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News für den 18. August 2021

Höllentalklamm: Brücke war fürs Wegbrechen konstruiert

Die Holzbrücke oberhalb der Höllentalklamm, an der am Montag mindestens eine Frau in den Tod gerissen wurde, war so konstruiert, dass sie maximalen Wassermassen bewusst nicht standhält. Sonst sammle sich Treibgut, das Wasser staue sich und eine noch größere Flutwelle drohe, so der Deutsche Alpenverein. Für die Klamm und die oberhalb liegende Brücke sei die DAV-Sektion Garmisch-Partenkirchen zuständig, sagte Lukas Bucher vom DAV. Diese habe die Verkehrssicherungspflicht. Es gebe aber keine Aufsichtspflicht. Die Klamm ist ein Aufstiegsweg zu Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze. Sie sei von oben vollkommen frei zugänglich. Auch am unteren Zugang gibt es keine Sperre. In Zeiten, in denen das Kassenhäuschen besetzt sei, werde bei Gewitter oder Unwetter niemand in die Klamm eingelassen - nicht aber bei einer Ankündigung eines Unwetters, sagte Bucher. Die Flutwelle sei ein extrem außergewöhnliches Ereignis gewesen, das so nicht absehbar war. 

Themen: Grainau, GarmischPartenkirchen, Höllentalklamm

B17: Tödlicher Unfall bei Kinsau - Polizei sucht grünen Kipplaster-Fahrer

Tragischer Unfall gestern Abend auf der B17 bei Kinsau. Ein 23-jähriger Motorradfahrer ist dabei ums Leben gekommen. Auslöser für den Unfall war wohl ein Überholvorgang eines Kipplasters, der seine Fahrt nach Unfall fortsetzte, ohne anzuhalten. Der 23-Jährige erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Die Polizei sucht jetzt nach dem unbekannten Fahrer. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich um einen grünen Kipplaster des Herstellers MAN. Zeugen die Angaben zum Unfallhergang und zum gesuchten Laster machen können, werden gebeten sich bei der Polizei Landsberg zu melden.

Themen: Kinsau, B17

STA: 15. Fünf-Seen-Filmfestival startet am Abend

In Starnberg startet heute Abend eines der größten deutschen Filmfeste. Im Strandband beginnt das 15. Fünf-Seen-Filmfestival. In Kinos und Freiluftveranstaltungen in der Region werden in den nächsten Tagen rund 150 Dokumentar-, Kurz- und Spielfilme gezeigt. Als Ehrengäste werden unter anderem Senta Berger und Michael Bully Herbig erwartet. Verliehen wird auch der Hannelore-Elsner-Preis – der geht diesmal an Birgit Minichmayr. Das Filmfestival dauert bis Ende August. 

Themen: Starnberg, FünfSeenLand

Corona: Weilheim-Schongau wieder über Inzidenzwert von 50

Der Landkreis Weilheim-Schongau liegt laut Robert-Koch-Institut derzeit wieder über der Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Mit 53,1 hat Weilheim-Schongau den höchsten Inzidenzwert der Oberland-Landkreise. Bleibt der Wert nun über dieser Marke, drohen verschärfte Corona-Regeln wie die Maskenpflicht und strengere Kontaktbeschränkungen. Die Neuinfektionen steigen aber auch im Landkreis Starnberg. Hier liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 32,2. Den niedrigsten Inzidenzwert im Oberland hat derzeit der Landkreis Landsberg am Lech mit 18,3.

Themen: Landsberg am Lech, Starnberg, WeilheimSchongau

Brand in Wolfratshausen in einem Bürogebäude

In der Nacht kam es gegen Mitternacht zu einem Brandfall im Hans-Urmiller-Ring in Wolfratshausen. In einem Bürogebäude brach aufgrund eines technischen Defekts ein Kabelbrand im Serverraum aus. Die Feuerwehr Wolfratshausen, sowie die freiwillige Feuerwehr Weidach konnten durch schnelles Eingreifen eine Ausbreitung des Brands verhindern, trotzdem entstand ein Sachschaden von etwa 10.000 Euro.

Themen: Wolfratshausen

SC Riessersee hat einen neuen Co-Trainer

Der SC Riessersee hat einen neuen Co-Trainer. Toni Raubal, der aktuelle Trainer der DNL U-20-Nachwurchsmannschaft nimmt neben seinem Hauptjob im Nachwuchs auch auf der Trainerbank der Profis neben Cheftrainer Pat Cortina Platz. „Die Zusammenarbeit zwischen dem EV und uns ist hervorragend, unsere Spieler werden von der Unterstützung durch Toni Raubal profitieren“ betont Geschäftsführer Christakakis.

Themen: GarmischPartenkirchen, SC Riessersee

Klimaneutralität im Oberland - neue Aktionsgemeinschaft

Klimaneutralität im Oberland. Das ist das Ziel, einer neuen überparteilichen Initiative. Rund 30 Personen haben sich zur Aktionsgemeinschaft „Klimaneutral vor Ort“ zusammengeschlossen. Heute werden auf dem Hohenpeißenberg die Pläne vorgestellt. Es ist fünf nach zwölf heißt es in dem Aufruf. Der unterschrieben wurde von zahlreichen Bürgermeistern, Kreisräten und Bundestagsabgeordneten aus dem Oberland. Aber auch Freiberufler und Unternehmer gehören zu den Unterstützern. Sie alle fordern, dass jede Gemeinde Ziele für ihren Bereich formuliert, wie und bis wann die Klimaneutralität erreicht werden soll. Dies soll jährlich festgehalten und veröffentlicht werden. Heute Mittag wollen die Unterzeichner auf dem Hohenpeißenberg ihre konkreten Schritte und den Plan fürs Klima offiziell vorstellen.

Themen: Oberland, Hohenpeißenberg

Flohmärkte boomen im Oberland

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Weniger Unfälle auf Straßen im Oberland

Auf den Straßen im Oberland sind im ersten Halbjahr 2021 deutlich weniger Menschen verunglückt als im Vorjahreszeitraum. Laut Landesamt für Statistik gab es von Januar bis Juni dieses Jahres knapp 1.000 Unfallopfer in der Region. Das ist ein Rückgang von rund 31 Prozent. Und auch die Zahl der Getöteten sank um 50 Prozent auf 10 Unfallopfer. Im ersten Halbjahr 2020 kamen noch 20 Menschen auf den Straßen im Oberland ums Leben.

Themen: Oberland

Werdenfelsbahn gehört zu saubersten Zügen Bayerns

Die Werdenfelsbahn im Oberland gehört zu den saubersten und kundenfreundlichsten Regionalzügen in Bayern. Beim Halbjahrs-Qualitätsranking der Bayerischen Eisenbahngesellschaft landet der Betreiber auf Platz 4. Von möglichen 100 Punkten erreichte die Werdenfelsbahn mehr als 92. Und somit 30 Punkte mehr als noch vor einem Jahr. Abgerutscht im Ranking ist dagegen die Ammersee-Altmühltal Linie, die von der Bayerischen Regiobahn betrieben wird. Sie verlor 10 Punkte und liegt nun auf Platz 15. Die Eisenbahngesellschaft bewertet jedes Jahr die Sauberkeit, Fahrgastinformation und den Kundenservice in den Zügen. Die Pünktlichkeit fließt nicht in die Bewertung ein.

Themen: Werdenfelsbahn

Bundespolizei GAP: Bald Einzug in Interimsbau

Die Planungen für den Neubau eines Dienstgebäudes für die Bundespolizei in Garmisch-Partenkirchen sind in vollem Gange. Bis zur geplanten Fertigstellung 2026 wurde in den vergangenen Monaten ein Übergangsbau geschaffen. Der ist jetzt bezugsfertig und an die Bundespolizei übergeben worden, teilte das Staatliche Bauamt Weilheim mit. Rund 1,7 Millionen Euro hat der Bau gekostet. Anfang September soll der Interimsbau offiziell eröffnet werden.

Themen: GarmischPartenkirchen

Bund Naturschutz will autofreie Bergstraßen

Möglichst autofrei sollen sie sein. Kleine Bergstraßen, die weit in das Berggebiet hineingehen. Das fordert der Bund Naturschutz und verweist darauf, dass der Freizeitverkehr in den bayerischen Alpen in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat. Jetzt haben die Naturschützer ihr Konzept vorgestellt. Demnach sollen die Bergstraßen von Freizeitausflüglern künftig nur noch zu Fuß oder mit dem Rad genutzt werden. Der BN verfolgt das Ziel der autofreien Bergstraßen bereits seit 2004. Das Konzept beinhaltet Fahrrad-Verleih-Stationen an Gebirgsstraßen und Busse.

Themen: Oberland

Freilichtmuseum Glentleiten: Ausstellung zum Thema Sauberkeit

Im Freilichtmuseum Glentleiten dreht sich ab heute alles um die Sauberkeit. In einer neuen Sonderausstellung steht die Frage im Fokus: Was mit „sauber“ eigentlich gemeint ist und wie sich das Thema seit dem 19. Jahrhundert verändert hat. Im Mittelpunkt stehen dabei Verbesserungen rund um die Wasserversorgung, Körperpflege oder auch die medizinische Versorgung auf dem Land. Das Highlight der Ausstellung „Sauberkeit zu jeder Zeit“ ist unter anderem ein voll eingerichteter Frisörladen aus den 1950er Jahren.

Themen: Glentleiten, Großweil

Höllentalklamm: Tote Frau wohl identifiziert - Suche nach vermisster Person beendet

Die gestern gegen Mittag begonnene Suchaktion von Berg- und Wasserwacht in der Höllentalklamm bei Grainau wurde am Nachmittag erfolglos beendet. Heute soll entschieden werden, wie es weitergeht. Gestern wurde die Leiche einer Frau gefunden, nach wie vor wird eine zweite Person vermisst. Die beiden hatten Augenzeugenberichten auf eine Holzbrücke am oberen Ausgang der Klamm gestanden. Die Brücke wurde von der Flutwelle überspült und weggerissen. Rund 150 Helfer waren gestern im Einsatz; ein Hubschrauber und mehrere Drohnen hatten aus der Luft die Suche unterstützt.

+++UPDATE+++

Die Suche nach der vermissten Person wird fortgesetzt. In einem kleineren Rahmen, als die vergangenen Tage. Gestern wurden einige Aufnahmen mit Drohnen an Stellen gemacht, die schwierig zu erreichen sind. Diese Stellen sollen heute genauer untersucht werden. 

+++UPDATE+++ 

Die tote Frau, die gestern in der Höllentalklamm aus dem Wasser geborgen wurde, ist wohl identifiziert. Wie die Polizei gegenüber Radio Oberland bestätigte, gehe man davon aus, dass es sich um eine 33-Jährige aus dem Landkreis Lichtenfels handele. Letzte Sicherheit soll heute ein rechtsmedizinisches Gutachten liefern. 

+++UPDATE+++ 

Die Suche nach der zweiten vermissten Person ist heute ergebnislos beendet worden, sagte ein Polizeisprecher gegenüber Radio Oberland. 

Themen: Grainau, Höllentalklamm