© Unsplash / Tingey Injury Law Firm

Revision gegen Verurteilung wegen Mordes an Ukrainern

Lesedauer 1 Minute
Quelle: dpa
17.03.2025

Der wegen Mordes an zwei Ukrainern im oberbayerischen Murnau verurteilte Russe ficht das Urteil an. Er habe für seinen Mandanten Revision eingelegt, teilte Verteidiger Uwe Paschertz auf Anfrage mit. Ziel sei die Aufhebung des Urteils und Neuverhandlung. Zur Begründung der Revision müssten nun die schriftlichen Urteilsgründe abgewartet werden. 

Das Landgericht München II hat den 58-jährigen Russen am 7. März wegen Mordes in zwei Fällen zu lebenslanger Haft verurteilt und die besondere Schwere der Schuld festgestellt. Damit könnte die Strafe voraussichtlich nicht nach 15 Jahren zur Bewährung ausgesetzt werden. 

Die 23 und 36 Jahre alten Soldaten waren wegen Kriegsverletzungen in der Unfallklinik Murnau operiert worden und körperlich eingeschränkt. Der Russe hatte dem Urteil zufolge im vergangenen April mit den beiden getrunken. Dann kam es zum Streit. Der Russe ging nach Hause, holte ein Messer - und erstach beide.

«Sicherung durchgebrannt»

Der Russe hatte die Tat grundsätzlich eingeräumt, aber stets betont, er habe den Tod der beiden nicht gewollt. Vielmehr seien ihm die «Sicherungen durchgebrannt». Anwalt Paschertz hatte deshalb in seinem Plädoyer maximal zehn Jahre Haft wegen Totschlags gefordert. Zudem plädierte er auf eine Therapie zum Alkoholentzug, die das Gericht aber ablehnte. 

Die Richter folgten in ihrem Urteil beim Strafmaß dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Sie sahen jedoch keine vordringlich politische Motivation für die Tat wie die Anklagebehörde. Unstimmigkeiten über den Krieg könnten bei der Tat hineingespielt haben, vordringlich seien aber wohl Beschimpfungen und Beleidigungen gewesen.

Themen
Teilen

WEITERE ARTIKEL

11.02.2025
Handel erwartet 210 Millionen Euro Umsatz zum Valentinstag
Der Tag der Liebenden lässt in einigen Branchen die Kasse klingeln. Immer häufiger werden auch Männer beschenkt.
05.11.2025
Bank-Azubi räumt ab: 21-Jähriger gewinnt 2,8-Millionen-Euro-Luxusvilla im Oberland - für nur 25 Euro
Der 21-jährige Bank-Azubi Jonas Groth aus der Nähe von Hamburg hat eine Luxusvilla im Wert von 2,8 Millionen Euro in der Nähe des Starnberger Sees gewonnen - plus 100.000 EUR in bar. Der freiwillige Feuerwehrmann erlebte über Nacht eine komplette Lebensveränderung - vom bescheidenen Zuhause im Norden zur Alpenvilla im Süden. "Ich wohne noch bei meinen Eltern - aber jetzt können meine Eltern bei mir wohnen", sagt Jonas lachend. Die Omaze Millionen Euro Haus Lotterie sammelte dabei 1.005.000 EUR für die Partnerorganisation Plan International Deutschland.
13.09.2024
Viel Regen im Südosten Bayerns - Schnee in den Alpen
Mit starkem Regen startet der Südosten Bayerns in das Wochenende. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Unwettern. In den Alpen soll es Schnee geben.
01.09.2023
Das erwartet Sie im September
Preiserhöhungen, Online-KFZ-Zulassungen und mehr
03.07.2023
Weisse Nacht 2023 war ein voller Erfolg
Jung und alt feiern gemeinsam