Advent, Advent, ein Lichtlein brennt – gilt diese Tradition in Zeiten der Energiekrise überhaupt noch oder sollte die Weihnachtsbeleuchtung dieses Jahr besser ausgeschaltet bleiben? | © Shutterstock/Remark Anna
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Festliches Funkeln

Wie wir bei der Weihnachtsbeleuchtung Strom und Geld sparen

Lesedauer 3 Minuten
Quelle: ro/Marion Jetter
28.11.2022

Leuchtende Christbäume und opulent funkelnde Sterne: in der Adventszeit strahlen Lichterketten von Fenstern, Balkongeländern und Vorgärten. Doch macht die Energiekrise die Weihnachtsbeleuchtung zu einer teuren Angelegenheit? Wir haben bei Energieexperte Thomas Feistl von der 17er Oberlandenergie GmbH nachgefragt.

Weniger ist mehr

Weihnachtsbeleuchtung gehört in der dunklen Jahreszeit einfach dazu, sorgt für eine wohlige, gemütliche Stimmung und lässt ganz unbewusst die Vorfreude auf die Weihnachtszeit aufkommen. Thomas Feistl rät: „Sie brauchen ja nicht den gesamten Vorgarten in ein leuchtendes Winterwunderland zu verwandeln, mit einer einzelnen Lichterkette am richtigen Platz lassen sich auch schöne Akzente setzen.“

Alte Lichter durch LED ersetzen

Haben Sie noch eine alte Lichterkette mit Glühlämpchen im Schrank? Dann lohnt sich vielleicht eine Neuanschaffung. Thomas Feistl: „Bei einer Brenndauer von täglich zwölf Stunden kommen Sie im Schnitt auf sechs Euro pro Lichterkette, mit neuen LED-Ketten auf weniger als einen Euro. Also abhängig vom aktuellen Strompreis.“ Und die Verbraucherzentrale gibt dem Energieexperten recht: Lichterketten oder -schläuche mit LED-Lampen benötigen im Vergleich zu konventionellen Glüh- oder Halogenlampen rund ein Zehntel des Stroms. Vor allem halten sie auch deutlich länger.

Experten-Tipp:
-    Beim Kauf einer Lichterkette auf das Energielabel achten: A steht für einen geringen Verbrauch, G für einen sehr hohen.
-    Die elektrische Leistungsaufnahme in Watt ist eine weitere wichtige Kennzahl: je niedriger die Watt-Angabe auf der Verpackung, desto geringer ist der Stromverbrauch.
-    Die richtige Farbtemperatur: LEDs mit weniger als 3.000 K sorgen für warmweißes, gelbliches und gemütliches Licht. Bei Werten um die 4.000 Kelvin spricht man von neutralweißem, bei über 5.000 K von bläulich kaltem Licht.

Smarte Beleuchtung

Je kürzer die Lichter leuchten, desto weniger Strom wird verbraucht. Thomas Feistl rät zu einer Zeitschaltuhr zwischen Steckdose und Lichterkette. „Diese trennt die Lichter vom Netz und sorgt dafür, dass Sie das Ausschalten nicht vergessen und die Beleuchtung nur so lange leuchtet, wie sie das eingestellt haben.“ Zusatzfunktionen wie einen kunterbunten Farbwechsel oder blinkende Lichter können den Energieverbrauch unnötig in die Höhe treiben. Eine lohnende Alternative sind neue Solar-LED-Lichterketten. Sie werden automatisch durch das Tageslicht aufgeladen und leuchten dann im Dunkeln ohne einen einzigen Cent zu verbrauchen.

Echte Kerzen als natürliche Alternative

Keinen Strom verbrauchen echten Kerzen. Die Brandgefahr ist jedoch, gerade am Christbaum, sehr hoch, weil sich trockene Zweige leicht entzünden können. Sie sollten also keinesfalls unbeaufsichtigt bleiben. Und was ist mit batteriebetriebenen Baumkerzen? Also solche, die kabellos per Batterie und Fernbedienung zum Leuchten gebracht werden. Thomas Feistl sieht hier keine lohnende Alternative zu klassischen Lichterkette mit Stecker. „Batteriestrom ist 300-mal teurer als Strom aus der Steckdose. Außerdem halten die Batterien nicht lange und müssen mehrmals in der Weihnachtszeit ausgewechselt bzw. Akkus aufgeladen werden.“

Kerzen verbreiten ein natürliches und festliches Licht
Kerzen verbreiten ein natürliches und festliches Licht
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