Bei der Flutwelle an der Höllentalklamm bei Grainau ist eine 33 Jahre alte Frau aus Lichtenfels in Oberfranken ums Leben gekommen. Die Identität, der tot aus den Fluten geborgenen Frau habe sich durch die Obduktion jetzt bestätigt, so die Polizei. Es müsse davon ausgegangen werden, dass es sich bei der weiter vermissten Person um ihren 34 Jahre alten Lebenspartner aus dem Landkreis Coburg handele, sagte ein Polizeisprecher. Die Suche nach dem Vermissten wurde heute nicht mehr aufgenommen. Am kommenden Montag sei aber eine erneute Suchaktion in dem Gebiet bei Grainau geplant.
Bald 2G-Regel im Schongauer "Plantsch"? Verwaltungsrat entscheidet
Diese Sitzung schlägt bereits im Vorfeld hohe Wellen. Der Verwaltungsrat des Schongauer Freizeitbades „Plantsch“ berät heute Abend darüber, ob die 2G-Regel eingeführt werden soll. Damit dürften ab kommender Woche nur noch Geimpfte oder Genesene in das Spaßbad. Erwachsene mit negativem Test hätten dann keinen Zutritt mehr. Kinder unter 6 Jahren benötigen keinen Test, Kinder von 6 – 12 Jahren schon und für alle 12- bis 17-Jährige soll es eine Übergangsregel bis Ferienende geben. Ähnliche Pläne gibt es auch in einem Hotel in Garmisch-Partenkirchen. Das Hotel Obermühle führt ab 1. Oktober die Impfpflicht für erwachsene Gäste ein.
Spatenstich für Auerbergtunnel - Bald Probebohrungen für Wanktunnel
Spatenstich heute Vormittag für den Auerbergtunnel. Der verbindet das Autobahnende der A95 bei Eschenlohe mit dem sich im Bau befindlichen Oberauer Tunnel. Knapp 170 Millionen Euro investiert die Staatsregierung in den vierspurigen Ausbau. "Ein großer Tag für Eschenlohe und ein neuer wichtiger Schritt zur Verkehrsentlastung in der ganzen Region", sagte Bundestagsabgeordneter Alexander Dobrindt. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer sagte, dass damit die Staumeldungen am Ende der A95 künftig der Vergangenheit angehören sollen. Und der Minister hatte noch eine gute Nachricht dabei. Bereits im September sollen die ersten Probebohrungen für den Wanktunnel beginnen, der den Ortsteil Partenkirchen umfahren soll. Auch diese Umfahrung soll 2028 fertig sein.
Tölzer Nordspange: Spatenstich für das 50-Millionen-Euro Projekt
Neben dem Auerbergtunnel war der zweite wichtige Spatenstich in der Region heute Mittag in Bad Tölz. Dort wird der Bau der Umgehung über die B472 in Angriff genommen. Das jahrelang diskutierte 2,7 Kilometer lange Teilstück ist mit rund 50 Millionen Euro veranschlagt. Der Bürgermeister von Bad Tölz Ingo Mehner sprach heute von einem Meilenstein und einem der wichtigsten Bauprojekte in der Geschichte der Stadt. Die Verkehrsfreigabe für die Nordspange ist für 2025 geplant.
Auerbergtunnel-Spatenstich: BN fordert Stopp von Straßenbauprojekten
Es gibt große Kritik am geplanten Auerbergtunnel. Naturschützer, SPD und Grüne lehnen das Mammutprojekt ab, sie kritisieren, dass die Öffentlichkeit zu spät in die Planungen eingebunden worden war. Sie befürchten außerdem, dass das Loisachtal zum Autobahn-Tranisttal werde. Der Bund Naturschutz hat heute in München gefordert, alle Aus- und Neubauprojekte für Bundesstraßen und Autobahnen in Bayern zu stoppen. Das eingesparte Geld solle stattdessen in Fuß- und Radwege sowie den öffentlichen Nahverkehr auf dem Land und die Bahn investiert werden.
Murnau: Festival "MurNOW" sucht ehrenamtliche Helfer
Das Murnauer Musikfestival MurNOW soll in diesem Jahr stattfinden. Unter gewissen Corona-Auflagen. Über die Bühne geht das Festival am 4. September und dazu werden jetzt noch ehrenamtliche Helfer gesucht. Im vergangenen Jahr wurde das Fest wegen Corona abgesagt. 2019 kamen rund 2.000 Besucher zum MurNOW-Festival.
Pilotprojekt in Seefeld - Grüne Welle für Regionalbusse
Den Zug verpassen, weil der Bus an einer roten Ampel steht. Das soll es in Seefeld im Landkreis Starnberg künftig nicht mehr geben. Grüne Welle auf Knopfdruck heißt dort ein Pilotprojekt. In Seefeld fahren nämlich die ersten Busse im MVV-Gebiet außerhalb von München, die rote Ampeln umschalten und deshalb pünktlicher sein können. Der Nahverkehr soll so attraktiver gemacht werden. Ausgestattet mit dem neuen System wurden die Busfahrer der Regionalbuslinien 923, 924 und 928. Auch Gilching ist demnächst als weiterer Test-Ort angedacht.
Erneut betrügerische Anrufe im Oberland - Polizei warnt vor neuer Masche
Schon wieder hat es im Oberland zahlreiche Anrufe von falschen Polizisten gegeben. Zwei Peißenbergerinnen, sowie Personen in Murnau wurden nach Vermögensverhältnissen und Familienstand ausgefragt. Die Polizei appelliert deshalb an alle Bürger bei dubiosen Anrufen immer misstrauisch zu bleiben, keinesfalls Daten, Geld oder Wertsachen herauszugeben und im Notfall immer die örtliche Polizei zu kontaktieren. Und auch vor einer neuen Betrugsmasche warnt die Polizei. Inserierte Wohnungen, die nicht existieren. Die Betrüger geben oft an, dass sie derzeit im Ausland seien und in der Vergangenheit bereits selbst auf Betrüger reingefallen seinen und sich deshalb vorab absichern wollen. Im weiteren Verlauf werden dann Bilder von Personaldokumenten und Zahlungen eingefordert.
LK TÖL-WOR: 500.000€ für Sport- und Schützenvereine
517.000 Euro bekommen Sport- und Schützenvereine im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen vom Freistaat Bayern. Das hat der Stimmkreisabgeordnete Martin Bachhuber jetzt mitgeteilt. Insgesamt sind das über 20.000 Euro mehr, als noch im Jahr 2020. „Mit dieser Maßnahme sollen die Vereine in der Corona-Krise erneut ohne zusätzlichen Verwaltungsaufwand schnell und unbürokratisch unterstützt werden“, betont Bachhuber in einer Mitteilung.
Eine heute 19-jährige Studentin verklagt die Stadt Penzberg. 2017 war sie bei einem Ausflug mit dem Jugendzentrum beim Klettern, wo sie abstürzte und sich schwer verletzte. Die damals 15-Jährige brach sich beide Sprunggelenke und die linke Kniescheibe. Die Schuld sehen die junge Frau und ihre Eltern bei der Stadt Penzberg und dem zuständigen Betreuer. Diese hätten ihre Aufsichtspflichten verletzt. Vor dem Landgericht München fordert die junge Frau deshalb unter anderem Schadenersatz und Schmerzensgeld in Höhe von 18 000 Euro, das schreibt der Merkur. Da sich die Parteien nicht auf einen Vergleich einigen konnten wird es ein Verfahren geben. Das wird allerdings frühestens im Mai 2022 starten.
Suche nach vermisster Person in Höllentalklamm wird vorerst nicht fortgesetzt
Die Suche nach der vermissten Person in der Höllentalklamm bei Grainau wird, stand jetzt, nicht fortgesetzt. Das bestätigte die Polizei gegenüber Radio Oberland. Die vergangenen Tage wurde sowohl im Wasser wie auch an Land alles dafür getan zwei vermisste Personen, die mitsamt einer Brücke von einer Flutwelle mitgerissen wurden zu finden. Eine der Beiden, vermutlich eine 33-jährige Frau aus Oberfranken konnte nur noch tot geborgen werden, die andere Person wird nach wie vor vermisst. Im Laufe des Nachmittags wird eine Obduktion klären, ob es sich tatsächlich um die 33-Jährige handelt.
Maibaum der Herrschinger Partnerstadt Ravina in Italien umgestürzt
Ein Maibaum aus Herrsching steht im Trentino in Italien. Und zwar seit 2017 in der Partnergemeinde Ravina-Romagnano. Jetzt hat ein Sturm den Maibaum aber umgerissen. Das teilte die Gemeinde Herrsching mit. Bürgermeister Christian Schiller sagte, dass es derzeit Überlegungen gebe, im kommenden in Ravina einen neuen Maibaum aufzustellen. So könne auch wieder ein gemeinsames Partnerschafts-Fest stattfinden.
Corona: Inzidenzwerte steigen an - nur im Landkreis GAP Rückgang
Die Coronazahlen im Oberland steigen weiter an, zumindest in den Landkreisen Starnberg, Landsberg am Lech und Bad Tölz-Wolfratshausen. Im Landkreis Weilheim-Schongau, der mit einem Wert von 53,1 den derzeit höchsten Wert im Oberland hat ist die Zahl gleich geblieben und im Landkreis Garmisch-Partenkirchen ist sie sogar gesunken und liegt derzeit bei 17.
Nachdem die Suche in der Höllentalklamm bei Grainau nach einer vermissten Person, die von einer Flutwelle mitgerissen worden sein soll erneut erfolglos abgebrochen wurde könnte es heute zumindest im Fall der tot aufgefundenen Frau Klarheit geben. Es wurde bereits gestern festgestellt, dass es sich mit aller Wahrscheinlichkeit nach um eine 33-Jährige aus Lichtenfels in Oberfranken handelt, da unter anderem eine Vermisstenmeldung sehr genau auf die Tote passt. Heute soll die Obduktion klären, ob es sich tatsächlich um die Frau handelt. Ob die Suche nach der weiterhin vermissten Person fortgesetzt wird, das wird am Vormittag entschieden.
Explorer Hotel Farchant: Anschluss an Nahwärmenetz der Gemeinde?
Seit rund einem Monat laufen die Bauarbeiten für das neue Explorer Hotel in Farchant. Für rund 12 Millionen Euro sollen knapp 200 Betten entstehen. Das Hotel setzt auf Klimaneutralität und wenig Flächenverbrauch. Dazu soll die Herberge nun auch an das Nahwärmenetz der Gemeinde angeschlossen werden. Die Energie soll ausschließlich von der Biogasanlage gespeist werden. Der Gemeinderat muss der Erweiterung des Netzes heute Abend in seiner Sitzung noch zustimmen. Insgesamt müssen Leitungen von rund 400 Meter länge verlegt werden. Die Gesamtkosten liegen zwischen 160.000 und 170.000 Euro.
Im Kampf gegen die Mückenplage in Herrsching haben sich jüngst der Verein „Mückenplage? Nein, danke! e.V.“, die gegründete Bürgerinitiative, Bürgermeister Christian Schiller sowie betroffene Anwohner und ein Biologe zwischen der Riederstrasse und der Uferpromenade getroffen. Während der Begehung des dortigen Biotops, das zu Forschungszwecken dient, wurden von dem Mückenexperten Fragen aus der Runde der Teilnehmer beantwortet. Nachdem der Herrschinger Gemeinderat 2017 die Kartierung von Stechmücken Brutstätten zur Erforschung der Mückenplagen abgelehnt hatte, wurde nach erneuten Plagejahren im Herbst 2020 eine private Bürgerinitiative gegründet, die sich mit der Unterstützung von Bürgern und dem Biologen Matthias Galm um Lösungen für das Problem bemüht.
Heute Spatenstich für Auerbergtunnel und Tölzer Nordspange
Im Oberland gibt’s heute gleich zwei Spatenstiche für millionenschwere Straßenbauprojekte. Auf der B472 starten die Bauarbeiten für die Tölzer Nordspange und am Autobahnende bei Eschenlohe wird der Auerbergtunnel in Angriff genommen. Rund 170 Millionen Euro fließen in den vierspurigen Ausbau der B2 am Ende der A95. Der Auerbergtunnel soll künftig das Autobahnende mit Oberau verbinden. Um 09:30 Uhr setzt Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer zusammen mit der bayerischen Verkehrsministerin Kerstin Schreyer symbolisch den ersten Spatenstich. Anschließend geht es für Scheuer gleich weiter in Richtung Bad Tölz. Am Mittag wird dort der Bau der Tölzer Nordumfahrung in Angriff genommen. Sie soll künftig die B472 entlasten, auf der täglich etwa gut 30.000 Fahrzeuge unterwegs sind. Die Planungen für die rund 2,7 Kilometer lange Trasse laufen bereits seit mehr als 20 Jahren. Die Kosten liegen bei rund 50 Millionen Euro.