Pollen mist | © Unsplash / Alex Jones

Frühstart in die Pollensaison

Heuschnupfen schon im Winter? Milde Temperaturen und importierte Pflanzen erhöhen die Belastung für Allergiker. Wo Sie im Oberland aktuelle Infos bekommen.

Lesedauer 3 Minuten
Quelle: ro/Marion Jetter
13.03.2023

Laufende Nase, juckende Augen oder Kratzen im Hals: etwa 15 Prozent der Erwachsenen leiden hierzulande an Heuschnupfen. Das bedeutet: ihr Immunsystem reagiert überempfindlich auf harmlose Blütenpollen und versucht diese mit einer Ausschüttung von Histamin zu bekämpfen. Bereits seit Mitte Januar diesen Jahres sind es die Haselpollen, die den Allergikern das Lebens schwer machen. Dabei hat sich die Hauptblüte des Strauchs um etwa zwei Wochen nach vorne verschoben. Ähnliches gilt für weitere Arten wie Erle, Birke und auch Gräser. Das Fatale für Heuschnupfen-Geplagte: sie blühen nicht nur früher, ihre Blühphasen verlängern sich auch nach hinten. Und, diese Erkenntnis ist neu, die Pflanzen produzieren durch höhere Co2-Konzentrationen in der Luft insgesamt auch mehr Pollen. 

Aktueller Pollenflug – Daten direkt aus dem Oberland

Neben speziellen Medikamenten ist die wirksamste Maßnahme nach wie vor das Vermeiden der Pollen bzw. den Kontakt. Und das ist bei uns im Oberland, einfacher als gedacht. Denn hier in Garmisch-Partenkirchen steht eine automatische Pollen-Messstation. Sie war übrigens die erste, die 2018 in Betrieb genommen wurde. Mittlerweile sind es insgesamt acht Stationen im Freistaat, beispielsweise in Altötting und Feucht dazugekommen, unterstützt vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit Unterstützung des bayerischen Landesamtes für Umwelt das elektronische Polleninformationsnetzwerk Bayern (ePIN).

Wie ein Staubsauger saugt das Gerät dauernd Luftpartikel ein. Diese analysiert der Pollen-Monitor dann alle drei Stunden auf allergieauslösende Pollen. Aktuell wird im Oberland ein starker Pollenflug von Hasel und Erle gemessen, üblich für die Jahreszeit. Wer also genau wissen möchte, welche Blütenpollen aktuell umherfliegen und wie Stark die Belastung pro m3 ist, kann sich nahezu in Echtzeit HIER informieren und sich dann gegebenenfalls am nächsten Tag besser nicht im Freien aufhalten.

 

Die wichtigsten allergieauslösenden Pflanzen im Überblick

Hasel: Blütezeit von Februar bis April

Erle: Blütezeit von März bis April

Esche: Blütezeit von April bis Mai

Birke: Blütezeit von März bis Mai

Gräser (Knäuelgras, Lieschgras, Rispengras, Deutsches Weidelgras): Blütezeit von April bis September

Roggen: Blütezeit von April bis August

Gemeiner Beifuß: Blütezeit von Juli bis September

Ambrosia: Blütezeit von Juli bis Oktober

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