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Vor der Heizungssanierung

Die Vorlauftemperatur und das Wärmegefühl über den Winter prüfen

Lesedauer 3 Minuten
Quelle: ro / Caro Neumeyer / Wechner Wärmepumpen
02.11.2023

Wenn die kalte Jahreszeit näher rückt und die Heizungen wieder auf Hochtouren laufen, denken viele Menschen über eine Heizungssanierung nach. Doch bevor man sich auf den Weg zu einem energieeffizienteren Zuhause macht, gibt es einige wichtige Aspekte zu beachten. Einer der entscheidendsten Faktoren bei einer Heizungssanierung ist die Vorlauftemperatur.

Die Vorlauftemperatur: Der Schlüssel zur Effizienz

Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur, mit der das Heizwasser von der Heizquelle zu den Heizkörpern oder der Fußbodenheizung gelangt. Sie beeinflusst maßgeblich, wie effizient Ihre Heizung arbeitet und wie wohl Sie sich in Ihrem Zuhause fühlen.

Eine genaue Messung ist entscheidend

Um festzustellen, welche Vorlauftemperatur in Ihrem Haus notwendig ist, sollten Sie diese bei frostigen Außentemperaturen (-5 °C oder kälter) messen. Die präziseste Methode hierfür ist die Verwendung eines Datenloggers, der für weniger als 100,- € online erhältlich ist. Wenn Sie keinen Datenlogger zur Hand haben, können Sie sich auf Ihr persönliches Wärmegefühl verlassen. Spüren Sie, dass Ihr Zuhause bei diesen niedrigen Temperaturen ausreichend warm ist?

Bereiten Sie sich vor

Sobald Sie sich auf eine Frostperiode vorbereitet haben (mindestens eine Woche mit Temperaturen unter 0°C), können Sie mit dem Test beginnen. Senken Sie die Vorlauftemperatur Ihres aktuellen Heizsystems auf 50°C oder sogar noch niedriger und stellen Sie alle Heizkörper auf Stufe 3. Vergessen Sie dabei keinen Ihrer Heizkörper, auch wenn einige selten benutzt werden. Dieser Test simuliert die Bedingungen, die eine Wärmepumpe bei der Arbeit bewältigen muss.

Warum 50°C optimal sind

Für Wärmepumpen ist eine Vorlauftemperatur von maximal 50°C ideal, um effizient zu arbeiten. Studien, wie die des Fraunhofer ISE im Rahmen von "Wärmepumpen im Bestand", haben gezeigt, dass 75-90% der Heizwärme bei Außentemperaturen von bis zu -5°C zur Verfügung stehen müssen. Wenn es Ihnen gelingt, Ihr Zuhause bei dieser niedrigen Vorlauftemperatur komfortabel warm zu halten, wird Ihre zukünftige Wärmepumpe effizient und kostensparend arbeiten.

 

© Fraunhofer ISE

Ein Blick in die Zukunft

Sollten Sie feststellen, dass Ihre aktuelle Vorlauftemperatur weit über 50°C liegt, sollten Sie in Erwägung ziehen, Ihre Heizkörper auszutauschen oder sogar auf ein Flächenheizsystem wie Fußboden-, Wand- oder Deckenheizung umzusteigen. Wie Sie dies am besten bewerkstelligen und welche Möglichkeiten sich bieten, erfahren Sie in einem Beratungsgespräch mit einem Fachmann.

Eine Heizungssanierung erfordert sorgfältige Planung und Überlegung. Die Vorlauftemperatur ist ein entscheidender Faktor, um sicherzustellen, dass Ihr Heizsystem effizient und kostensparend arbeitet. Machen Sie sich bereit für den Winter und prüfen Sie, ob Ihre Heizung den kommenden Anforderungen gewachsen ist.

 

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