Genug Strom für alle Wärmepumpen
Ein Statement der Lechwerke AG
Quelle: ro/ Marina Meirich/Wechner Wärmepumpen
Im Zuge der Diskussion um das Heizungsgesetz wurde auch immer wieder die Frage aufgeworfen, ob die Energieversorger in Deutschland die vielen Wärmepumpen, für die sich die Regierung stark macht, überhaupt mit Strom versorgen können.
Wir haben dazu die Lechwerke AG, die die Stromversorgung im Bayerisch-Schwaben sicherstellen, nach deren Einschätzung gefragt. Anton Adelwarth, Energieberater bei den Lechwerken (LEW) hat uns folgendes Statement gegeben:
Die Stromnetze sind die Basis und das Rückgrat einer ordentlichen Energieversorgung und werden stetig ausgebaut und verstärkt. Auch erneuerbare Energien werden stetig ausgebaut und eingespeist.
LEW hat daher keine Bedenken, dass die Stromnetze durch den zukünftigen Anschluss auch vieler Wärmepumpen überlastet werden. Ganz im Gegenteil können Wärmepumpen sogar einen wichtigen Beitrag zur Netzstabilität leisten, da sie flexible Abnehmer sind. Das heißt Wärmepumpen benötigen nicht 24 Stunden Strom am Tag, in der Heizperiode laufen sie max. 10 bis 12 Stunden.
Sie müssen also nicht in den Spitzenzeiten laufen, vor allem morgens, mittags und abends, wenn es durch den Haushaltsstromverbrauch zu starker Belastung kommt. Wärmepumpen können in den Zeiten betrieben werden, in der weniger Abnehmer vorhanden sind.
Schon jetzt haben Energieversorger die Möglichkeit, Wärmepumpen in Spitzenzeiten abzuschalten. LEW hat von dieser Möglichkeit allerdings noch nicht Gebrauch machen müssen, da genug Kapazitäten vorhanden sind.
Ein weiterer Punkt ist, dass eine Wärmepumpe in einem normalen Einfamilienhaus nicht mehr Strom benötigt als eine Kochplatte - im Gegensatz zu einem Elektroauto, das in kurzer Zeit ziemlich viel Strom benötigt und daher das Stromnetz viel mehr belastet als eine Wärmepumpe.
Fazit: Nach Einschätzung der Lechwerke AG wird es genug Strom für Wärmepumpen geben. Und gerade Wärmepumpen sind als flexible Stromabnehmer die ideale Ergänzung für ein Stromsystem mit vielen erneuerbaren Energien, bei denen es zu Schwankungen kommen kann.