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News für den 16. Juli 2026

30.000 Liter Wasser: Hoher Schaden an Bad Tölzer Grundschule

Ein Wasserschaden an der Jahn-Grundschule in Bad Tölz sorgt für hohe Kosten. Weil ein Wasserhahn nicht ganz zugedreht war, löste sich ein Schlauch. Rund 30.000 Liter Wasser liefen ins Untergeschoss und in die Turnhalle. Dort muss voraussichtlich der komplette Sportboden ausgetauscht werden. Die Stadt rechnet derzeit mit einem Schaden von rund 400.000 Euro. Diese Summe tue der Stadt richtig weh, sagte Bürgermeister Ingo Mehner. Wie lange die Reparaturen dauern, ist noch unklar. 

Betroffene Orte: Bad Tölz
Themen: Wasser, Bad Tölz, Schule

Geretsried: Gasgeruch im Kindergarten löst großen Feuerwehreinsatz aus

Alarm am Vormittag in einem Geretsrieder Kindergarten: Im Gebäude roch es plötzlich nach Gas. Die Erzieherinnen und Erzieher brachten deshalb alle Kinder vorsorglich ins Freie. Feuerwehr und Fachkräfte rückten an und nahmen die Räume genau unter die Lupe. Ein Gasaustritt wurde aber nicht festgestellt, verletzt wurde niemand. Nach rund einer halben Stunde konnten alle wieder zurück in den Kindergarten. 

Betroffene Orte: Geretsried
Themen: Geretsried, Kindergarten

Invasive Drüsenameise breitet sich aus: So ist die Lage im Oberland

Sie ist klein, tiefschwarz und rückt aktuell immer mehr in den Fokus – die sogenannte Große Drüsenameise, die als invasive Art gilt. Die Tiere können erhebliche Schäden anrichten - zum Beispiel, wenn sie sich durch Stromkabel fressen. 

Für Bayern liegen Nachweise aus Aschaffenburg, Hösbach und Nürnberg vor. Bekannte Sichtungen aus dem Oberland gibt es bisher keine. Damit das so bleibt, empfiehlt das Landesamt für Umwelt, heimische Pflanzenarten im Gartenbau zu nutzen - um die Art möglichst nicht einzuschleppen. Sollten wir sie tatsächlich bei uns im Oberland entdecken, rät das LfU die Bekämpfung nur durch Fachfirmen durchführen zu lassen. 

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen, Weilheim i. OB, Starnberg, Bad Tölz, Landsberg am Lech
Themen: Natur, Oberland

Schülerzeitungen aus dem Oberland gehören zu den Besten in ganz Bayern

Drei der besten bayerischen Schülerzeitungen kommen aus dem Oberland. Die Mittelschule Geretsried hat mit ihrer „MS Voice“ den ersten Preis beim Schülerzeitungswettbewerb „Blattmacher“ gewonnen. Die Freie Waldorfschule Weilheim-Huglfing belegte in der Kategorie Mittelschulen den dritten Platz. Der Preis für die beste Online-Schülerzeitung ging an die Staatliche Realschule Murnau für ihren „Blog im Blauen Land“. Kultusministerin Anna Stolz überreichte die Urkunden. Schülerzeitungen seien ein lebendiger Beweis dafür, wie kreativ, kritisch und mutig junge Menschen die Welt beobachten und mitgestalten, betonte sie.

Betroffene Orte: Geretsried, Weilheim i. OB, Huglfing

Offizieller Baustart des Auerbergtunnels bei Eschenlohe

Bei Eschenlohe beginnt heute offiziell der Bau des Auerbergtunnels – eines der größten Verkehrsprojekte im Werdenfelser Land. Rund 240 Millionen Euro soll der 1,9 Kilometer lange Tunnel kosten, fertig sein soll er bis 2031. Das Staatliche Bauamt Weilheim sieht darin einen wichtigen Baustein, damit der Verkehr zwischen München und Garmisch-Partenkirchen künftig besser fließt. Der BUND Naturschutz kritisiert dagegen die Eingriffe in Natur und Landschaft und warnt vor neuen Verkehrsproblemen in Partenkirchen. Im Interview erklären beide Seiten ihre Sicht auf das umstrittene Projekt.

Welche verkehrlichen Auswirkungen hat der Auerbergtunnel für das Werdenfelser Land?

Stefan Scheckinger, Leitender Baudirektor des Staatlichen Bauamts Weilheim:

Der Auerbergtunnel ist ein unverzichtbarer Baustein im Verkehrskonzept Loisachtal. Dieses Konzept soll eine Verbindung zwischen München und dem Inntal schaffen, bei der sich der Verkehr nicht mehr wie bisher durch Ortsdurchfahrten quälen muss. Zwischen München und Garmisch-Partenkirchen sollen künftig durchgehend zwei Fahrstreifen pro Richtung zur Verfügung stehen. Der Auerbergtunnel wird hier die letzte einspurige Lücke schließen“.

Warum lehnen Sie den Auerbergtunnel ab?

Harald Freese vom BUND Naturschutz, 1. Vorsitzender der Kreisgruppe GAP:

„Wir lehnen den Auerbergtunnel ab, weil er eine weitere Belastung der Umwelt und einen weiteren Eingriff in Natur und Landschaft darstellt. Alleine die Baustelle, so wie sie zurzeit eingerichtet wird, zeigt, welche gravierenden Eingriffe dort getätigt werden. Besonders kritisch sehen wir, dass in den Planfeststellungsunterlagen solche Schäden überhaupt nicht thematisiert werden“.

Der Tunnel soll Bürger und das Tal vom Verkehr entlasten – was ist daran falsch?

Harald Freese vom BUND Naturschutz, 1. Vorsitzender der Kreisgruppe GAP:

„Es wird durch den Auerbergtunnel kein einziger Bürger vom Verkehr entlastet, denn es gibt dort keine Anwohner. Der einzige Effekt ist, dass der Verkehr etwa eine halbe bis eine Minute schneller in Oberau ankommt“.

Der BN kritisiert, der Tunnelbau belaste vor allem die Umwelt und entlaste die Anwohner kaum. Wie entkräften Sie dieses Argument?

Stefan Scheckinger, Leitender Baudirektor des Staatlichen Bauamts Weilheim:

„Das Verkehrskonzept mit seinen insgesamt fünf Tunnels sorgt dafür, dass Autos und LKW weniger im Stau stehen und keine weiten Umwege fahren müssen, um diesen Staus auszuweichen. Die Umwelt wird dadurch nicht belastet, sondern entlastet. Dasselbe gilt natürlich auch für die Anwohner im Loisachtal“.

Mit der Fertigstellung des Auerbergtunnels soll der Verkehr bis nach Garmisch-Partenkirchen besser fließen. Wie lässt sich verhindern, dass Partenkirchen zum neuen Nadelöhr wird, wenn der Wanktunnel fehlt?

Stefan Scheckinger, Leitender Baudirektor des Staatlichen Bauamts Weilheim:

„Der Wank-Tunnel ist genauso notwendig wie der Auerberg- oder der Kramer-Tunnel. Deshalb treibt das Staatliche Bauamt die Planungen hier zügig voran. Zudem haben wir eine großräumige Verkehrsuntersuchung in Auftrag gegeben. Wir wollen untersuchen, was passiert, wenn z. B. Tunnel wegen Wartungsarbeiten oder wegen Unfällen gesperrt werden müssen. Oder auch, wie sich z. B. die Fertigstellung des Auerberg-Tunnels auswirkt, wenn der Wank-Tunnel noch im Bau ist“.

Welche Befürchtungen haben Sie für die Zukunft, wenn der Auerbergtunnel steht? 

Harald Freese vom BUND Naturschutz, 1. Vorsitzender der Kreisgruppe GAP:

„Wenn der Auerbergtunnel fertiggestellt ist, haben wir die Situation, dass es dann den Auerbergtunnel, den Oberauer Tunnel und den Farchanter Tunnel gibt. Neue Straßen ziehen, wie mittlerweile oftmals wissenschaftlich belegt ist, auch neuen Verkehr an. Und weil der Wank-Tunnel noch lange nicht fertig ist, wird dieser Verkehr im Ortsteil Partenkirchen stehen“.

Der BN befürchtet, dass neue Straßen zusätzlichen Verkehr anziehen. Wie groß ist diese Gefahr?

Stefan Scheckinger, Leitender Baudirektor des Staatlichen Bauamts Weilheim:

„Die Tunnel im Loisachtal sollen in erster Linie den Verkehr verflüssigen und die Anwohner entlasten. Eine signifikante Verkehrszunahme erwarten wir aber nicht“.

Der Bau des Tunnels ist nicht zu stoppen – wie werden Sie von Seiten des BN, die Bauarbeiten beobachten?

Harald Freese vom BUND Naturschutz, 1. Vorsitzender der Kreisgruppe GAP:

„Der BUND Naturschutz wird im Auge behalten, ob die Schäden, die wir befürchten, tatsächlich eintreten. Und sollte dies der Fall sein, werden wir uns darum bemühen, dass der Projektträger veranlasst wird, den ursprünglichen Zustand wiederherzustellen“.

 

Betroffene Orte: Eschenlohe, Oberau, Garmisch-Partenkirchen

Wie gut verkraften unsere Wälder die Hitze? Bayerische Forstverwaltung startet Waldzustandserhebung

Auch wenn es im Oberland nicht so trocken ist wie in anderen Teilen Bayerns: Der Hitzesommer macht auch unseren Wäldern zu schaffen. Wie gesund die Bäume sind, untersucht die bayerische Forstverwaltung in den kommenden Wochen bei der jährlichen Waldzustandserhebung. Dabei werden die Wälder auf Schäden durch Trockenheit, Hitze, Pilze oder Insekten geprüft. Im vergangenen Jahr zeigten fast 40 Prozent der untersuchten Bäume deutliche Schäden. Die neuen Ergebnisse sollen im Herbst vorgestellt werden.

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen, Weilheim i. OB, Schongau, Starnberg, Landsberg am Lech, Bad Tölz, Wolfratshausen

Wolfratshausen: Schuss mit Schreckschusspistole löst Polizei-Großeinsatz aus

Ein Schuss mit einer Schreckschusspistole hat gestern Abend in Wolfratshausen einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Mehrere Jugendliche hatten sich auf dem Dach eines Supermarkts in der Sauerlacher Straße aufgehalten.

Das störte einen Anwohner, der laut Polizei nach einem Streitgespräch einen Schuss aus seiner Wohnung abgab. Anscheinend hielten sich die Jugendlichen in der Vergangenheit bereits öfter verbotenerweise auf dem Dach auf. Weil zunächst unklar war, um welche Waffe es sich handelte, rückten zahlreiche Einsatzkräfte an. Verletzt wurde niemand. Die Polizei nahm den Mann fest und stellte neben der Schreckschusspistole auch mehrere Schlagstöcke und Messer sicher. Gegen ihn wird jetzt unter anderem wegen Bedrohung und Verstößen gegen das Waffengesetz ermittelt.

Betroffene Orte: Wolfratshausen

Für mehr Sicherheit - Baumfällungen am Papierbach in Landsberg

Mehr Sicherheit für Fußgänger und Autofahrer: In Landsberg müssen am Papierbach zahlreiche Eschen gefällt werden. Die Bäume zwischen dem Sportzentrum und dem Parkplatz an der Rot-Kreuz-Straße sind stark geschädigt und stehen in einem Bereich, in dem viele Menschen unterwegs sind. Weil Äste oder ganze Kronenteile abbrechen könnten, sieht die Stadt ein Sicherheitsrisiko. Während der Arbeiten kann die Verbindungsstraße zeitweise gesperrt werden.

Betroffene Orte: Landsberg am Lech

Exportgeschäft stützt Wirtschaft im Oberland

Das Auslandsgeschäft spielt für die Wirtschaft im Oberland eine immer größere Rolle. Laut Industrie- und Handelskammer wurde im Landkreis Weilheim-Schongau im vergangenen Jahr mehr als jeder zweite Euro im Ausland verdient.

Der Auslandsumsatz stieg dort um knapp zwei Prozent auf 1,74 Milliarden Euro. Im Landkreis Starnberg waren es fast 1,2 Milliarden Euro und damit rund ein Prozent mehr als im Vorjahr. In Bad Tölz-Wolfratshausen ging der Auslandsumsatz dagegen um fünf Prozent zurück. Besonders gefragt waren Fahrzeuge, Maschinen und Elektroprodukte.

Betroffene Orte: Starnberg, Weilheim i. OB, Bad Tölz, Wolfratshausen

Niedrige Wasserstände im Oberland - Landratsamt Starnberg ruft zum Wassersparen auf

Die Gewitterschauer in dieser Woche entschärfen zwar die Waldbrandgefahr im Oberland, an den niedrigen Wasserständen ändern sie aber kaum etwas. Das belastet vor allem Fische, Wasserpflanzen und andere Lebewesen. Das Landratsamt Starnberg ruft deshalb zum Wassersparen auf. Jeder gesparte Liter hilft, sagt Viktoria Moritsch vom Landratsamt.

„Gemeinsam können wir viel bewirken. Wenn jeder im Landkreis täglich einen halben Liter Wasser spart, entspricht das rund 460 Badewannen. Verzichtet möglichst auf Wasserentnahmen aus Bächen, Flüssen und Seen und helft so, die Natur und die Gewässerökologie zu schützen.“

Die aktuelle Situation werde genau beobachtet. Außerdem stehe das Landratsamt im Austausch mit den zuständigen Fachstellen, so Moritsch.

Betroffene Orte: Starnberg

Landkreis Starnberg: "Saubere" Entsorgung an Wertstoffhöfen - Abfallwirtschaftsamt mit Appell

Falsch entsorgte Akkus und Batterien können in Wertstoffhöfen schnell Brände auslösen. Darauf weist das Abfallwirtschaftsamt im Landkreis Starnberg hin. Kartons sollten deshalb immer leer und ohne andere Gegenstände entsorgt werden. Schon kleine Fehlwürfe können in Pressen oder Sortieranlagen Feuer fangen und Mitarbeiter sowie Einsatzkräfte gefährden. Hintergrund des Appells ist ein Brand im Wertstoffzentrum Gilching am Dienstag, der aber schnell gelöscht werden konnte.

Betroffene Orte: Starnberg

Ex-Spitzenjudoka Günther Neureuther wird Ehrenbürger in Peiting

Vom Olympia-Podest zum Ehrenbürger: Der Markt Peiting hat den früheren Spitzenjudoka Günther Neureuther ausgezeichnet. Vor genau 50 Jahren holte er bei den Olympischen Spielen in Montreal Silber, später wurde er Europameister und neunmal Deutscher Meister. Der heute 70-Jährige blieb seiner Heimat aber auch nach seiner Sportkarriere treu. Seit 15 Jahren steht er an der Spitze des TSV Peiting und engagiert sich außerdem für Jugendliche und soziale Projekte im Ort. Jetzt ist Neureuther Ehrenbürger der Marktgemeinde.

Betroffene Orte: Peiting

Starnberger Feuerwehren erhalten neue Ausrüstung für besonders schwierige Einsätze

Die Feuerwehren im Landkreis Starnberg bekommen neue Ausrüstung für besonders schwierige Einsätze. Rund 90.000 Euro fließen unter anderem in zwei Anhänger, die Unfallstellen auf der Autobahn besser absichern sollen. Dazu kommen Spezialgeräte für Waldbrände, Ölunfälle und Brände in sensiblen Bereichen wie Rechenzentren oder elektrischen Anlagen. Die Anhänger stehen künftig verschiedenen Feuerwehren im Landkreis zur Verfügung. Damit wappnet sich der Landkreis unter anderem gegen die wachsende Gefahr von Wald- und Vegetationsbränden.

Betroffene Orte: Starnberg

Mobile Brandübungsanlage "Fire Dragon" macht auch künftig Station im Oberland

Feuerwehrleute im Oberland trainieren auch in den kommenden Jahren den Ernstfall im sogenannten "Fire Dragon". Die mobile Brandübungsanlage macht bis 2028 an rund 60 Standorten im Freistaat Station. Dort üben Atemschutztrupps unter realistischen Bedingungen die Brandbekämpfung. Bayerns Feuerwehr-Chef Johann Eitzenberger aus Garmisch-Partenkirchen sagt, das Training kommt auch bei den Feuerwehren in der Region gut an.

„Diese Trainings gäbe es nicht, wenn die Teilnehmer nicht begeistert wären. Es ist ein unverzichtbarer Ausbildungsbestandteil neben Standortausbildung- und Feuerwehrschulen und eine realitätsnahe weitere Form, die allen gut tut“.

Der offizielle Start der neuen Ausbildungsrunde ist heute bei der Feuerwehr Gilching im Landkreis Starnberg.

Betroffene Orte: Gilching