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News für den 08. Juni 2021
"Kurzschlussreaktion" soll zu tödlichen Unfall im Lkr. Starnberg geführt haben
Seit heute steht ein Mann aus Germering vor dem Münchner Landgericht, weil er vor gut einem Jahr im Landkreis Starnberg absichtlich in den Gegenverkehr gerast sein soll. Dabei kollidierte er mit dem Auto eines 64-Jährigen, der dadurch ums Leben kam. Der Germeringer selbst beschrieb seine Tat heute vor Gericht als eine Kurzschlussreaktion, er wollte sich offenbar selbst töten. Die Staatsanwaltschaft aber wirft ihm Mord aus niedrigen Beweggründen und Heimtücke vor. Der Angeklagte habe seinen Transporter, in völliger Verachtung gegenüber Wohl und Leben des ihm unbekannten Geschädigten, in das Fahrzeug des Opfers gesteuert, so die Staatanwältin. Für das Verfahren sind vier weitere Verhandlungstage angesetzt. Morgen soll der Prozess fortgesetzt werden.
Die Pandemie lässt den Appetit auf Süßwaren steigen. Das zeigen die aktuellen Auswertungen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, kurz NGG. Dieser Trend lässt sich auch im Oberland beobachten. In den Landkreisen Starnberg, Garmisch-Partenkirchen und Bad Tölz-Wolfratshausen wurden im vergangenen Jahr insgesamt knapp 12.000 Tonnen Süßwaren gegessen. Demnach stieg der Verbrauch süßer und salziger Snacks 2020 um 2,6 Prozent auf durchschnittlich 33,4 Kilo pro Kopf. Laut Statistischem Bundesamt setzte die deutsche Süßwarenindustrie letztes Jahr rund acht Prozent mehr um als noch 2019.
Weitere Planung für neues Rathaus Thema im Rat von Berg
Das Rathaus in Berg soll neugebaut werden. Dafür wird mit Kosten von rund 15,9 Millionen Euro gerechnet. Im Gemeinderat von Berg werden heute die Einbindung des Arbeitskreises und die weitere Planung besprochen. Die Vorplanung ist bereits abgeschlossen, jetzt geht es an die Entwurfsplanung, die noch im Frühjahr 2021 abgeschlossen werden soll. Das neue Rathaus wird in Sternform errichtet, gleichzeitig entsteht eine Tiefgarage mit 23 Stellplätzen. Außerdem werden drei Wohnungen im Gebäude eingerichtet.
Welche großen Projekte werden in der Gemeinde Uffing in den kommenden Jahren in Angriff genommen? Darüber können sich die Bürger jetzt auf einer eigenen Webseite informieren. Auf generationen-projekt.de werden Projekte im Bereich der Wasserversorgung vorgestellt. Aktuell werden in Uffing das Leitungssystem erneuert und die Hochbehälter saniert und erneuert. Weil die Arbeiten für die Menschen gegen außen kaum sichtbar seien habe man diese Webseite aufgebaut, sagte Bürgermeister Andreas Weiß. Zudem ist ein Flyer zum Thema erschienen.
Zugspitze: Gipfeltreffen von Politikern aus Österreich und dem Oberland
In den vergangen 14 Monaten Pandemie waren die Grenzen zwischen Tirol und dem Oberland teilweise geschlossen. Die grenzübergreifende Politik hat das aber näher zusammengebracht. Zu diesem Ergebnis kommen zahlreiche Kommunalpolitiker nach einem Treffen auf der Zugspitze. Die Grenzschließung habe die Zusammenarbeit zwischen Außerfern, Allgäu und Werdenfelser Land vertieft, heißt es. Weil persönliche Treffen in den vergangenen Monaten nicht möglich waren, habe man den telefonischen und virtuellen Kontakt umso mehr verstärkt. Man wolle gemeinsame Interessen auf allen politischen Ebenen weiterhin gemeinsam verfolgen. Außerdem fordern sie, in Zukunft auf strikte Grenzmaßnahmen zwischen Tirol und Bayern unbedingt zu verzichten.
LL/STA: Gezielte Radkontrollen bringen Verstöße ans Licht
Das Polizeipräsidium Oberbayern Nord hat eine Bilanz für den Verkehrsaktionsmonat Mai veröffentlicht. Dabei ging es vor Allem um den Radverkehr. Unter dem Motto „sicher.mobil.leben – Radfahrer im Blick“ wurden Anfang Mai gezielte Verkehrskontrollen durchgeführt. Im Bereich des Präsidiums, zu dem auch die Landkreise Starnberg und Landsberg am Lech gehören, wurden mehr als 5.500 Fahrzeuge kontrolliert. Knapp 1.700 mussten beanstandet werden, davon waren fast 1.200 Fahrradfahrer. Zu den häufigsten Verstößen zählten fehlende Beleuchtungen oder verbotene Fahrten auf Gehsteigen.
Die Anwohner der Dorfstraße in Oberau fordern eine Geschwindigkeitsbeschränkung. Ein entsprechender Antrag, der bereits eine Wiedervorlage ist, wird am Abend in der Gemeinderatssitzung behandelt. Außerdem wollen die Bewohner ein einseitiges Halteverbot für die Straße. Das Gremium beschäftigt sich außerdem mit einer Anfrage für den Kulturpark. Dort sollen demnach künftig standesamtliche Eheschließungen möglich sein.
Ein Teenager aus Wolfratshausen ist bei einem Fahrradunfall schwer verletzt worden. Der 14-Jährige transportierte eine Plastiktüte am Lenker – die geriet auf einem Waldweg allerdings in die Speichen. Daraufhin stürzte der Junge und verletzt sich so schwer, dass er mit dem Hubschrauber in eine Klinik geflogen werden musste.
Bad Kohlgrub möchte sich für Sonderfonds für Innenstädte bewerben
Bad Kohlgrub möchte sich für den Sonderfonds „Innenstädte beleben“ bewerben. In der heutigen Gemeinderatssitzung wird eine Bedarfsanmeldung dazu besprochen. Am 29. April 2021 hat Bauministerin Schreyer den Sonderfonds gestartet. Aus Mitteln der Städtebauförderung sollen bayerische Städte, Märkte und Gemeinden 100 Millionen Euro erhalten. Damit soll den Folgen der Pandemie in den Innenstädten und Ortskernen aktiv entgegengewirkt werden.
In Peiting fährt bald ein Bürgermobil - Heute Thema im Gemeinderat
In Peiting fährt bald ein sogenanntes Bürgermobil. Ein entsprechendes Konzept wird im heutigen Gemeinderat vorgestellt. Außerdem wird ein passender Antrag auf Förderung für innovative ÖPNV-Projekte behandelt. Das Projekt wird rund 400.000 Euro kosten, 50 Prozent davon sollen gefördert werden. Es handelt sich dabei um eine Ergänzung zum bereits bestehenden Bus und Bahn Angebot. Elektroautos sollen in Peiting unterwegs sein, die auf Zuruf oder per Telefon gebucht werden können. Das Angebot ist kostenfrei. Sollte der Gemeinderat zustimmen, kann eine Testphase ab 2022 starten.
STA: Mordprozess nach Geisterfahrt - 57-Jähriger in München vor Gericht
Im Prozess um eine tödliche Geisterfahrt im Landkreis Starnberg muss sich ab Dienstag (13.00 Uhr) ein Mann wegen Mordes vor dem Landgericht München II verantworten. Laut Anklage hatte der 57-Jährige im April 2020 einen Transporter nahe dem Ort Krailling absichtlich in den Gegenverkehr gelenkt und war dort mit einem anderen Fahrzeug kollidiert. Das entgegenkommende Auto geriet nach Einschätzung der Ermittler durch die Wucht des Aufpralls ins Schleudern und kam erst an einem Baum zum Stillstand. Die Ermittler vermuten, dass der 57-Jährige Suizid begehen wollte. Er überlebte den Unfall, während der 64-jährige Mann am Steuer des entgegenkommenden Autos starb. Für den Prozess sind fünf Verhandlungstage anberaumt.
LAG Auerbergland: Radom und Dorfgemeinschaftshaus Wielenbach Thema
Wegen Corona kommt der Lenkungsausschuss der LAG Auerbergland-Pfaffenwinkel zu seiner Sitzung heute nur virtuell zusammen. Themen sind unter anderem die Machbarkeitsstudie zur Entwicklung des Radoms in Raisting und das geplante Dorfgemeinschaftshaus in Wielenbach. Beim Radom soll es nun mit dem Neuaufbau losgehen. In Wielenbach steht ein möglicher Umbau eines leerstehenden Bankgebäudes im Ortszentrum in ein Dorfgemeinschaftshaus an. Erste Planungen dazu werden heute von Bürgermeister Mansi vorgestellt.
Das Landratsamt Starnberg hat die Corona-Teststation im ehemaligen Undosa in Starnberg geschlossen. Offenbar sei es bei der Übermittlung von Testergebnissen zu Ungereimtheiten gekommen, sagte ein Landratsamtssprecher gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Kunden sollen teilweise keine oder unvollständige Ergebnisse erhalten haben. Außerdem sollen die Tests nicht immer gratis gewesen sein. Der Betreiber weist die Vorwürfe zurück. Gute Nachrichten gibt es aus dem Landkreis Bad-Tölz – Wolfratshausen. Zum ersten Mal seit Monaten muss kein Corona-Patient im Landkreis mehr beatmet werden. Nur noch ein Erkrankter befinde sich auf der Intensivstation, schreibt das Landratsamt.
Ölgeruch am Grönenbach - Feuerwehr Bernbeuren rückt aus
Weil ein beißender Ölgeruch in der Luft lag, rückte gestern Abend die Freiwillige Feuerwehr Bernbeuren aus. Am Grönenbach stellten dann auch die Einsatzkräfte den Ölgeruch fest. Sie errichteten im Bach eine Ölsperre und versuchten die Ursache herauszufinden. Messungen im Grönenbach brachten aber keine Ergebnisse. Auch die Kreisbrandinspektion konnte nichts feststellen. In der Nacht wurde der Einsatz dann wieder beendet. Woher der Ölgeruch kam ist bislang unklar.
Schüler beobachten Wetter im Oberland für die Wissenschaft
Schüler aus dem Oberland überwachen seit Mai und noch bis Juli das Wetter in der Region. Das Projekt wurde von der „Energiewende Oberland“ ins Leben gerufen. Die 50 jungen Beobachter kommen unteranderem aus Geretsried und Garmisch-Partenkirchen. Damit soll Kommunen im Oberland bei der Anpassung an Folgen des Klimawandels unterstützt und Meteorologen geholfen werden Auswirkungen des Wetters besser vorhersagen zu können. In Workshops erfahren die Jugendlichen von Wissenschaftlern mehr zu diesen Themen.
Bald Tempo-30 am Montessori-Kindergarten in Weilheim?
Im Bereich des Montessori-Kindergartens in Weilheim könnte bald ein Tempolimit von 30 km/h gelten. Darüber berät heute der Verkehrsausschuss der Stadt. Die Ausweisung einer Beschränkung in einem Bereich von 300 Metern ist möglich, muss dann jedoch auf die Öffnungszeiten des Kindergartens beschränkt sein. Auch über die Straße „Am Öferl“ wird diskutiert. Hier wurde eine Beschränkung auf Tempo 40 vorgeschlagen. Das Vorhaben wurde aber aus polizeilicher Sicht nicht unterstützt, da die rechtlichen Voraussetzungen für so eine Begrenzung dort nicht gegeben sind.
DAV-"Bergbus": Jungfernfahrt führt heute ins Ammertal
Überfüllte Parkplätze, endlose Staus. Wanderausflügler aus München sorgen regelmäßig für Verkehrsprobleme im Oberland. Der Alpenverein startet daher das Projekt „Bergbus“, der aus der Stadt ins Umland fährt. Heute ist Jungfernfahrt. Am Vormittag fährt der Bus von München nach Ettal. An Board werden Münchner Politiker sein, die vor Ort dann unter anderem von Landrat Anton Speer empfangen werden. Ab 19. Juni ist der DAV Bergbus dann offiziell unterwegs. Zwei Routen führen dann jeweils am Wochenende unter anderem ins Ammertal. Der Bergbus ist als Ergänzung zum ÖPNV-Angebot gedacht. Damit sollen Besucherströme besser gelenkt und ein Verkehrschaos verhindert werden. Touristenhotspots sollen nicht angefahren werden.