu haben, so Streibl.
Gletscherbericht wird vorgestellt - Um südlichen Schneeferner steht es schlecht
Die Gletscher auf unserer Erde schrumpfen immer schneller. Besonders schlecht steht es um den Schneeferner auf dem Zugspitzplatt. Dem südlichen Schneeferner geben Experten kaum noch Chancen. Von den insgesamt fünf bayerischen Gletschern dürfte er als erstes endgültig verschwinden. Aber auch am Höllentalferner ist das ewige Eis stark bedroht. Wie es um die Alpengletscher bestellt ist, will Umweltminister Glauber heute in seinem Gletscherbericht zeigen.