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News für den 08. April 2026

STA: "Wohnen mit Hilfe" - Pflegekonferenz stellt neues Projekt vor

Die einen suchen Wohnraum, die anderen brauchen ein wenig Unterstützung im Alltag. Das Projekt „Wohnen mit Hilfe“ im Landkreis Starnberg bringt beide Gruppen zusammen. Die Idee: Junge Menschen wohnen günstiger und unterstützen im Gegenzug ältere Menschen im Alltag, teilt die Pflegekonferenz des Landkreises mit. Am Nachmittag wird das Projekt im Seniorentreff Starnberg vorgestellt.

Betroffene Orte: Starnberg
Themen: LK Starnberg, Wohnen

Reichling: Durchsuchung nach Anti-Gas-Protest - Karlsruhe eingeschaltet

Nach dem Protest auf einem Gasbohrturm bei Reichling beschäftigt der Fall jetzt das Bundesverfassungsgericht. Ein Aktivist geht nach einer Hausdurchsuchung juristisch dagegen vor und hält sie für unverhältnismäßig.

Auslöser war eine Kletteraktion auf den Bohrturm in Reichling im September vergangenen Jahres. Danach ermittelte die Polizei unter anderem wegen Hausfriedensbruchs. Bei einer beteiligten Person durchsuchten die Beamten das Zimmer im Elternhaus und suchten nach Computern und Handys als Beweismitteln. Die Initiative „Ende Gelände“ und ihr Anwalt sehen darin wegen einer gewaltfreien Protestaktion einen unverhältnismäßigen Eingriff in die Grundrechte des Aktivsten. Deshalb haben sie Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe eingelegt. 

Betroffene Orte: Reichling
Themen: Institution, Gericht, Reichling

Windach: Ungesicherte Ladung löst großen Feuerwehreinsatz aus

Im Landkreis Landsberg hat eine schlecht gesicherte Gefahrgut-Ladung einen großen Feuerwehreinsatz ausgelöst. In einem Lastwagen auf einem Industriegelände in Windach waren mehrere Kanister mit hochkonzentrierter Milchsäure verrutscht. Dabei wurden Behälter beschädigt und Flüssigkeit lief aus. Mehrere Feuerwehren und Spezialkräfte rückten an, um die Lage zu sichern. Die ausgelaufene Säure wurde neutralisiert, verletzt wurde niemand. Gegen den Fahrer und den Verantwortlichen fürs Beladen wird jetzt ermittelt. 

Betroffene Orte: Windach
Themen: LK Landsberg am Lech, Feuerwehr

Vom Wind abgetrieben: Polizei rettet zwei Frauen auf dem Starnberger See

Rettungseinsatz auf dem Starnberger See. Zwei Frauen sind in einem Schlauchboot vom Wind abgetrieben worden. Eine Tutzingerin hatte die beiden gestern Nachmittag auf dem See entdeckt und die Polizei alarmiert. Die Wasserschutzpolizei traf die Frauen aus München auf dem Wasser an. Nach ersten Erkenntnissen war eines der Ruder beschädigt, außerdem trugen die beiden keine Schwimmwesten. Wegen des starken Winds kamen sie nicht mehr zurück ans Ufer. Die Frauen wurden an Bord genommen und unverletzt zum Dampfersteg in Tutzing gebracht. 

Betroffene Orte: Starnberg
Themen: Starnberger See

Mittenwald: Prozess gegen Karwendelbahn-Chef geht in nächste Instanz

Der Prozess um den Vorstand der Karwendelbahn in Mittenwald geht in eine neue Runde. Die Staatsanwaltschaft hat nach dem Freispruch für Bahnchef Wolfgang Reich Berufung eingelegt. Damit landet der Fall jetzt vor dem Landgericht München I. Reich war vorgeworfen worden, 120.000 Euro unrechtmäßig aus dem Vermögen der Karwendelbahn AG auf sein eigenes Konto gebracht zu haben. Er hatte die Vorwürfe immer zurückgewiesen. Die Staatsanwaltschaft hält nach eigener Einschätzung zumindest eine teilweise Verurteilung weiter für möglich. Um die Karwendelbahn und ihren Vorstand gibt es seit Jahren immer wieder juristischen Streit. 

Betroffene Orte: Mittenwald
Themen: Landgericht, Karwendelbahn AG

Traubing: Polizei nennt neue Details zu schwerem Motorradunfall auf der B2

+++ Update – 08.04.2026 – 08:40 Uhr +++

Die Polizei hat neue Details zu dem schweren Unfall auf der B2 bei Traubing bekannt gegeben. Eine 40-jährige Motorradfahrerin aus München wurde dabei gestern schwer verletzt. Nach Angaben der Beamten stieß sie mit dem Wagen einer 84-jährigen Frau aus Tutzing zusammen, als diese nach links abbiegen wollte. Die Motorradfahrerin hatte laut Polizei gerade eine Fahrzeugschlange überholt und dabei eine durchgezogene Linie überfahren. Sie kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus, die Autofahrerin blieb unverletzt. Die B2 war rund eineinhalb Stunden gesperrt. 

+++ Ursprüngliche Meldung – 07.04.2026 – 17:30 Uhr +++ 

Nach einem schweren Unfall auf der B2 Höhe der Ausfahrt Traubing ist die Straße aktuell vollgesperrt. Nach ersten Informationen der Polizei ist es zu einem Verkehrsunfall zwischen einer Motorradfahrerin und einem Auto gekommen. Die Motorradfahrerin ist dabei schwer verletzt worden und wird laut den Beamten aktuell vor Ort noch erstversorgt. Wie lange die Straße gesperrt bleibt, ist unklar. Sobald es mehr Infos dazu gibt, erfahrt ihr es bei uns.  

Betroffene Orte: Tutzing
Themen: Traubing, Verkehr, Bundesstrasse, B2, Unfall

Mehr Orientierung für Besucher: Starnberg baut neues Fußgängerleitsystem auf

In Starnberg sollen neue Informationssäulen künftig Besuchern den Weg weisen und für eine bessere Orientierung sorgen. Die rot-grauen Stelen stehen seit einigen Tagen am Bahnhof See und am Kirchplatz. Sie zeigen wichtige Ziele und Sehenswürdigkeiten in der Stadt. Vorbild für das neue Fußgängerleitsystem ist die Gemeinde Tutzing. Im Laufe des Jahres sollen in Starnberg zwei weitere Säulen dazukommen. Langfristig ist ein Fußgängerleitsystem für die ganze Stadt geplant – vorausgesetzt, der Haushalt lässt es zu. 

Betroffene Orte: Starnberg
Themen: Starnberg

Playoff-Halbfinale beginnt: Oberland-Eishockeyspieler in München und Mannheim gefragt

Die Oberland-Spieler Maxi Kastner, Yasin Ehliz und Konrad Abeltshauser starten heute mit dem EHC Red Bull München ins Playoff-Halbfinale der Deutschen Eishockey-Liga. Die Münchner treffen in ihrer Serie auf die Adler Mannheim, die mit Torhüter Maximilian Franzreb aus Bad Tölz ebenfalls einen Oberland-Spieler im Kader haben. Los geht die Serie um 19:30 Uhr in Mannheim. 

Betroffene Orte: München
Themen: Sport, Eishockey, DEL, EHC Red Bull München

Lawinengefahr im Oberland steigt: Warum dieser Winter so gefährlich war

Für alle, die heute im Oberland in den Bergen unterwegs sind, gilt: Die Lawinengefahr steigt wegen des sonnigen Wetters von mäßig auf erheblich – also auf Stufe 3 von 5. Gefährlich ist es vor allem über 1800 Metern im Wetterstein und Karwendel. Der Blick nach Europa insgesamt zeigt, wie ernst die Lage in diesem Winter war: 135 Menschen kamen bei Lawinen ums Leben – so viele wie seit Jahren nicht mehr. Ein Experte der Lawinenwarnzentrale Bayern ordnet die Zahlen im Interview ein und gibt Tipps.

Warum ist die Zahl der Lawinentoten in diesem Winter so hoch?

Christoph Hummel von der Lawinenwarnzentrale Bayern:

„Aus lawinenkundlicher Sicht ist die Tatsache, dass es diesen Winter besonders viele Lawinentote gegeben hat, ziemlich sicher damit zu erklären, dass der Winter ein ausgeprägter Altschneeproblem-Winter war. Das heißt, dass wir den ganzen Winter über an der Basis der Schneedecke schwache, instabile Schichten hatten“.

Sind die Wintersportler auch unvorsichtiger geworden in den Bergen?

Christoph Hummel von der Lawinenwarnzentrale Bayern:

„Ich würde nicht sagen, dass die Menschen in den Bergen unvorsichtiger geworden sind. Es sind ja heutzutage viel mehr Menschen im Gebirge unterwegs als früher, und die Zahl der Unfälle ist nicht im gleichen Verhältnis gestiegen. Man könnte also sogar sagen, statistisch gesehen sind die Menschen vorsichtiger geworden“.

Trotz der hohen Opferzahlen also kein Grund zur Panik?

Christoph Hummel von der Lawinenwarnzentrale Bayern:

„Als Erstes müssen wir akzeptieren, dass Bergsport, genauso wie jeder andere Natursport oder Outdoorsport, ein gewisses Restrisiko in sich hat. Wenn mehr Menschen den schönen Bergsport genießen und betreiben wollen, dann passieren auch öfter Unfälle mit Personenbeteiligung“.

Wir können Wintersportler das Risiko minimieren?

Christoph Hummel von der Lawinenwarnzentrale Bayern:

„Alle, die rausgehen und abseits der gesicherten Pisten Wintersport betreiben in den Bergen, sollten sich mit dem Thema Lawinenkunde beschäftigen. Da gibt es Kurse dazu, da gibt es auch viele Bücher, Literatur dazu, und vieles muss man einfach praktisch draußen erlernen“.

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen, Weilheim i. OB, Starnberg, Landsberg am Lech, Bad Tölz
Themen: Lawinengefahr, Karwendel, Werdenfelser Land

Trotz Fachkräftemangel: Über 1.300 neue Azubis im Oberland

Fachkräfte bleiben in vielen Branchen weiterhin Mangelware – Dieser Zustand macht auch vor dem Oberland nicht Halt. Gute Nachrichten gibt’s jetzt von der Industrie und Handelskammer für München und Oberbayern. In den Oberland Landkreisen haben im vergangenen Jahr über 1.300 neue Azubis in IHK-Berufen ihre Ausbildung begonnen. Die demnach beliebtesten Jobs in unserer Heimat sind in der Hotellerie und im Einzelhandel.

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen, Starnberg, Weilheim i. OB, Landsberg am Lech, Bad Tölz
Themen: Beruf, Azubis, IHK

Brutzeit an Isar, Loisach und Ammer: Rücksicht auf seltene Vögel

Wer aktuell an Isar, Loisach oder Ammer unterwegs ist, sollte Rücksicht auf seltene Vogelarten nehmen. Mit dem Frühling kehren Kiesbrüter wie Flussuferläufer und Flussregenpfeifer ins Oberland zurück. Naturschützer haben mögliche Brutplätze deshalb mit gelben Warnschildern markiert. Spaziergänger und Hundebesitzer sollen die Schutzbereiche beachten, Hunde anleinen und auf den Wegen bleiben. So können die vom Aussterben bedrohten Vögel ungestört brüten und ihre Jungen aufziehen. Einige Kiesbänke zwischen Baierbrunn und Schäftlarn bleiben bis Mitte August ganz gesperrt. 

Betroffene Orte: Weilheim i. OB, Starnberg, Bad Tölz, Garmisch-Partenkirchen, Landsberg am Lech
Themen: Ammer, Isar, Loisach

Unfall bei Penzberg: Buskollision und weiterer Crash in der Folge

Ein Busunfall hat in Penzberg den Feierabendverkehr teilweise lahmgelegt. Zwischen Bichl und Penzberg geriet gestern Abend laut Polizei ein 36-jähriger Bad Heilbrunner auf Höhe des Solarparks auf die Gegenspur und stieß dort einem Linienbus zusammen. Der Autofahrer wurde leicht verletzt. Die Fahrgäste im Bus und der Fahrer kamen mit dem Schrecken davon. In der Folge passierte dann noch ein weiterer Unfall: Wegen herumliegender Fahrzeugteile musste eine 42-jährige Penzbergerin eine Vollbremsung machen. Ein Motorradfahrer dahinter schaffte das nicht mehr, fuhr auf und wurde ebenfalls leicht verletzt. Die Staatsstraße war für rund eineinhalb Stunden gesperrt. Der Schaden beträgt rund 11.500 Euro.

Betroffene Orte: Penzberg
Themen: Penzberg, Verkehr, Unfall

Spritdiebstähle im Oberland: Polizei sieht keine Häufung, gibt aber Tipps

Ob die Spritpreise nach der Waffenruhe im Iran-Krieg wieder sinken, ist noch unklar. Diesel kostet aktuell so viel wie nie. Das hat zuletzt auch im Oberland zu Spritdiebstählen geführt. Täter zapften unter anderem Treibstoff aus geparkten Lastwagen ab. Eine Häufung solcher Fälle beobachtet die Polizei derzeit aber nicht, sagte ein Sprecher auf Anfrage. Die Beamten raten trotzdem zu Vorsicht: Tanks und Dieselbehälter sichern, Betriebsgelände gut beleuchten, Zufahrten kontrollieren oder absperren und größere Dieselvorräte nicht frei zugänglich lagern. 

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen, Weilheim i. OB, Starnberg, Bad Tölz, Landsberg am Lech
Themen: Polizei, Delikt, Diebstahl, Verkehr, Auto, Diesel

Haftstrafen für Einbrecher – wo sie im Oberland zugeschlagen haben

Mehrjährige Haftstrafen für zwei Einbrecher: Das Landgericht Traunstein hat zwei Männer verurteilt, die unter anderem für Einbrüche in Eschenlohe und Wolfratshausen verantwortlich sind. Die Täter waren im Juni vergangenen Jahres im Landkreis Mühldorf am Inn auf frischer Tat festgenommen worden. Ihnen wurden zahlreiche weitere Einbrüche nachgewiesen. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd wertet das Urteil als großen Ermittlungserfolg im Kampf gegen die organisierte Einbruchskriminalität. 

Betroffene Orte: Wolfratshausen, Eschenlohe
Themen: Landgericht, Eschenlohe, Wolfratshausen, Polizei, Delikt, Einbruch