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Heizen mit Zukunft: Die richtige Wärmepumpe für jedes Haus

Tipps und Voraussetzungen für die Installation einer effizienten Wärmepumpe in Neubauten und Bestandsgebäuden

Lesedauer 3 Minuten
Quelle: ro / Caro Neumeyer
14.06.2023

Der Einbau einer Wärmepumpe ist im Neubau inzwischen Standard. Bestandsgebäude müssen einige Bedingungen erfüllen.

Eines vorneweg: Grundsätzlich ist jedes Haus, sowohl ein Neu- als auch ein Altbau, für den Betrieb einer Wärmepumpe geeignet. Ein Neubau hat den großen Vorteil, dass die Wärmepumpe von Anfang an als zukunftsfähiges Heizsystem mit eingeplant werden kann. Bei einem bestehenden Gebäude muss jedoch zuerst überprüft werden, wie gut das Haus gedämmt ist, betont Anna Barnickel von der WECHNER Wärmepumpen GmbH aus Peiting. Denn damit sich der Einsatz einer Wärmepumpe lohnt, muss der Wärmebedarf deutlich verringert werden. Dies kann durch Dämmung und gegebenenfalls den Austausch alter Heizkörper gegen eine Flächenheizung erreicht werden, die mit niedrigen Vorlauftemperaturen von 35 Grad oder weniger auskommen.

Damit eine Wärmepumpe in Bestandsgebäuden effizient laufen kann, müssen also erst einige Voraussetzungen erfüllt werden. "Sonst benötigt die Heizung zu viel Strom und bringt weder dem Klima noch dem Konto einen Vorteil", erklärt Anna Barnickel. Eine Komplettsanierung ist in den seltensten Fällen notwendig. Entscheidend ist die Energiebilanz des Hauses und die Vorlauftemperatur des Heizsystems, die idealerweise unter 50 Grad liegen sollte.

Eine Checkliste kann Ihnen helfen, herauszufinden, ob Ihr Haus für die Installation einer Wärmepumpe geeignet ist. Dazu gehört die Möglichkeit, die Vorlauftemperatur der Heizungsanlage auf unter 55 Grad herabzusenken, ein guter Wärmeschutz des Gebäudes durch Fassadendämmung und moderne Fenster, die Überprüfung der Heizkörpergröße (idealerweise eine Fußboden- oder Wandheizung) sowie ausreichend Platz auf dem Grundstück für die Aufstellung der Außeneinheit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe oder eine Erdwärmebohrung. Es sollte auch geprüft werden, ob eine Ergänzung der bestehenden Anlage durch eine Wärmepumpe möglich ist (bivalent) und ob die Wärmepumpe mit einer bereits vorhandenen Photovoltaik- oder Solarthermieanlage kombiniert werden kann.

Bei der Wahl der Heizkörper eignen sich Flächenheizungen wie Fußboden-, Wand- oder Deckenheizungen am besten zur Kombination mit einer Wärmepumpe. "Über die große Fläche kann die Wärme sehr gut an den Raum abgegeben werden. Daher kommt eine Flächenheizung mit niedrigeren Heiztemperaturen aus, welche problemlos von der Wärmepumpe bereitgestellt werden können", erklärt Barnickel. Doch auch ältere Heizkörper schließen den Betrieb einer Wärmepumpe nicht aus. Oftmals sind sie ausreichend dimensioniert, um mit Vorlauftemperaturen von maximal 55 Grad die gewünschte Wärme an den Raum abzugeben. In einigen Fällen genügt es, nur einzelne "zu kleine" Heizkörper gegen größere oder sogar spezielle Wärmepumpenheizkörper bzw. Deckenheizungen auszutauschen. In Altbauten sind Hybridheizungen eine interessante Lösung, bei denen eine Wärmepumpe die Grundversorgung mit Wärme übernimmt und ein Heizkessel an kalten Tagen die Wärmepumpe unterstützt.

Eine sorgfältige Planung und Beratung durch Fachleute wie Anna Barnickel von der WECHNER Wärmepumpen GmbH ist entscheidend, um die passende Wärmepumpe für jedes Haus zu finden und eine effiziente und nachhaltige Heizlösung zu gewährleisten. So können Sie nicht nur von den Vorteilen einer Wärmepumpe profitieren, sondern auch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und langfristig Kosten sparen.

 

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