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Heizungssanierung mit Wärmepumpe

Kosten im Blick behalten

Lesedauer 3 Minuten
Quelle: ro / Caro Neumeyer
27.07.2023

Die Aussage, dass eine Heizungssanierung mit Wärmepumpe teuer ist, bedarf einer differenzierten Betrachtung. Es ist richtig, dass der Wechsel von einem Heizsystem auf ein anderes in der Regel teurer ist als ein einfacher Austausch der bestehenden Heizung. Bei einem solchen Austausch, beispielsweise von einer Gastherme oder Ölheizung, fallen deutlich geringere Kosten an. Auch bei Bestandskunden, die lediglich ihre Heizung erneuern, sind die Kosten entsprechend niedriger.

Die höheren Kosten entstehen, wenn Hausbesitzer sich dazu entscheiden, von einem Heizsystem auf ein anderes umzusteigen. In solchen Fällen sind umfangreichere Umbaumaßnahmen erforderlich, was wiederum höhere Kosten mit sich bringt. Derzeit liegen die Kosten für eine solche Umrüstung zwischen 20.000 und 60.000 Euro. Es ist wichtig zu beachten, dass diese Kosten unabhängig vom gewählten Heizsystem anfallen, sei es eine Pellets-Heizung, ein Fernwärmeanschluss oder eine Wärmepumpe. Ein konkretes Angebot über 60.000 Euro für den Wechsel von einer Ölheizung auf Pellets liegt sogar vor.

Wie kommen diese Kosten zustande?

Bei älteren Heizungen kann der Heizungsbauer in der Regel nur wenig vom bisherigen System wiederverwenden. Alles, was nicht fest in den Wänden verbaut ist, muss ausgetauscht werden. Dies liegt daran, dass das neue Heizsystem nicht mit dem alten kompatibel ist. Zudem müssen oft die Verrohrung im Technikraum, Pufferspeicher und die Warmwasseraufbereitung angepasst werden. Es ist auch sinnvoll, gleichzeitig andere Komponenten wie Umwälzpumpen, Ausdehnungsgefäße oder Heizungspumpen auszutauschen, um den Stand der Technik zu gewährleisten.

Bei einer Wärmepumpe kommen zusätzliche Kosten für die Erschließung der Quelle hinzu, wie beispielsweise eine Brunnenbohrung für einen Saug- und Schlagbrunnen bei einer Grundwasser-Wärmepumpe oder Erdreicharbeiten bei einer Erdreich-Wärmepumpe. Bei Pelletsheizungen müssen Räume für die Pelletslagerung geschaffen werden, während bei Fernwärme die Verlegung von Rohren im eigenen Grundstück erforderlich sein kann. In einigen Fällen können die Kosten ähnlich hoch sein wie bei einem Neubau.

Ein konkretes Beispiel: Wenn ein Kunde seine Ölheizung auf eine Luft-Wärmepumpe umrüstet, können die Investitionskosten einschließlich Öltankentsorgung, Elektrik und Fundament grob bei 50.000 Euro liegen. Mit einer Förderung von 40 Prozent reduzieren sich die Kosten auf 30.000 Euro.

Unsere Erfahrung zeigt, dass sich der Einsatz einer Wärmepumpe entweder günstiger gestalten kann oder sich aufgrund der eingesparten Betriebskosten langfristig rechnet, wenn Kunden von Gas oder Öl auf Fernwärme, Pellets oder Wärmepumpe umsteigen.

Es ist ratsam, die Kosten für eine Heizungssanierung mit Wärmepumpe genau zu kalkulieren und individuelle Gegebenheiten zu berücksichtigen. Eine professionelle Beratung durch Experten ist dabei unerlässlich, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können.

 

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