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News für den 10. August 2026

Mann bei Sprung in Sylvensteinsee schwer verletzt - Wasserwacht appelliert zur Vorsicht

Ein schwerer Unfall am Sylvensteinsee zeigt, wie gefährlich Sprünge von der Faller-Klamm-Brücke sind. Ein junger Mann sprang dort am Sonntag mit Hilfe eines Trampolins in den See und schlug mit dem Bauch auf dem Wasser auf. Er wurde schwer verletzt und mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Die Wasserwacht warnt deshalb noch einmal eindringlich vor solchen Sprüngen. Der Wasserstand im Sylvensteinsee ist derzeit besonders niedrig, die Fallhöhe noch größer als sonst. Der Appell: Kein Video, keine Mutprobe und kein Kick ist es wert, dafür die eigene Gesundheit oder das Leben zu riskieren.

Themen: Sylvensteinspeicher, Wasserwacht, Wasser

Mehrere Straftaten im Oberland - 34-Jähriger muss sich vor Gericht verantworten

Er soll im Oberland mehrere Straftaten begangen haben, deswegen findet sich ein 34-Jähriger heute auf der Anklagebank des Landgerichts München wieder. Und die Liste der Vorwürfe ist lang: Der Angeklagte muss sich unter anderem wegen versuchten Raubs, Körperverletzung oder auch versuchter schwerer Brandstiftung verantworten. So soll der Mann beispielsweise in seinem Zimmer in einer Asylunterkunft in Steingaden ein Feuer entfacht haben. Ein Urteil wird Anfang September erwartet.

Themen: Institution, Gericht, Landgericht

Versorgungslücken vermeiden - Blutspendeaktion in Murnau

Es ist nur ein kleiner Piecks, aber er reicht schon aus, um Leben zu retten. Durch Blutspenden können wir alle zu Lebensrettern werden. Gerade jetzt in der Ferienzeit ist Blutspenden besonders wichtig, denn in den Sommermonaten sind die notwendigen Konserven oftmals Mangelware, darauf weist der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuz immer wieder hin. Bei den aktuell hohen Temperaturen sind die Konserven nicht lange haltbar. Dazu kommt das viele Spender im Urlaub sind. Wer helfen möchte Versorgungslücken zu vermeiden kann heute nach Murnau kommen. Dort sind die Helfer des BRK ab 15:30 Uhr im Gymnasium vor Ort.

Betroffene Orte: Murnau a. Staffelsee
Themen: Gesundheit, BRK, Blutspenden, Murnau, Gymnasium

Nach schwerem Unfall bei Bad Tölz: Verletzte sind mittlerweile außer Lebensgefahr

+++ Update – 10.08.2026 – 11:00 Uhr +++

Update von der Polizei nach dem schweren Unfall bei Bad Tölz: Die Verletzten sind inzwischen außer Lebensgefahr. Am Sonntagnachmittag war ein Kleinbus auf einer Staatsstraße aus bislang ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn geraten. Insgesamt wurden elf Menschen verletzt, drei davon zunächst lebensgefährlich. 

+++ Ursprüngliche Meldung – 10.08.2026 – 06:15 Uhr +++ 

Schwarzes Wochenende auf den Straßen im Oberland: Bei mehreren Verkehrsunfällen sind zahlreiche Menschen verletzt worden. Besonders schwer war ein Unfall bei Bad Tölz gestern Nachmittag. Dort sind laut Polizei ein Auto und ein Kleinbus frontal zusammengestoßen. Elf Menschen wurden verletzt. Im Bus saßen unter anderem acht Spielerinnen einer Damenfußballmannschaft. Drei von ihnen kamen mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus. Im Einsatz waren neben zahlreichen Rettungskräften auch drei Rettungshubschrauber. Die Staatsstraße blieb rund fünf Stunden komplett gesperrt.

Auch mehrere Motorradfahrer verunglückten. Bei Dietramszell prallte eine 22-Jährige gegen eine Leitplanke und wurde schwer verletzt. In Lenggries krachte ein Motorradfahrer am Stauende in ein Auto. Am Ettaler Berg rutschte ein Motorradfahrer in eine Leitplanke. Die B23 war dort kurzzeitig komplett gesperrt. 

Betroffene Orte: Bad Tölz
Themen: Hubschrauber, Verkehr, Motorrad, Unfall

Waldbrand im Estergebirge: Feuerwehr kämpft stundenlang gegen Glutnester

Glutnester tief im Waldboden haben die Feuerwehr im Estergebirge stundenlang beschäftigt. Am Mitterkopf bei Garmisch-Partenkirchen brannte gestern eine rund 300 Quadratmeter große Fläche im steilen Bergwald. Einsatzkräfte mussten Bäume fällen und den Boden mit Pickeln umgraben. Löschschaum wurde mehr als einen halben Meter tief in die Erde gepresst. Ein Polizeihubschrauber brachte Ausrüstung zur schwer zugänglichen Brandstelle. Nach rund fünfeinhalb Stunden war das Feuer gelöscht. Als Ursache vermutet die Polizei einen Blitzschlag aus der vergangenen Woche. 

Bereits vor einer Woche hatte ein Blitzschlag am Kareck einen Waldbrand ausgelöst. Im Oberland gilt aktuell verbreitet Waldbrandgefahrenstufe 3 von 5 – damit besteht eine mittlere Gefahr. 

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen
Themen: Feuerwehr, Waldbrandgefahr, Estergebirge

Ärger am Herrschinger Seewinkel: Auffällige Badegäste stören den Badespaß

Das Oberland startet in eine neue Hitzewoche. Für alle, die ihre Sommerferien hier verbringen, bieten die Badeseen eine willkommene Abkühlung. Am Ammersee in Herrsching wird der Badespaß allerdings immer wieder durch auffällige Besucher gestört. Bürgermeister Christian Schiller schildert die Situation:

„Leider häufen sich die Beschwerden über Jugendliche und junge Erwachsene, die sich hier am Seewinkel bei unserem schönen Badesteg anscheinend nicht benehmen können. Sie belästigen Badegäste, begehen Sachbeschädigungen und so weiter.“

Die Gemeinde will gegen solche Vorfälle konsequent vorgehen. Wer am Seewinkel entsprechende Beobachtungen macht, soll sich deshalb direkt an die Polizei wenden. Warum das wichtig ist, erklärt Schiller:

„Die brauchen wir, um die Personalien festzustellen, weil dann bekommen die Personen einen Platzverweis von der Polizei und von uns dann ein Hausverbot. Wir wollen das nicht dulden; jeder soll hier in Ruhe baden können“.

Damit sollen Störer künftig konsequenter vom Badeplatz ferngehalten werden. Die Gemeinde hofft gleichzeitig auf die Mithilfe der Badegäste. 

Betroffene Orte: Herrsching a. Ammersee
Themen: Freizeit, Ammersee, Herrsching

Neue Fischtreppe in Landsberg: Millionen-Anlage am Lech wird heute eröffnet

Staustufen wie am Lech sind für uns Menschen praktisch: Dort wird Strom aus Wasserkraft gewonnen. Für Fische sind sie allerdings ein Hindernis, weil sie den Fluss nicht problemlos auf- und abwärts schwimmen können. Fischtreppen sollen dieses Problem lösen. Eine davon wird heute in Landsberg eingeweiht.

Freie Bahn für die Fische am Lech: An der Staustufe 15 in Landsberg können die Tiere jetzt einen Höhenunterschied von acht Metern überwinden. Die Anlage besteht aus rund 70 Einzelbecken, die die Fische Schritt für Schritt durchschwimmen. Laut Kraftwerksbetreiber Uniper wurde die Fischaufstiegsanlage möglichst naturnah gestaltet und ermöglicht auch großen Fischen den Aufstieg. Die Kosten sind allerdings deutlich gestiegen – von ursprünglich 6,5 auf rund acht Millionen Euro. Am Lech sind bereits zehn Fischtreppen in Betrieb, acht weitere sollen noch dazukommen. 

Betroffene Orte: Landsberg am Lech

Landshuter Allee in München: Stadt hält sich an Tempo-30-Gerichtsbeschluss

Wichtig für alle München-Pendler: An der Landshuter Allee am Mittleren Ring bleibt es dauerhaft bei Tempo 30. Das hat Oberbürgermeister Dominik Krause angekündigt. Er habe die von seinem Vorgänger Reiter geplante Rückkehr zu Tempo 50 zurückgenommen. Entscheidend sei für ihn die Einhaltung der Grenzwerte für Luftschadstoffe. Die Deutsche Umwelthilfe erklärte daraufhin ein laufendes Klageverfahren für erledigt. 

Betroffene Orte: München
Themen: München, Verkehr, Auto

Garmisch-Partenkirchen: Warum im Markt jetzt ein Fahrzeug mit 3D-Technik unterwegs ist

Ab heute rollt durch Garmisch-Partenkirchen ein Hightech-Auto, ausgestattet mit Kameras und Laserscannern. Das Ziel: der Markt will den Zustand der Straßen digital erfassen. Das Messfahrzeug fährt deshalb bis Ende August die Gemeindestraßen sowie einige Fuß- und Radwege ab. Durch die Aufnahmen sollen Schäden besser erkannt und Sanierungen gezielter geplant werden. Gesichter und Kennzeichen werden laut Markt automatisch unkenntlich gemacht. 

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen
Themen: Garmisch-Partenkirchen, Technik, Verkehr

Neue Tourismus-Statistik: Mehr Gäste im Oberland im ersten Halbjahr

Das Oberland ist und bleibt bei Urlaubern beliebt. Hotels, Gasthöfe und Campingplätze haben im ersten Halbjahr fast 1 Million Gäste empfangen. Rund 1 Prozent mehr als zur gleichen Zeit im vergangenen Jahr, so das Statistische Landesamt. Besonders zulegen konnten das Tölzer Land und die Zugspitz-Region. Die Zahl der Übernachtungen ist mit knapp 2,9 Millionen in etwa gleichgeblieben. Im Schnitt bleiben die Gäste rund 3 Tage im Oberland. 

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen, Landsberg am Lech, Bad Tölz, Starnberg, Weilheim i. OB
Themen: Oberland, Tourismus

Dreister Diebstahl in Landsberg: Geldbeutel aus dem Rollator einer 90-Jährigen gestohlen

Sie will sich nur kurz auf ihrem Rollator ausruhen – diesen Moment nutzt ein dreister Dieb in Landsberg schamlos aus. Einer 90-jährigen Frau wurde am Wochenende in einer Buchhandlung der Geldbeutel aus der Handtasche gestohlen. Die Tasche lag dabei im Korb ihres Rollators hinter ihr. Zuvor hatte die Seniorin bei ihrer Bank Bargeld abgehoben. Vom Täter fehlt jede Spur. Die Polizei sucht Zeugen. 

Betroffene Orte: Landsberg am Lech
Themen: Landsberg am Lech, Polizei, Delikt, Diebstahl

Schüsse in Dießen lösen Großeinsatz aus – das war der Grund

Schüsse in einem Waldstück bei Dießen haben am Wochenende für Aufregung gesorgt und einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Ein Zeuge hatte mehrere Schüsse zwischen Abtsried und Ludenhausen gemeldet. Weil zunächst unklar war, wer dort unterwegs war, rückten mehrere Streifen und ein Polizeihubschrauber an. Vor Ort gab es dann Entwarnung: Die Schüsse kamen von Jägern, die dort ihre Waffen getestet hatten. Laut Polizei war alles erlaubt. 

Betroffene Orte: Dießen am Ammersee
Themen: Dießen, Polizei

Gemeinsam gegen die Quagga-Muschel: Landratsamt Landsberg appelliert an die Bevölkerung

Die invasive Quagga-Muschel wurde im Fünf-Seen-Land bereits im Ammersee und im Starnberger See nachgewiesen. Die Untere Naturschutzbehörde im Landkreis Landsberg befürchtet, dass sie jetzt im Sommer auch in weitere Gewässer verschleppt wird. Warum die Ausbreitung nur schwer zu kontrollieren ist, erklärt Stephan Wenning von der Unteren Naturschutzbehörde:

„Das liegt daran, dass sie das ganze Jahr über ihre Glochidien, das sind die Larven, ins Freiwasser abgeben kann, und diese Larven haften an quasi allem, um groß zu werden. Egal, ob das Stege, Boote, Wassersportausrüstung sind oder auch Infrastruktureinrichtungen wie Wasserleitungen im See.“

Besonders leicht können Muscheln und Larven über Boote, SUPs, Kanus oder andere Wassersportgeräte von einem See zum nächsten gelangen. Eine weitere Ausbreitung könnte weitreichende Folgen haben.

„Wenn sich die Quagga-Muschel hier im Fünfseenland genauso dominant ausbreitet wie am Bodensee, dann wird es wirtschaftliche Folgen haben, aber auch gravierende Auswirkungen auf unser Ökosystem. Allein die Filtration der Muschel vernichtet so viel Plankton, dass auch unsere Fischbestände in Gefahr sind.“

Die Behörde bittet deshalb alle Menschen, die auf den Seen unterwegs sind, um Mithilfe. Stephan Wenning richtet einen deutlichen Appell an die Öffentlichkeit:

„Es ist ein Hilferuf. Wir müssen jetzt gemeinsam agieren. Wir können die Verschleppung zwischen den bayerischen Seen verhindern und wir können die Ausbreitung verlangsamen. Dazu müssen wir zusammenhelfen und die sogenannten Klarregeln beachten.“

Die KLAR-Regeln stehen für Kontrollieren, Leeren, Abspülen und Ruhen lassen. Wassersportgeräte sollten nach jedem Einsatz gründlich überprüft, vollständig entleert und gereinigt werden. Anschließend müssen sie ausreichend trocknen, bevor sie in einem anderen Gewässer eingesetzt werden. 

Mehr Informationen findet ihr hier. 

Betroffene Orte: Landsberg am Lech, Starnberg
Themen: Institution, Landratsamt, Ammersee, Starnberger See, FünfSeenLand

Herdbrand: Mann rettet in Kaufering zwei Kinder aus Wohnung

Dramatische Rettung in Kaufering: Ein Nachbar hat zwei kleine Kinder aus einer verrauchten Wohnung gerettet. Eine Anwohnerin hatte zuvor einen Rauchmelder gehört und die Feuerwehr alarmiert. Weil niemand die Tür öffnete, trat der Nachbar sie ein und brachte die drei und sechs Jahre alten Kinder nach draußen. Die Feuerwehr löschte den Brand auf dem Herd. Die Eltern waren zu diesem Zeitpunkt nicht zu Hause. Die Polizei ermittelt jetzt. 

Betroffene Orte: Kaufering
Themen: Feuerwehr, Brand, Kaufering

Starnberger See: Blackout stoppt Apnoetaucher kurz vor Tiefenrekord

Knapp am deutschen Rekord vorbei: Freitaucher Minja Marinković ist im Starnberger See mit nur einem Atemzug 85 Meter tief getaucht. Kurz vor der Oberfläche wurde der 29-Jährige allerdings ohnmächtig. Deshalb zählt der Versuch nicht als Rekord. Ein Sicherungstaucher brachte ihn nach oben, kurz darauf war Marinković wieder bei Bewusstsein. Der bisherige deutsche Seerekord liegt bei 80 Metern. Marinković will einen neuen Versuch starten. 

Betroffene Orte: Starnberg
Themen: LK Starnberg, Starnberger See