Jenny Ueberberg charging a Tesla Model 3.   | © Unsplash / Jenny Ueberberg
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Die Reichweite von E-Autos erhöhen

Auf dem Elektro-Automarkt gibt es Stromfresser und Reichweitenkönige: Doch eine große Batterie ist nicht unbedingt entscheidend.

Lesedauer 3 Minuten
Quelle: ro/Marion Jetter
21.03.2023

Was ein Benziner oder Diesel in etwa verbraucht, wissen die meisten Autofahrer. Doch wie sieht es bei einem Elektroauto aus? Gerade wer sich erst vor Kurzem ein E-Auto angeschafft hat, muss vermutlich erst noch Erfahrungen sammeln, vor allem, was die Reichweite betrifft. Die hängt in aller erster Linie von der Größe, sprich der Kapazität der Batterie ab, weiß Klaus Hochwind von der 17er Oberlandenergie GmbH. Also ganz simpel: je größer der Akku, desto weiter kann man mit dem E-Auto fahren.

 

Individuelles Fahrverhalten entscheidet

Ganz so einfach ist es aber doch nicht. Klaus Hochwind: „Ein entscheidender Faktor ist das eigene Fahrverhalten. Wer auf der Autobahn mit Vollgas dahin brettert, braucht sich nicht zu wundern, wenn die Reichweite kürzer ist als bei jemanden, der kontinuierlich mit 120 bzw. 130 Stundenkilometern fährt und dabei zusätzliche Energiesauger wie Sitzheizung oder Klimaanlage ausschaltet.“ Übrigens: Im Windschatten eines anderen Autos zu fahren, spart Energie und erhöht somit die Reichweite.

 

Günstiger tanken

Was kostet denn eigentlich eine „Tankfüllung“ eines E-Autos im Vergleich zum klassischen Verbrenner? Klaus Hochwind: „Wenn man von einer klassischen 60 KW-Batterie ausgeht, liegen die Kosten pro Tankfüllung aktuell bei etwa 24 bis 25 Euro, natürlich abhängig vom aktuellen Strompreis.“ Das ist in jedem Fall günstiger als eine Benzin- oder Dieseltankfüllung.“

Die besten Tipps um die Reichweite zu erhöhen


Clever Laden

Regelmäßiges und frühzeitiges Laden zu Hause, am Arbeitsplatz oder an einer öffentlichen Ladestation verhindert "Ladestress" für den Akku. Darunter versteht man, dass der Akku plötzlich viel Energie aufnehmen muss.

 

Gleichmäßige Fahrweise 

Gerade im Stadtverkehr mit seinen vielen Stop-and-go-Momenten kostet Beschleunigung Reichweite. Sanftes Gas geben ("das Pedal streicheln") bzw. Bremsen hilft Energie zu sparen und schont die Batterie.  

 

Rekuperation - Bremsenergie zum Aufladen nutzen

Sobald der Fahrer "vom Gas" geht, wird der Elektromotor in seiner Funktion umgedreht, er wird zum Generator. Dann speist er die Bremsenergie in den Akku ein. E-Mobilisten können in der Stadt durch Nutzung der Rekuperation 20 Prozent mehr Reichweite erzielen.

 

Eco-Modus einschalten

Der Eco-Modus entspricht einer Reihe von Einstellungen, zu denen eine reduzierte Höchstgeschwindigkeit und ein eingeschränkter Betrieb von Heizung und Klimaanlage gehören. 

 

Überlegt heizen bzw. klimatisieren

Die Reichweite verringert sich um bis zu einem Viertel, wenn man Heizung oder Klimaanlage während der Fahrt schon beim Laden klimatisieren.  

 

Kein überflüssiger Ballast

Nehmen Sie alle überflüssigen Gegenstände aus dem Kofferraum, die Sie nicht wirklich brauchen. Denn jedes Zusatzkilo erhöht beim Beschleunigen den Stromverbrauch. Das gilt noch mehr für Gepäck auf dem Dach.  

 

Reifendruck überprüfen

Auch auf den Reifendruck sollte man achten. Hersteller geben aus Komfortgründen oft nur der Mindestdruck an. Eine Erhöhung des Reifendrucks um 0,2 Bar ist beim Fahrkomfort kaum zu spüren, reduziert aber den Verbrauch, ohne dass es Einbußen bei der Sicherheit gibt. 

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