Nachhaltig bauen: Im Kreislaufverfahren lassen sich Holzwerkstoffe immer wieder zu neuen Produkten verarbeiten. | © Foto: DJD/www.megawood.com/Fullhaus
Bild © Foto: DJD/www.megawood.com/Fullhaus

Im Einklang mit der Natur

Kreislaufwirtschaft bei Holzwerkstoffen spart wertvolle Ressourcen ein

Lesedauer 2 Minuten
Quelle: djd / Pressetreff
11.05.2023

Wenn es um das nachhaltige Bauen geht, kommt vielen als erstes Holz in den Sinn. Das Naturmaterial ist nachwachsend, lässt sich vielfältig und einfach verwenden und weist im Vergleich zu anderen Baustoffen eine geringe CO2-Bilanz auf. Hinzu kommt eine einladende Ästhetik, die viele Menschen anspricht. Gerade für den Außenbereich, vom Terrassenbelag über Sichtschutzelemente und Zäune bis zur Fassade, wird Holz gerne genutzt. Allerdings ist dort eine regelmäßige Pflege notwendig, oft mit ungesunden Mitteln, damit das Holz nicht vorzeitig verwittert - womit unnötig Ressourcen und Zeit vergeudet werden. Doch es gibt nachhaltige Alternativen.
 
 Wie Holz - nur deutlich robuster
 
 Durch innovative Verarbeitungsverfahren und Veredelungen werden moderne Holzwerkstoffe deutlich widerstandsfähiger, langlebiger und halten allen Witterungsbedingungen stand. Ein weiterer Vorteil: Das unbedenkliche Material lässt sich in einem geschlossenen Kreislauf über Generationen immer wieder verwenden und weist somit eine nochmals verbesserte ökologische Bilanz auf. Der Holzwerkstoff GCC (German Compact Composite), der etwa zu megawood-Produkten für Terrasse und Garten verarbeitet wird, enthält beispielsweise bis zu 75 Prozent Naturfasern - Restholz aus der Hobel- und Sägeindustrie, das somit sinnvoll weitergenutzt wird. Die Rohstoffe dazu stammen aus nachhaltig bewirtschafteten und PEFC-zertifizierten europäischen Wäldern. Durch die spezielle Zusammensetzung bleiben Optik, Haptik und Geruch des Naturmaterials erhalten, aufwendige Pflege wie regelmäßiges Ölen oder Streichen entfallen. Eine zusätzliche Rohstoffquelle für einen Teil der Produkte bildet recyceltes Kunstharz, das unter anderem aus ausgemusterten Windkraft-Rotorblättern stammt.
 
 Geschlossene Wertstoffkreisläufe
 
 Der hohe Anteil an Holzfasern macht den robusten Werkstoff genauso bearbeitbar wie Hartholz. Ob Sägen, Bohren, Schleifen oder Hobeln, mit den gängigen Werkzeugen lassen sich die Produkte nach Wunsch in Form bringen. Praktisch für den Garten: Ohne gefährliche Splitter ist das Material sehr gut zum Barfußlaufen ohne schmerzhafte Überraschungen geeignet. Unter www.megawood.com gibt es mehr Eindrücke und einen interaktiven 3D-Planer. Die Kreislauffähigkeit ist unter anderem an der unabhängigen Zertifizierung "Cradle to Cradle Certified Gold" abzulesen. Um die Materialrückführung sicherzustellen, gibt es heute ebenfalls intelligente Lösungen: Hausbesitzer schließen dabei einen Nutzungsvertrag auf Basis des Nießbrauchs ab, können die neue Terrasse lange Zeit genießen und haben danach die Sicherheit einer 100-prozentigen Wiederverwendung des Materials. So kann aus Altem wieder Neues entstehen.

WEITERE ARTIKEL

09.05.2023
Immunstress in der Pollenzeit
Wie man eine normale Funktion des körpereigenen Abwehrsystems unterstützen kann
06.06.2023
Mobile Klinik: Ärztliche Hilfe für die Ukraine
Ein deutsches Projekt zur medizinischen Versorgung in Zeiten des Krieges
30.08.2024
Mehr Arbeitslose in Bayern wegen schwacher Konjunktur
Dass die Zahl der Arbeitslosen im Sommer steigt, ist normal. In diesem Jahr verstärkt die schwächelnde Wirtschaft diesen Effekt. Gute Nachrichten gibt es dagegen für die Ausbildungssuche.
09.06.2023
Mona-Lisa Maxim: Die aufstrebende Stimme aus dem Oberland
Von DSDS zur eigenen Karriere - Mit ihrem ersten Song 'Your Heart and Mine' begeistert die 24-jährige Musikerin vom Ammersee
17.01.2024
Helfer vor Ort: professionelle ehrenamtliche Ersthelfer
Vor Ort, bevor die Rettungskräfte es sind – Die ehrenamtlichen „Helfer vor Ort“ (oder auch „First Responder“) kommen zum Einsatz, wenn sie einen Notfall schneller erreichen können als der Rettungsdienst.
17.05.2024
Hochgiftiges Natriumazid löst Polizeieinsatz in Unfallklinik Murnau aus
Ein Berufsschüler kommt mit einem Giftfläschchen in seine Klasse, kurz darauf ist er tot. Auch Mitschüler klagen über medizinische Beschwerden. Erst am späten Abend ist klar, um welche Substanz es sich handelt.