Skillful students from the Department of Classical Archeology, Faculty of Arts, Trnava University in Trnava, document artifacts and process field documentation. | © Unsplash / Trnava University

Archäologen sichern Funde aus Bronze- und Römerzeit

Lesedauer 1 Minute
Quelle: dpa/lby
16.03.2025

An einem von wenigen oberirdisch sichtbaren Grabhügelfeldern sind im Landkreis Weilheim-Schongau Jahrtausende alte Funde gesichert worden. Archäologinnen und Archäologen hätten mehrere Urnenbestattungen der späten Bronzezeit dokumentiert, teilte das Landesamt für Denkmalpflege mit. 

Es seien in dem Gebiet zwischen Pähl in der Nähe des Ammersees und Wilzhofen Reste von Keramikgefäßen geborgen worden, die damals als Urnen genutzt wurden. Eines der Gräber habe auch eine Schwertbeigabe enthalten. Der Bayerische Rundfunk hatte darüber berichtet. 

Eindrucksvolles Bild der Besiedlungsgeschichte 

Die Funde zeichneten ein eindrucksvolles Bild von der Besiedlungsgeschichte des Weilheimer Beckens, unterstrich das Landesamt. 

Neben mehreren teils reich ausgestatteten bronzezeitliche Gräbern sowie vorgeschichtlichen Siedlungsbelegen sei auch ein Teilstück einer bisher unbekannten römerzeitlichen Straße erfasst werden. Ganz in der Nähe verlief über Weilheim eine römische Fernstraße, von Italien über den Brenner nach Augsburg führte.

Eine Spezialfirma war mit den Grabungen beauftragt worden, um die frühen Schätze vor dem geplanten Ausbau der Bundesstraße 2 zu sichern. Die Grabungen fanden auf einer Länge von mehr als zwei Kilometern entlang der B 2 statt. 

Nicht die ersten archäologischen Untersuchungen

Die archäologischen Arbeiten seien nun abgeschlossen, die Funde geborgen und dokumentiert, sodass einem Fortgang der Bauarbeiten nun aus bodendenkmalpflegerischer Sicht nichts im Wege stehe, erläuterte das Landesamt. 

Das Grabhügelfeld war bereits bekannt. Bereits im späten 19. Jahrhundert fanden hier archäologische Untersuchungen statt.

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