Die täglichen News zusammengefasst für Lesbarkeit und Accessibility.
News für den 11. Juni 2021
Lkr. GAP: Eschenlohe lehnt UNESCO-Bewerbung ab
Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen möchte sich für den UNESCO Titel „Alpine und voralpine Wiesen- und Moorlandschaften“ bewerben. Dieses Vorhaben wurde gestern Abend im Gemeinderat von Eschenlohe abgelehnt. Zumindest was das Gebiet der Gemeinde angeht. Das hat Bürgermeister Kölbl gegenüber Radio Oberland mitgeteilt. Die Gemeindeflächen werden nicht zur Verfügung stehen und somit auch nicht als Weltkulturerbe gelten, sollte der Landkreis den Titel nach einer möglichen Bewerbung erhalten.
Auch im April bleibt der Tourismus in Bayern auf Lockdown-Niveau. Das zeigen die aktuellen Zahlen des Landesamtes für Statistik. Auch im Oberland sieht die Lage nicht anders aus. Rund 72.000 Übernachtungen konnten in den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen, Weilheim-Schongau, Starnberg und Garmisch-Partenkirchen im April verzeichnet werden. In den ersten vier Lockdownmonaten des Jahres waren es insgesamt rund 270.000. Also etwa 67.500 pro Monat. Das bedeutet laut Durchschnitt zwar einen leichten Anstieg im April. Trotzdem bleiben die Übernachtungen auf einem niedrigen Niveau.
Social Media Fortbildung im Landkreis Weilheim-Schongau
Wie Social Media heutzutage als Marketinginstrument eingesetzt werden kann, das wird in einer Online-Seminarreihe der Wirtschaftsförderung Weilheim-Schongau erklärt. Die Reihe startet am 17. Juni, bis heute läuft die Anmeldephase dafür. Angesprochen werden sollen damit vor Allem Selbstständige, kleine traditionelle Unternehmen sowie Gründer- und Gründerinnen. Die Seminare sind kostenlos.
In Geretsried hat es heute Morgen einen größeren Polizei- und Feuerwehreinsatz gegeben. Bei Geothermie-Bohrungen wurde versehentlich ein Hauptgasrohr angebohrt. Der Breslauer Weg wurde wegen des Gasaustritts abgesperrt. Rund 50 Personen mussten ihr Anwesen verlassen. Um die Explosionsgefahr zu minimieren, wurde eine Stromabschaltung für das Gebiet veranlasst. Gegen 13:15 Uhr konnte der Einsatz dann wieder beendet werden. Die Absperrmaßnahmen konnten alle wieder aufgehoben werden.
Drei neue Windkrafträder für 14 Millionen Euro. Die werden bald im Gemeindewald von Fuchstal stehen. Das hat der Gemeinderat gestern Abend beschlossen. Mit dem Aufbau geht es im Herbst 2022 los. Und fertiggestellt soll die Maßnahme dann genau ein Jahr später sein.
Landkreis Garmisch-Partenkirchen ist so sicher wie nie
Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen ist so sicher wie nie. Das hat Polizeipräsident Robert Kopp beim heutigen Sicherheitsgespräch des Landkreises verkündet. Drei von vier Straftaten wurden im letzten Jahr aufgeklärt, insgesamt rund 72 Prozent. Im Vergleich: im gesamten Bundesgebiet lag die Aufklärungsquote bei nur rund 57 Prozent. Außerdem ist die Zahl der Straftaten im Landkreis 2020 um knapp 200 Fälle zurückgegangen.
Das Heimatmuseum in Wolfratshausen wird zurzeit modernisiert und umgestaltet. Jetzt hat der Kulturausschuss den Vorentwurf dazu vorgestellt. Für rund eine Million Euro soll ein neues Ausstellungskonzept entstehen. Demnach soll unter anderem künftig die Loisach thematisiert werden. Die Wiedereröffnung des Museums ist für den Herbst 2022 geplant. Und noch eine Entscheidung hat der Ausschuss gestern gefällt: Das Fluss Festival wird wie geplant vom 9. bis 25. Juli stattfinden. Unter Einhaltung der geltenden Hygieneregeln und mit beschränkter Besucheranzahl.
Aquaplaning hat gestern Abend auf der A95 zu einem schweren Verkehrsunfall geführt. Zwei Menschen wurde dabei verletzt. Ein 21-Jähriger kam mit seinem Auto bei Höhenrain auf der regennassen Fahrbahn ins Schleudern und knallte mehrmals gegen die Leitplanken. Die 27-jährige Beifahrerin konnte sich selbst aus dem Fahrzeug befreien, der junge Autofahrer wurde eingeklemmt und musste aus dem Wrack herausgeschnitten werden. Beide wurden leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Der Schaden liegt bei über 15.000 Euro – die A95 war in Richtung Garmisch-Partenkirchen rund eineinhalb Stunden komplett gesperrt.
In Geretsried läuft derzeit ein größerer Polizei- und Feuerwehreinsatz. Bei Geothermie-Bohrungen wurde versehentlich ein Hauptgasrohr angebohrt. Die Leitung wurde zwar abgestellt, trotzdem strömt immer noch Gas aus der Leitung. Teilweise strömte es auch in einen Container dort und sammelte sich darin. Der Breslauer Weg wurde wegen des Gasaustritts abgesperrt. Weitere Maßnahmen werden im Moment von den Einsatzkräften abgestimmt.
Die Polizei im Oberland warnt vor einer neuen Online-Banking-Masche. Trickbetrüger haben in zwei Fällen in Traunstein und Bad Reichenhall so bereits mehr als 190.000 Euro Beute gemacht. Und auch in Weilheim meldet die Polizei einen Fall. Ein 72-jähriger Mann ist Opfer eines versuchten Betrugs am Telefon geworden. Der Weilheimer schöpfte aber Verdacht und ließ seine Konten bei der Bank rechtzeitig sperren. Die Masche der Betrüger: sie entlocken ihren Opfern geschickt Zugangsdaten und Transaktionsnummern für ihr Online-Banking. Dabei fälschen sie oft Webseiten, um an die Daten ihrer Opfer zu gelangen. Diese sehen dem Internetauftritt der Banken oft zum Verwechseln ähnlich, woraufhin die Opfer ihre Daten eingeben. Im Anschluss geben sich die Betrüger am Telefon als Bankmitarbeiter aus und fragen etwa die Transaktionsnummern ab - um dann hohe Summen zu überweisen. Die Polizei rät, niemals vertraulichen Daten wie Passwörter per E-Mail oder Telefon herauszugeben.
Die „Pähler Schlucht“, ein beliebtes Ausflugsziel im Oberland für tausende Menschen pro Jahr ist momentan und auf ungewisse Zeit gesperrt. „Wir haben die Schlucht besichtigt und es herrscht derzeit absolute Lebensgefahr!“, so Bürgermeister Werner Grünbauer. Hintergrund ist Hochwasser. Die Behörden bitten darum, den Bereich aktuell zu meiden. In der Spitze besuchen bis zu 3.000 Personen am Tag die Schlucht.
Weilheim hat sie, Wolfratshausen hat sie – und ab heute hat sie auch die Marktgemeinde Peiting. Eine Sicherheitswacht. Am Nachmittag werden die neuen Sicherheitswachtler durch Polizeipräsident Kopp und Bürgermeister Ostenrieder ins Amt eingeführt. Die neuen Mitglieder bekommen heute ihre Ernennungsurkunde überreicht. Die Ehrenamtlichen sollen in der Marktgemeinde Präsenz zeigen und die Einsatzkräfte unterstützen – sie nehmen aber keine polizeilichen Aufgaben wahr.
Milchbauern protestieren bei Hochland - Auch Oberland-Landwirte sind dabei
Milchbauern demonstrieren heute für Preise von denen sie auch leben können. Auch mehr als 50 Landwirte aus dem Oberland schließen sich dem Protest heute Mittag vor der Allgäuer Molkerei Hochland an. Zahlreiche Milchbauern fahren am Vormittag mit ihren Schleppern in Richtung Lindau. Um 11 Uhr wollen sie dann vor Ort eine Wand aus Ziegeln errichten. Symbolisch für die Molkereien, die beim Preis mauern, heißt es. Milchviehalter beklagen, dass nicht einmal mehr ihre Produktionskosten gedeckt werden. Für viele Betriebe sei das nicht mehr tragbar.
Spatenstich: Breitbandausbau für Peißenberger Außenbereiche
Die Menschen in Peißenberg dürfen sich bald auf schnelleres Internet freuen. In der Marktgemeinde war jetzt Spatenstich für den Breitbandausbau im Außenbereich. Um die Bereiche Ammerhöfe, die Berghofsiedlung oder auch Hohenwart mit einem Breitbandanschluss zu versorgen werden insgesamt 52 Kilometer Kabel und Rohre verlegt. Die Kosten dafür liegen bei rund 1,75 Millionen Euro. Der Großteil davon wird durch den Freistaat gefördert. Im Frühjahr 2022 soll das Projekt abgeschlossen sein.
Corona: Impfquote in STA und GAP liegt bei rund 50 Prozent
Die Corona-Inzidenzwerte sind in den Landkreisen Starnberg und Landsberg am Lech wieder leicht gestiegen. Das meldet das Robert-Koch-Institut heute früh. Beim Impfen geht’s aber weiter voran. Mehr als die Hälfte der Landkreisbürger in Starnberg ist mittlerweile zum ersten Mal geimpft. Insgesamt fast 71.000 Menschen. Ein Großteil der Impfdosen wurde dabei von Hausärzten verabreicht. Und auch im Landkreis Garmisch-Partenkirchen nähert sich die Impfquote der 50-Prozent-Marke. Jeder vierte Landkreisbewohner hat mittlerweile bereits die zweite Impfung erhalten.
Mit dieser Nachricht musste man rechnen: Der Johannimarkt Ende Juni in Weilheim ist jetzt abgesagt worden. Damit werden in der Oberen Stadt sowohl der Fierantenmarkt als auch der Bauernmarkt nicht stattfinden. Die Absage sei in enger Abstimmung mit dem Landratsamt und dem Handelsverband Bayern getroffen worden, sagte die zweite Bürgermeisterin in Weilheim Angelika Flock. Nach wie vor werde den Kommunen landesweit die Durchführung von großen Veranstaltungen und Märkten mit großen Besucherströmen untersagt, heißt es in einer Mitteilung.
Heute Mittag dreht sich im Landratsamt Garmisch-Partenkirchen alles um das Thema Sicherheit im Landkreis. Auf dem Programm steht ein Gespräch zwischen Landrat Anton Speer und dem Präsidenten des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Robert Kopp. Ziel ist es, sich gegenseitig auszutauschen und einen Überblick über die aktuelle Sicherheitslage im Landkreis Garmisch-Partenkirchen zu geben. Diese sogenannten Sicherheitsgespräche finden einmal im Jahr statt. Im Anschluss wird dann die Bilanz für das vergangene Jahr vorgelegt.
Pöcking: LKW-Fahrer will wenden und wird von Lastwagen eingeklemmt
Ein LKW-Fahrer ist gestern in Pöcking von seinem eigenen Laster eingeklemmt und schwer verletzt worden. Der 40-Jährige stieg laut Polizei aus seinem Führerhaus aus, um sich zu vergewissern, ob er problemlos rangieren kann. Offenbar hatte er aber den Rückwärtsgang eingelegt und der LKW kam ins Rollen. Dabei wurde der Andechser zwischen dem Laster und einem geparkten Kleintransporter eingeklemmt und stürzte zu Boden. Der Mann wurde schwer verletzt mit einem Hubschrauber ins UKM nach Murnau geflogen. Die Verletzungen seien aber nicht lebensbedrohlich, sagte die Polizei.
Ammersee: Bürgerkartierung in Herrsching zusammen mit Biologen gestartet
Rund um den Ammersee quälen sich Menschen im Sommer immer wieder mit Mückenplagen. Wie diese entstehen, dass wollen ehrenamtliche Mückenforscher jetzt in Herrsching herausfinden und haben sich professionelle Hilfe geholt. Zusammen mit Biologen soll die Mückenpopulation in der Region erforscht werden. Es werden Wasserproben genommen und Mückenlarven analysiert. So sollen zum einen die Mückenarten ermittelt werden und deren Brutstätten. In den letzten Jahren ist die Mückenplage in Herrsching immer schlimmer geworden.