Dieser Artikel wird präsentiert von

Scharfer Blick

Hunderttausend Menschen lassen sich jedes Jahr die Augen lasern und können so auf eine Brille verzichten.

Lesedauer 3 Minuten
Quelle: ro/Marion Jetter
02.08.2023

Nie wieder eine Brille! Wer auf dicke Gläser oder Kontaktlinsen verzichten will, kann heutzutage den Blick durch einen operativen Eingriff schärfen. Per Lasertechnik wird die Brechkraft der Hornhaut modelliert und so eine Kurz- oder Weitsichtigkeit korrigiert. "Das Risiko für schwerwiegende Komplikationen liegt dabei deutlich unter einem Prozent und kommt sehr selten vor," erklärt Augenarzt Dr. Dietrich Doepner vom Augen-OP- und Laserzentrum Oberbayern. In seinen Praxen hat er bereits über 3.000 Patienten erfolgreich per sogenannter „Lasik-Laser-Methode“ behandelt. 

Für wen ist das Lasern geeignet?

„Im Grunde können wir mittels neuester Lasertechnologie nahezu alle Fehlsichtigkeiten erfolgreich regulieren. Die Korrektur-Höchstwerte liegen beim Lasern etwa bei minus zehn Dioptrien, plus vier Dioptrien und sechs Dioptrien bei Hornhautverkrümmung.“ erklärt der Augenarzt. Abgesehen von der Fehlsichtigkeit sollte das Auge natürlich gesund sein und die Hornhaut eine bestimmte Dicke haben. Für Menschen, die an Erkrankungen wie dem grauen oder grünen Star leiden oder unter 18 Jahre alt sind, taugt das Verfahren nicht. „Denn erst mit etwa 22 Jahren sind die Augen komplett ausgereift und mögliche Wachstumsveränderungen unwahrscheinlich.“ so Dr. Doepner.

Laser-OP – so funktioniert´s

Am häufigsten wird das Femto-Lasik-Verfahren eingesetzt. Dabei wird mit einem Femto-Laser (Femtosekundenlaser) ein Hornhautdeckelchen, ein sogenannter Flap, umgeklappt und das darunter liegende Gewebe korrigiert. Danach wird der Flap zurückgeklappt. Er saugt sich dann fest und wächst innerhalb kurzer Zeit wieder an. Der große Vorteil dieser Methode: Statt mit mechanischen Geräten wird das Hornhautdeckelchen mithilfe von Infrarot-Impulsen aus dem Femtosekundenlaser abgelöst. Das ermöglicht eine präzise Schnittführung und der mechanische Stress ist dabei für das Auge deutlich kleiner als durch ein Skalpell.“ 

Schmerzfreier Eingriff

Viele Menschen haben Angst, dass ein Eingriff im Auge schmerzhaft sein könnte. Dr. Doepner beruhigt: „Keine Sorge. Eine Laser-OP tut überhaupt nicht weh. Sie bekommen Augentropfen als Betäubung. Mehr als einen leichten Druck werden Sie nicht spüren.“

Altersgerechte Alternativen

Im Laufe der Jahre verliert die Augenlinse an Elastizität, was zur sogenannten Alterssichtigkeit führt. Die Sehkraft verschlechtert sich in der Nähe also auf ganz natürliche Weise. Sie sind über 50 Jahre alt? Dann können Sie statt einer Laserbehandlung zum Beispiel einen Linsentausch in Erwägung ziehen. Hier wird die körpereigene Linse durch eine Kunstlinse ersetzt.

EXPERTE: Dr. Dietrich Doepner, Facharzt für Augenheilkunde, ist Leiter des Augen-OP- und Laserzentrums in Oberbayern und Spezialist für Lasik- und Grauer-Star-Operationen.

 

Themen
Teilen
Dieser Artikel wird präsentiert von

WEITERE ARTIKEL

19.12.2025
Grippewelle in Bayern rollt – was es nun zu beachten gibt
Impfen, lüften, Maske auf – viele Menschen liegen gerade mit Grippe flach. Wie schützt man sich vor einer Ansteckung?
24.03.2023
Lerche oder Eule?
Nicht alle Menschen ticken gleich. So unterteilen Mediziner in Morgenmenschen (Lerchen) und Nachtmenschen (Eulen), deren Schlaf- und Wachphasen deutlich voneinander abweichen. 
21.03.2023
Die heilende Kraft der Bäume
Heute am 21.März ist der Internationale Tag der Wälder. Grund genug, zu erklären, weshalb ein „Bad“ im leuchtenden Grün so gesund ist.
14.07.2023
Schwangerschaft und Medikamente
Was ist erlaubt?
28.06.2023
Werbefinanziert
Schonende Behandlungsoption bei starker Fehlsichtigkeit: Die Implantation einer Kontaktlinse
Wie die Implantation einer Kontaktlinse eine wirksame Lösung für Patienten mit Fehlsichtigkeit bietet und zu klarerem Sehen führt
24.05.2023
Covid-19: Ergebnisse der COVITÖLZ-Studie veröffentlicht
Die Hälfte der Befragten leidet länger als drei Monate an den körperlichen und psychischen Folgen einer Corona-Erkrankung