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Die passende Wärmepumpe für jedes Haus

Der Einbau einer Wärmepumpe ist im Neubau inzwischen Standard. Bestandsgebäude müssen einige Bedingungen erfüllen.

Lesedauer 3 Minuten
Quelle: ro/Marion Jetter
10.08.2023

Eines vorneweg: Grundsätzlich ist jedes Haus, sowohl ein Neu- als auch ein Altbau für den Betrieb einer Wärmepumpe geeignet. Ein Neubau hat den großen Vorteil, dass die Wärmepumpe von Anfang an als zukunftsfähiges Heizsystem mit eingeplant werden kann. Anna Barnickel von der WECHNER Wärmepumpen GmbH aus Peiting: „In Neubauten ist die Wärmepumpe mittlerweile auch das meist eingebaute Heizsystem. Bei einem bestehenden Gebäude muss zuerst überprüft werden, wie gut das Haus gedämmt ist. Denn damit sich der Einsatz einer Wärmepumpe lohnt, muss der Wärmebedarf deutlich verringert werden.“ Und das geschieht mittels Dämmung und eventuell durch den Austausch alter Heizkörper gegen eine Flächenheizung. Sie kommen mit niedrigen Vorlauftemperaturen, 35 Grad oder weniger, aus. 

Wichtige Voraussetzungen

Damit eine Wärmepumpe in Bestandsgebäuden effizient laufen kann, müssen also erst einige Voraussetzungen erfüllt werden. „Sonst benötigt die Heizung zu viel Strom und bringt weder dem Klima noch dem Konto einen Vorteil.“ so Anna Barnickel. Eine Komplettsanierung ist in den seltensten Fällen notwendig. Entscheidend ist die Energiebilanz des Hauses und die Vorlauftemperatur des Heizsystems. „Die kann man direkt am Heizkessel ablesen und sie sollte idealerweise unter 50 Grad liegen.“ 

Checkliste: Ist mein Haus für die Installation einer Wärmepumpe geeignet?

  • Kann die Vorlauftemperatur der Heizungsanlage auf unter 55 Grad herabgesenkt werden? 
  • Guter Wärmeschutz des Gebäudes: lässt durch Fassadendämmung und moderne Fenster Wärmeverlust verbessern.
  • Heizkörpergröße überprüfen: ideal ist eine Fußbodenheizung oder eine Wandheizung. So reichen geringe Heizwasser-Temperaturen, um das Haus zu erwärmen.
  • Ist genügend Platz auf dem Grundstück für die Aufstellung der Außeneinheit einer Luft-wasser-Wärmepumpe oder eine Erdwärmebohrung?
  • Ist eventuell auch eine Ergänzung der bestehenden Anlage durch eine Wärmepumpe möglich (bivalent)?
  • Kann die Wärmepumpe mit einer möglicherweise bereits vorhandenen Photovoltaik- oder Solarthermieanlage kombiniert werden?

Welche Heizkörper kann man verwenden?

Flächenheizungen wie Fußboden-, Wand- oder Deckenheizungen eignen sich am besten zur Kombination mit einer Wärmepumpe. Anna Barnickel. „Über die große Fläche kann die Wärme sehr gut an den Raum abgegeben werden. Daher kommt eine Flächenheizung mit niedrigeren Heiztemperaturen aus, welche problemlos von der Wärmepumpe bereitgestellt werden können.“

Doch auch ältere Heizkörper schließen den Betrieb einer Wärmepumpe nicht aus. Häufig sind sie ausreichend dimensioniert, um mit Vorlauftemperaturen von maximal 55 Grad die gewünschte Wärme an den Raum abzugeben. In vielen Fällen genügt es, nur einzelne "zu kleine" Heizkörper gegen größere oder sogar gegen sogenannte Wärmepumpenheizkörper/Niedertemperatur-Heizkörper bzw. Deckenheizungen auszutauschen. In Altbauten sind Hybridheizungen eine interessante Lösung, wo eine Wärmepumpe die Grundversorgung mit Wärme übernimmt und ein Heizkessel an kalten Tagen die Wärmepumpe unterstützt.

 

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