Solar panels in the midday sun on a house roof | © Unsplash / Watt A Lot
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Lohnt sich eine Solaranlage?

Eine Photovoltaik-Anlage verwandelt Sonnenlicht in Strom. Thomas Feistl erklärt, wie sie funktioniert und was Sie für Planung wissen müssen.

Lesedauer 4 Minuten
Quelle: ro/Marion Jetter
14.03.2023

Sie sind in aller Munde und sollen laut Thomas Feistl von der 17er Oberlandenergie GmbH bis 2050 rund 70 Prozent des internationalen Energiebedarfs decken: die Rede ist Photovoltaikanlagen, ein wichtiger Baustein der Energiewende. Die Solarmodule wandeln das Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom um. Über einen Wechselrichter wird der erzeugte Gleichstrom dann in Haushaltsstrom mit 230 Volt umgewandelt. „Wer also ein Eigenheim mit freier Dachfläche oder auch einen Carport oder eine Garage besitzt, sollte sich immer darüber nachdenken, ob es nicht Sinn macht PV-Anlage zu installieren.“ so Thomas Feistl. „Die rechnet sich bei den derzeitigen Strompreisen auch in relativ kurzer Zeit. Vor allem wenn man mit dem selbst erzeugten Strom auch ein E-Auto betankt, also quasi kostenlos.“  

Wer darf eine Photovoltaik-Anlage installieren?

Im Grunde darf sich jede Privatperson und jedes Unternehmen eine Solarstrom- oder Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage) anschaffen. Wohnen Sie in einer Eigentums- oder Mietwohnung müssen die (Mit-)Eigentümer:innen bzw. die Vermieter:innen zustimmen. Die Zustimmung der der Eigentümer:innen bzw. der Vermieter:innen brauchen Sie auch dann, wenn Sie ein Stecker-Solargerät  auf dem Balkon installieren möchten. Infos HIER.

Theoretisch dürfen Sie selbst die Solarmodule auf dem Dach anbringen. Davon raten Fachleute allerdings ab, da die Hersteller ihre jahrzehntelangen Garantien von einer fachgerechten Montage abhängig machen. Den Anschluss an die Hauselektrik und ans Stromnetz muss ohnehin von an einem Elektrofachbetrieb erledigt werden.

Lohnt sich eine Photovoltaik-Anlage?

Wenn Sie etwas für Umwelt und Klima tun möchten, lautet die Antwort eindeutig: Ja! Doch auch aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten lohnt sich die Installation einer PV-Anlage, bestätigt Thomas Feistl von der 17er Oberlandenergie GmbH. Vor allem dann, wenn Sie einen Teil des Sonnenstroms selbst verbrauchen. Also für Kühlschrank, Waschmaschine, Computer und im Idealfall, so Thomas Feistl, für das Betanken eines Elektrofahrzeugs. Denn langfristig gesehen müssen Sie viel weniger bezahlen als für den Strom aus dem Netz. Zahlen belegen: Rund 30 Prozent des Stromverbrauchs kann bei einer typischen PV-Anlage direkt selbst verbraucht werden. Wird dazu noch ein Batteriespeicher eingebaut, können rund 70 Prozent erreicht werden. „Den Strom aus Ihrer PV-Anlage, den Sie nicht selbst verbrauchen, können Sie in das öffentliche Netz einspeisen. Dafür erhalten Sie eine Einspeisevergütung, die ebenfalls zur Wirtschaftlichkeit der Anlage beiträgt.“ so Feistl.

 

Gut zu wissen: Seit 30. Juli 2022 bzw. 1.Januar2023 ist eine Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) in Kraft: Nehmen Sie jetzt eine neue PV-Anlage in Betrieb, erhalten Sie eine höhere Vergütung pro Kilowattstunde als früher. Für Anlagen bis 10 kWp sind das 8,2 Cent pro Kilowattstunde für die Strommenge, die Sie nicht selbst nutzen, sondern ins Stromnetz einspeisen. Für neue Anlagen, die seit 1. Januar 2023 in Betrieb gehen, wird auch die technische Vorgabe abgeschafft, dass nur höchstens 70 Prozent der PV-Nennleistung in das öffentliche Netz eingespeist werden dürfen. Anlagen mit Volleinspeisung erhalten einen noch höheren Vergütungssatz: Anlagen bis 10 kWp erhalten 13,0 Cent pro kWh. 

Flexibel mit einem eigenen Batteriespeicher

Mit einem Speichersystem für zu Hause können Sie tagsüber einen Teil Ihres selbst erzeugten Sonnenstroms zwischenspeichern, um ihn abends und in der Nacht bis zum nächsten Morgen zu verbrauchen. Erzeugt die Photovoltaikanlage mehr Strom als aktuell verbraucht wird, lädt der Speicher, anstatt den Strom ins öffentliche Netz einzuspeisen. Besteht mehr Strombedarf als die PV-Anlage liefern kann – wie nachts oder in der Dämmerung – kann durch das Entladen des Speichers zeitversetzt der auf dem Dach erzeugte Strom genutzt werden.

 

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