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News für den 27. April 2026

Kochel: Gemeinderat soll Bekenntnis zum geplanten Bauhof-Standort abgeben

Nächster Schritt für den geplanten Bauhof in Kochel: Nachdem der Standort in den vergangenen Jahren mehrfach geändert wurde, soll der Gemeinderat heute ein Bekenntnis zum Standort am Fußballplatz abgeben. Das sagte Bürgermeister Jens Müller gegenüber Radio Oberland. Außerdem will das Gremium die Bauleitplanung in Auftrag geben. Kochel will den Bauhof-Neubau gemeinsam mit der Gemeinde Schlehdorf stemmen. Die Kosten liegen bei 3,5 bis 4 Millionen Euro. Wenn alles nach Plan läuft, könnte im nächsten Jahr Baustart sein.

Betroffene Orte: Kochel a. See
Themen: Kochel, Politik, Gemeinderat

Rehkitzrettungssaison im Oberland - Ab wann die ehrenamtlichen Wildtierretter wieder unterwegs sind

Die Ehrenamtlichen der Wildtierrettung Pfaffenwinkel suchen Jahr für Jahr Felder und Wiesen ab, um Rehkitze vor Unfällen mit Mähwerken zu retten. Dazu sind unter anderem Drohnen im Einsatz die die Wiesen abfliegen. Ab wann die Retter wieder unterwegs sind, haben wir Andreas Wachlinger von der Wildtierrettung gefragt.

„Unsere Saison beginnt mit dem ersten Schnitt des Landwirtes. Wenn der Landwirt seine erste Mahd begeht, beginnt für uns der Zeitpunkt, an dem wir unsere Drohnen auspacken und unser Equipment zusammenräumen und an die Wiesen fahren um vor dem ersten Schnitt die Rehkitze zu detektieren und aus der Wiese zu nehmen.“

In der Regel wird die erste Mahd Mitte Mai begonnen, sagt Wachlinger. Das ist leider genau zur Rehkitzzeit, wenn die Kitze das erste Mal ins hohe Gras gesetzt werden.

Starnberger Stadtrat spricht über neues Parkleitsystem

Seit Jahrzehnten wird in Starnberg über ein Parkleitsystem diskutiert. Aus Kostengründen wurde die Installation immer wieder verschoben. Jetzt startet die Stadt einen neuen Anlauf. Das dynamische Modell soll Autofahrer künftig in Echtzeit zu freien Stellplätzen in den Tiefgaragen führen. Die Kosten für das Parkleitsystem werden auf rund 610.000 Euro geschätzt. Ein Teil davon könnte gefördert werden, außerdem sollen sich die privaten Tiefgaragenbetreiber beteiligen. Über das weitere Vorgehen entscheidet heute Abend der Stadtrat.

Betroffene Orte: Starnberg
Themen: Starnberg, Politik, Stadtrat, Verkehr

Glasfaserausbau in Seeshaupt: Vorarbeiten starten demnächst

In Seeshaupt startet jetzt der Glasfaserausbau. Die Deutsche Telekom beginnt in den kommenden Wochen mit den ersten Vorarbeiten. Danach werden die Leitungen verlegt und später die Hausanschlüsse angeschlossen. Während der Bauarbeiten kann es vorübergehend zu Verkehrsbehinderungen kommen. Die Gemeinde spricht von einem wichtigen Schritt für schnelle und stabile Internetverbindungen.

Betroffene Orte: Seeshaupt

Geretsrieder Mittelschüler tauschen Klassenzimmer gegen Plenarsaal im bayerischen Landtag

Statt ins Klassenzimmer geht’s für die Schüler der Mitteschule Geretsried heute in den Plenarsaal im bayerischen Landtag. Im Rahmen des Planspiels „Der Landtag sind wir“ schlüpfen die Jugendlichen einen Tag lang in die Rolle der Abgeordneten. Sie spielen anhand eines Fallbeispiels einen Gesetzgebungsprozess im Landtag durch. Die Schüler dürfen dabei im Plenum diskutieren, beratschlagen und dann selbst abstimmen. Ziel ist es, dass die Jugendlichen Politik hautnah und ganz praktisch kennenlernen.

Betroffene Orte: Geretsried, München

Starnberg: Kreistag entscheidet über Austritt des Landkreises aus dem Abwasserverband Starnberger See

Der Landkreis Starnberg soll aus dem Abwasserverband Starnberger See austreten. Das empfiehlt jetzt der Kreisausschuss dem Kreistag. Hintergrund ist vor allem das Thema Energieversorgung.

Durch einen Austritt des Landkreises könnte der Verband seinen Energieanbieter wechseln. Das wäre laut Begründung des Gremiums vergaberechtlich und wirtschaftlich vorteilhaft. Einen Antrag auf Strombezug bei dem entsprechenden Anbieter darf der Verband nur stellen, wenn alle Verbandsmitglieder auch Mitglieder des Versorgerunternehmens sind. Der Landkreis ist das stand jetzt als einziges Mitglied nicht und kann es aktuell auch nicht werden. Laut Verwaltung hätte ein Austritt keine Nachteile. Endgültig entscheiden muss heute der Kreistag.

Danach braucht es noch die Zustimmung von zwei Dritteln der Verbandsmitglieder und der Regierung von Oberbayern.

Betroffene Orte: Starnberg

Reinigungs- und Wartungsarbeiten in den Tunneln Oberau und Farchant stehen an

Tausende Autos und Lastwagen fahren täglich durch die Tunnel in Oberau und Farchant. Der viele Verkehr und seine Abgase hinterlassen Spuren. In den kommenden zwei Wochen werden die Tunnel deshalb intensiv gereinigt und gewartet.

Los geht es ab heute im Tunnel Oberau. Bis zum 5. Mai ist jeweils eine Tunnelröhre gesperrt. Da das Gegenverkehrsprinzip noch nicht freigegeben ist, wird ein Teil des Verkehrs durch Oberau umgeleitet. Das Staatliche Bauamt Weilheim wartet hier noch auf die Messergebnisse der zuletzt durchgeführten Brandversuche. Im Farchanter Tunnel starten die Wartungs- und Reinigungsarbeiten am 6. Mai und dauern zwei Tage. In dieser Zeit geht es dort im Gegenverkehr durch die jeweils offene Röhre. 

Betroffene Orte: Oberau, Farchant

Marienbrücke zwischen Wolfratshausen und Egling zwei Tage gesperrt

Die neue Woche beginnt für Autofahrer zwischen Wolfratshausen und Egling etwas mühsam: Die Staatsstraße über die Marienbrücke ist heute und morgen halbseitig gesperrt. Grund dafür sind Prüfungen und Untersuchungen an der Brücke. Laut dem Staatlichen Bauamt Weilheim regelt eine Ampel den Verkehr. Trotzdem rechnet die Behörde mit Staus und Behinderungen. Ab Mittwoch ist die Straße wieder frei. Auf dem Geh- und Radweg der Brücke finden dann aber noch weitere Untersuchungen statt.

Betroffene Orte: Wolfratshausen, Egling

Kurz vor der Borkenkäfer Saison - Experte schätzt die Lage im Oberland ein

Im vergangenen Jahr ist das Oberland beim Borkenkäfer vergleichsweise glimpflich davongekommen. Die Zahl der befallenen Bäume ist gesunken. Vor dem Start der neuen Saison hoffen deshalb viele, dass sich die Lage in den Wäldern entspannt hat. Wie ein Experte die Situation einschätzt, wie der Schädling durch den Winter gekommen ist und warum die kommenden Wochen für den Verlauf der Saison entscheidend sind, erfahrt ihr im Interview mit Korbinian Wolf. Er ist Bereichsleiter Forsten am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Holzkirchen und hat damit auch den Überblick über die Lage im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen.

2025 hat es im Oberland weniger Schäden durch Borkenkäfer gegeben? Konnten sich die Baumbestände dadurch erholen?

Korbinian Wolf, Bereichsleiter Forsten am AELF:

„Auch wenn die Schäden durch den Borkenkäfer letztes Jahr überschaubar waren, heißt das nicht, dass sich die Bäume erholen konnten und jetzt resistenter gegen den Schädling sind. Ganz essenziell ist der weitere Witterungsverlauf. Haben wir ein kühles und feuchtes Frühjahr, sind die Bäume gut wasserversorgt, haben weniger Stress und der Borkenkäfer kann sie nicht so leicht befallen. Das ist das entscheidende Kriterium für die Bäume“.

Wie schätzen Sie den Borkenkäfer-Bestand ein und wie hoch ist die Gefahr in diesem Jahr?

Korbinian Wolf, Bereichsleiter Forsten am AELF: 

„Wir schätzen die Gefahr durch den Borkenkäfer auch dieses Jahr als nicht ganz gering ein. Es gibt noch genügend Borkenkäfer, die in den Bäumen unter der Rinde oder im Boden überwintern konnten und je nach Witterungsverlauf eine große Gefahr für unsere Fichtenwälder in diesem Jahr darstellen. Dies hängt aber ganz wesentlich vom weiteren Witterungsverlauf ab“.

Der Winter war relativ kalt, im Januar gab es eine Kältewellt? Wie hat der Borkenkäfer die Witterung überstanden?

Korbinian Wolf, Bereichsleiter Forsten am AELF:

„Die Kältewelle im Januar und der relativ kalte Winter haben keine Auswirkungen auf die Entwicklung des Borkenkäfers gehabt. Der Käfer kommt sehr gut mit kalten und trockenen Wintern zurecht. Deutlich größere Probleme hätte er mit feuchten, milden Wintern, in denen er häufig von Pilzen befallen wird und abstirbt. Daher war dieser Winter aus Sicht des Borkenkäfers kein Problem“.

Welche Gebiete im Oberland sind besonders anfällig für Borkenkäfer und wo liegen die Problemregionen?

Korbinian Wolf, Bereichsleiter Forsten am AELF:

„Die Problemregionen in Bezug auf den Borkenkäfer im Oberland sind aus unserer Sicht vor allem die Fichtenreinbestände, in welchen keine Mischbaumarten wie Tanne und Buche vorkommen und welche auf flachgründigen, südseitigen Standorten wachsen. Dort besteht die große Gefahr, dass diese Böden sehr schnell austrocknen, die Fichte in Trockenstress gerät und daher leicht vom Borkenkäfer befallen werden kann. Darüber hinaus sind vor allem die Bereiche, die durch den Hagelsturm 2023 geschädigt worden sind, besonders gefährdet, vom Borkenkäfer befallen zu werden. Hier gilt es, in diesem Jahr einen Fokus darauf zu richten und diese Wälder intensiv zu überwachen und zu kontrollieren“.

Die Hauptflugzeigt der Borkenkäfer beginnt in den nächsten Wochen – was können Waldbesitzer aktuell tun?

Korbinian Wolf, Bereichsleiter Forsten am AELF:

„Entscheidend bis zur Hauptflugzeit des Borkenkäfers ist, dass die Waldbesitzer jetzt noch einmal intensiv ihre Wälder auf Borkenkäferbefall kontrollieren. Vor allem sollten sie Bereiche kontrollieren, wo in der Vergangenheit schon Borkenkäferbefall stattgefunden hat oder aufgerissene Waldränder sind. Borkenkäferbefall erkennt man momentan daran, dass entweder die Krone rot ist, die Nadeln runterfallen, im Wipfelbereich Spechteinschläge sind oder die Rinde sich ablöst. Hier gilt es, möglichst schnell die Bäume zu fällen, aufzuarbeiten und aus dem Wald zu entfernen“.

Welche Faktoren sind jetzt ausschlaggebend, für den Verlauf der Borkenkäfersaison?

Korbinian Wolf, Bereichsleiter Forsten am AELF:

„Für den Verlauf der heurigen Borkenkäfersaison ist ganz entscheidend der weitere Witterungsverlauf im Frühjahr und Frühsommer. Haben wir eine feuchte und kühle Witterung, so sind die Bäume vital und können sich gut gegen den Borkenkäfer durchsetzen. Ist die Witterung dagegen trocken, geraten die Fichten in Stress und können leicht vom Borkenkäfer befallen werden. Daher ist der weitere Witterungsverlauf ganz entscheidend dafür, wie sich die Borkenkäfersaison in diesem Jahr entwickelt“.

Hier gibt es weitere Infos zum Bayerischen Borkenkäfer-Monitoring.

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen, Weilheim i. OB, Schongau, Starnberg, Bad Tölz, Wolfratshausen, Landsberg am Lech

Dietramszell: 60-jähriger Rennradfahrer verstirbt nach Sturz

Nach einem gemeinsamen Ausflug mit seiner Ehefrau hat sich am Samstag ein Mann aus München noch mal alleine auf den Weg gemacht. Als der 60-Jährige nicht mehr zurückkommt, beginnt eine Suchaktion – mit traurigem Ende. Nach Angaben der Polizei war der Mann bei Dietramszell mit seinem Rennrad gestürzt und später an seinen Verletzungen gestorben. Ersten Ermittlungen zufolge hätte der 60-Jährige in einer Rechtskurve die Kontrolle über sein Rad verloren.

Betroffene Orte: Dietramszell

Senior mit Waffe in psychischem Ausnahmezustand - SEK in Geretsried im Einsatz

Ein Senior mit einer Waffe hat in Geretsried zum Start des Wochenendes einen Einsatz des Sondereinsatzkommandos ausgelöst. Der 75-Jährige soll sich am Freitagabend in einem psychischen Ausnahmezustand befunden haben. Angehörige hatten die Beamten informiert, dass der Mann im Besitz einer Schusswaffe sei. Spezialeinsatzkräfte nahmen den Mann schließlich in Gewahrsam. Die Waffe wurde sichergestellt. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand nicht.

Betroffene Orte: Geretsried

Vollsperrung des Ettaler Bergs nach Motorradunfall

Auf der B23 am Ettaler Berg hat es gestern einen schweren Motorradunfall gegeben. Der Biker war bergauf unterwegs, als er in einer der unteren Kurven die Kontrolle über seine Maschine verlor und anschließend gegen eine Felswand prallte. Der Motorradfahrer verletzte sich dabei und wurde zur Behandlung in das Klinikum nach Garmisch-Partenkirchen gebracht. Für die Sicherung der Unfallstelle musste der Ettaler Berg zwischenzeitlich vollgesperrt werden. Die anschließenden Aufräumarbeiten fanden unter halbseitiger Sperrung statt.

Betroffene Orte: Ettal

Landeswettbewerb der Wasserwacht Bayern: Ortsgruppe Penzing zieht ins Bundesfinale ein

Beim Landeswettbewerb der Wasserwacht Bayern in Viechtach haben sich am Wochenende knapp 130 Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer aus dem Freistaat gemessen. Im Mittelpunkt standen Teamarbeit, Schnelligkeit und rettungsdienstliches Fachwissen. Die Teilnehmer absolvierten realitätsnahe Übungen im Wasser und an Land. In der Kategorie „Gemischte Mannschaft (ab 18 Jahre)“ setzte sich die Ortsgruppe Penzing aus dem Landkreis Landsberg am Lech gegen die Konkurrenz durch. Damit haben sich die Rettungsschwimmer aus dem Oberland gleichzeitig für das Bundesfinale im September qualifiziert.

Betroffene Orte: Penzing