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Arbeitssucht

Wenn einem die Arbeit keine Ruhe lässt

Lesedauer 2 Minuten
Quelle: ro/ Marina Meirich
01.06.2023

Was ist Arbeitssucht?

Bei dem Wort „Sucht“ denken die meisten vermutlich an Alkohol oder Nikotin. Eine Sucht muss aber nicht immer an eine Substanz gebunden sein, es gibt nämlich auch sogenannte Verhaltenssüchte. Und dazu gehört zum Beispiel die Arbeitssucht. Das ist das übermäßige und unkontrollierte Verlangen nach Arbeit. Das Ganze ist zwar nicht offiziell als Diagnose anerkannt, aber es kann schwerwiegende Folgen haben. Bei der Entstehung von Arbeitssucht spielen unterschiedliche Faktoren eine Rolle. Zum Beispiel persönliche Eigenschaften, soziale Umstände und auch die Arbeitsplatzsituation. Wer arbeitssüchtig ist, entwickelt klassische Merkmale wie starkes Verlangen nach Arbeit, Kontrollverlust oder auch psychosoziale Probleme. Es werden also andere Lebensbereiche für die Arbeit vernachlässigt und Betroffene können nur schwer nach Feierabend oder im Urlaub abschalten. Folgen sind Müdigkeit, Niedergeschlagenheit und körperliche Erschöpfung. Das kann im schlimmsten Fall zu Burnout und Depressionen führen.

Nicht immer erkennen die Betroffenen die Arbeitssucht selbst. Wenn Kollegen oder Vorgesetzte Symptome einer Sucht erkennen, sollten sie darauf aufmerksam machen. Bemerkbar machen kann sich das durch extrem viele Überstunden, keine Fehlzeiten oder aufgeschobene Urlaubstage.

Was können Betroffene tun?

Zunächst ist es oft schwer für die Betroffenen, sich die Probleme einzusgestehen. Oft wird die Sucht geleugnet oder Ausreden gesucht. Helfen können dabei Angehörige, Freunde oder Kollegen, vielleicht auch eine Selbsthilfegruppe. Je nachdem welche Ausprägung vorliegt, können dann unterschiedliche Unterstützungs- bzw. Behandlungsmaßnahmen zum Einsatz kommen. Zum Beispiel eine ärztliche Behandlung oder Psychotherapie. Im Vordergrund steht dabei der Umgang mit dem Suchtverhalten. Und im Laufe der Zeit soll eine gesunde Beziehung zur Arbeit aufgebaut werden.

Nur weil jemand für seine Arbeit brennt und öfter mal Überstunden macht, liegt aber nicht gleich eine Sucht vor. Achten Sie trotzdem auf eine gesunde Work-Life-Balance und versuchen Sie nach der Arbeit mit Sport oder Meditation auf andere Gedanken zu kommen.

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