Frostige Herberge: Schlafen im Zugspitz-Iglu. | © www.iglu-dorf.com
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Schlafen wie die Eskimos

Übernachten im 100.000-Sterne-Schneehotel. Mit viel Leidenschaft und Muskelkraft entsteht auf der Zugspitze jedes Jahr ein Iglu-Dorf aus Eis und Schnee.

Lesedauer 3 Minuten
Quelle: ro/Marion Jetter
10.02.2023

Absolute Ruhe, nur das leise Knirschen des Schnees und ein Himmel voller Sterne - das Iglu-Dorf auf der Zugspitze ist wahrscheinlich einer der weltbesten Orte, um Milchstraße und Sternschuppen zu beobachten. Denn dort ganz oben, auf 2600 Metern über dem Meeresspiegel,  ist man ganz dicht dran an der Natur – in diesem Fall: dem Schnee. Denn er findet sich auf dem höchsten Berg Deutschlands zuhauf und er ist auch der Baustoff für die frostigen Herbergen, sprich Iglus, in denen man übernachten kann.

Kunstwerke aus Eis

Ein ganzes Igludorf wird jedes Jahr aufwendig errichtet. Und zwar vom Team der "Iglu-Dorf GmbH", die ihren Sitz in der Schweiz hat. Das Schneehotel entsteht im Grunde auf recht einfache Weise. XXL-Ballone werden mit Luft gefüllt, und dann mit einer Schneefräse immer wieder beschneit. Wenn der Schnee entsprechend gefroren ist, lässt man die Luft ab und fertig ist das Iglu-Dorf. Also das Grundgerüst, denn dann werden ebenfalls mit einer Fräse einzelne Gänge angelegt und auf Decken und Wände fantastische Eiskunstwerke gezaubert. Jedes Zimmer erhält dabei seine ganz spezielle Skulptur.

Schlafen bei eisiger Kälte

Im Iglu-Dorf Zugspitze können bei Vollbelegung rund 50 Personen übernachten, in insgesamt 14 Schlafzimmern und noch in einem kleinen eigenen Iglu, das auf klassische Weise entsteht. Es gibt Gruppenzimmer für sechs Personen sowie teuere Doppelzimmer. Ganz so frostig, wie es sich vielleicht anhören mag, ist es aber nicht. Schließlich gibt es im Igludorf auch etwas Komfort: eine Sauna, einen Whirlpool und ein 6,50 Meter hohes Restaurant, das Herzstück des Iglus. Hier werden alle Bewohner am Abend mit einem Gourmet-Fondue verwöhnt. Wen die Müdigkeit übermannt, der zieht sich zum Schlafen ins romantisch-beleuchtete Zimmer zurück. Dort schläft man in Expeditionsschlafsäcken auf Isomatten und Schaffellen, wobei die Temperatur ständig um den Gefrierpunkt liegt. Wintertaugliche, warme Bekleidung und bequeme Winterschuhe sind deshalb dringend empfohlen.

Info:
Das Iglu-Dorf ist noch bis zum 22.April geöffnet.
Kosten: Ticket für Berg- und Talfahrt: 43,50 Euro plus 
Übernachtung im Gruppenraum 119 Euro, im Doppelzimmer 179 Euro.

Tipp: Wer selbst mitanpacken möchte, findet in Pfronten und Oberaudorf auch Do-it-Yourself-Versionen, wo sich die Besucher ihr eigenes Iglu bauen können.

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