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Investieren in volantilen Zeiten und hoher Inflation

Was mache ich mit meinem Ersparten? Lasse ich es auf dem Konto oder investiere ich? Uwe Lachenschmid von der Sparkasse Oberland klärt auf.

Lesedauer 4 Minuten
Quelle: ro/Marion Jetter
17.02.2023

Das Jahr 2022 war in vielerei Hinsicht ein außergewöhnliches Jahr. In vielen Ländern konnten zwar Fortschritte bei der Überwindung der Covid-Pandemie verzeichnet werden, mit Beginn des Ukraine-Kriegs änderte sich jedoch die Lage in der Weltwirtschaft und an den Märkten. Wir erlebten einen wahren Inflationsschock und die Notenbanken strafften ihre Geldpolitik in Form von Zinserhöhungen – so stark wie seit 40 Jahren nicht mehr. So haben wir an den Kapitalmärkten ein reinigendes Gewitter erlebt - sowohl die Aktien- als auch die Anleihemärkte mussten erheblich Federn lassen. Man könnte auch sagen, dass die Übertreibungen der Nullzinszeit in 2022 in einem Rutsch korrigiert worden sind.

Die passende Anlagestrategie

Der ein oder andere Sparer mag sich nun freuen, dass die Zinsdürrre ein Ende hat und die Zinsjagd mit der Lupe endlich vorbei ist. Allerdings ist mit dem aktuellen als auch zu erwartenden Zinsumfeld nach wie vor kein Blumentopf zu gewinnen, denn positive Realzinsen sucht man bis auf weiteres vergebens. Wer später einmal nicht vor der Situation „Mein Geld ist schon weg, ich bin noch da“ stehen möchte, braucht somit für den realen Vermögenserhalt zusätzliche kapitalmarktorientierte Anlagestrategien. Im Fokus sollte dabei die Beteiligung an der Ertragskraft der Weltwirtschaft stehen und das so breit wie möglich – z. B. über Aktien, Anleihen und Immobilien hinweg - gestreut. Uwe Lachenschmid, Leiter des Wertpapiergeschäfts bei der Sparkasse Oberland: "Der erste Schritt für alle, die investieren wollen ist, zu überlegen, was sind die Ziele und wie lange kann ich auf mein Geld verzichten. Zusätzlich steht die individuelle Risikobereitschaft jedes einzelnen im Mittelpunkt. Wir wollen ja schließlich, dass unsere Kunden nachts noch gut schlafen können. Dabei setzen wir auf einen breiten Mix aus verschiedenen Anlagestrategien, ganz nach dem Motto "breit gestreut - nie bereut." 

Der ideale Einstiegspunkt

Vor allem in volatilen bzw. schwankungsintensiven Zeiten an den Kapitalmärkten und hoher Inflation stellt sich dabei natürlich die Frage, wann der richtige Einstiegszeitpunkt gekommen ist. Wie sich die Märkte entwickeln, kann niemand exakt voraussehen. Obwohl es den richtigen Einstiegszeitpunkt nicht gibt, neigt man dazu, diesen stets aufs neue festzulegen, Hauptsache nicht heute. Wir sind der Meinung, der beste Einstiegszeitpunkt ist immer jetzt. Das ist unsere tiefe Überzeugung – zumindest für Anlegerinnen und Anleger die mittel- bis langfristig von der Ertragskraft der Weltwirtschaft profitieren und nicht kurzfristig auf „wilde“ Spekulation setzen wollen. Diese Grundannahme gilt auch und besonders in Krisenzeiten! Dabei ist uns völlig klar, dass es psychologisch gesehen für die meisten eine große Herausforderung ist, in stagnierende oder gar fallende Märkte, einzusteigen und Geld zu investieren. Allerdings wurde das Ende einer Krise noch nie an einem bestimmten Tag ausgerufen – das warten lohnt sich meisten nicht. Es ist fast schon eine feststehende Gesetzmäßigkeit, dass sich Märkte früher oder später wieder erholen. 

Nur wie sollte der Einstieg unabhängig von bestimmten Marktphasen bzw. Timing-Gedanken nun erfolgen? 

Unsere clevere Formel für die Geldanlage in schwankungsreichen Zeiten

50-24-1

 

 

 

Steigende oder gleichbleibende Märkte

50% der Anlagesumme direkt investieren, um an einer positiven Marktentwicklung zu partizipieren.

 

 

 

Abwärtsbewegungen oder Kursschwankungen

50% der Anlagesumme über einen Einzahlplan über 24 Monate anlegen. Auch bei zwischenzeitlichen Abwärtstrends entsteht ein guter durchschnittlicher Einstiegspreis.

 

 

 

Langfristige Entwicklungen

Die Geldanlage durch 1 regelmäßigen Fondssparplan (- pro Einzelfonds) ergänzen, um langfristige Marktentwicklungen zu nutzen.

 

Mit dieser Vorgehensweise (die jederzeit individuell angepasst werden kann) stellt sich die Frage nach dem richtigen Einstiegszeitpunkt nicht. Denn Sie sind auf unterschiedliche Marktphasen eingestellt. Über das langfristige Sparen machen Sie sich von temporären Kursschwankungen unabhängiger. Lassen Sie sich nicht aus dem (Anlage-)Konzept bringen, denn gerade in turbulenten Börsenzeiten ist eine ruhige Börsenhand unerlässlich!

 

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