Balkonkraftwerk | © shutterstock/Mariana Serdynska
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Solarstrom vom eigenen Balkon.

Schon gehört? Ein Balkonkraftwerk ist eine kleine Solaranlage, die in Deutschland bis zu 600 Watt Strom einspeisen darf. Was Sie dazu wissen sollten.

Lesedauer 3 Minuten
Quelle: ro/Marion Jetter
07.03.2023

Sie sind gerade in aller Munde, sogenannte Stecker-Solargeräte, die von Privatpersonen relativ einfach am eigenen Balkon befestigt werden können. Aus Sonnenlicht erzeugen diese kleinen Photovoltaiksysteme dann elektrischen Strom, den ein Wechselrichter in „Haushaltsstrom“ umwandelt. Klaus Hochwind von der 17er Oberlandenergie GmbH: „Im einfachsten Fall lassen sich diese Mini-Solaranlagen einfach mit einem Stecker in einer Steckdose einstecken. Der erzeugte Strom fließt dann in den eigenen Haushalt ein. Dadurch wird insgesamt der Stromverbrauch reduziert und der Zähler dreht sich etwas langsamer.“

Muss ein Balkonkraftwerk genehmigt werden?

Da es sich bei diesen Mini-Kraftwerken nicht um eine "Anlage" im technischen Sinn handelt, sondern eher um ein stromerzeugendes Haushaltsgerät, braucht es auch keine Genehmigung, weiß Klaus Hochwind. „Beim Stromerzeuger, also Netzbetreiber, anmelden müssen Sie das Gerät aber schon.“ Bei den meisten funktioniert das online. 

Was sollte man beim Kauf beachten?

„Ganz wichtig ist, dass Sie auf Qualität achten und sich am besten im Fachhandel beraten lassen.“ empfiehlt Klaus Hochwind.  Der enthaltene Wechselrichter muss eine Konformitätserklärung gemäß VDE AR 4105 enthält, nur dann darf er am Stromnetz betrieben werden. Achten Sie auch darauf, dass der Wechselrichter auf eine Ausgangsleistung (AC-Leistung) von maximal 600 Watt (AC) begrenzt ist. 

Wo kann das Stecker-Solargerät moniert werden?

Wie der Name schon sagt, sind die  kleinen Stecker-Solargeräte dafür gedacht, dass Privatpersonen sie selbst anbringen, anschließen und direkt nutzen. Am einfachsten funktioniert das am Geländer eines Balkons. Sie können es aber auch auf die Terrasse oder in den Garten stellen. Für Miet- und Eigentumswohnungen gilt: Wenn Sie das Solarmodul an der Balkonbrüstung oder der Hauswand anbringen wollen, müssen Vermieter:in oder Eigentumsgemeinschaft in der Regel zustimmen. 

Lohnt sich die Installation?

Diese Mini-Solarsysteme produzieren in der Regel genug Strom, um an sonnigen Tagen einen wesentlichen Teil der Grundlast und der Mittagsspitze eines Haushaltes zu decken. Klaus Hochwind: „Ein Standardsolarmodul mit 380 Watt Leistung, das senkrecht an einem Südbalkon montiert wurde, liefert etwa 280 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Ihr Strombezug reduziert sich dadurch etwa um die gleiche Menge, wenn Sie den Strom im Haushalt, also zum Betrieb eines Kühlschrank oder einer Waschmaschine, direkt verbrauchen können.“ 
 

Check­liste: Solargerät installieren und anmelden

Erlaubnis einholen: Bei Fassaden zur Straße brauchen Bewohner das Einverständnis des Vermieters oder der Eigentümer­gemeinschaft, weil ein Solarmodul den optischen Eindruck des Hauses verändert. 

Förderung mitnehmen: In einigen Kommunen, Bundes­ländern und Regional­verbänden werden Mini-Solar­anlagen gefördert, meist mit 100 Euro oder mehr. Nach­fragen lohnt also. 

Anlage anmelden: Auch kleine Solar­anlagen sind beim lokalen Netz­betreiber und bei der Bundes­netz­agentur anzu­melden. Die genaue Ober­grenze bestimmt die Ausgangs­leistung des Wechsel­richters: Sie darf maximal 600 Watt betragen.

Sicher montieren: Das Solargerät muss sturm­fest verschraubt sein. Wer sich nicht sicher ist: Unter balkon.solar finden Sie eine Anleitung zum richtigen anschließen der Anlage. Wichtig: An eine Steckdose darf immer nur ein einziges Stecker-Solargerät bzw. ein Wechselrichter angeschlossen werden. Die Kopplung von mehreren Geräten über eine Mehrfachsteckdose ist sehr gefährlich.

 

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