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News für den 15. Juli 2026

Bakterien im Wasser: Kainzenbad in Garmisch-Partenkirchen bleibt vorerst zu

Wer sich in den nächsten Tagen im Kainzenbad abkühlen will, muss umplanen: Das Freibad in Garmisch-Partenkirchen bleibt vorerst geschlossen. Bei einer routinemäßigen Wasserprobe hat das Gesundheitsamt Bakterien entdeckt. Das Wasser ist deshalb derzeit nicht zum Baden geeignet. Weitere Untersuchungen laufen bereits. Wenn alles nach Plan verläuft, könnte das Kainzenbad Ende kommender Woche wieder öffnen. 

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen
Themen: Freizeit, Schwimmbad, Freibad, Garmisch-Partenkirchen

Falschparker am Starnberger See: Abschleppwagen rücken jetzt schneller an

Wer rund um den Starnberger See Rettungswege oder Feuerwehrzufahrten zuparkt, muss künftig schneller mit dem Abschleppwagen rechnen. In Starnberg ist jetzt erstmals das vereinfachte Abschleppverfahren angewendet worden. Verkehrsüberwacher können den Abschleppdienst an festgelegten Gefahrenstellen direkt beauftragen – die Polizei muss die Situation nicht mehr zuerst vor Ort prüfen. So sollen blockierte Rettungswege schneller frei werden. Das Verfahren gibt es auch in Berg, Münsing und Tutzing. Außerdem sind vom 24. bis 26. Juli verstärkte Parkkontrollen rund um den Starnberger See angekündigt. 

Betroffene Orte: Starnberg
Themen: Starnberger See, Verkehr, Parkgebühren

Badehaus in Waldram knackt Marke von 31.000 Besuchern

Nächster Meilenstein für den Erinnerungsort Badehaus in Waldram. Dort wurde jetzt die Marke von 31.000 Besuchern geknackt. Jubiläumsgast war der gebürtige Waldramer Walter Schauer aus München. Der Fußballfan engagiert sich bei Faninitiativen des FC Schalke 04 und des TSV 1860 München gegen Rassismus und für Vielfalt. Auf das Badehaus wurde Schauer durch die aktuelle Sonderausstellung über Sport im früheren jüdischen Lager Föhrenwald aufmerksam. Die Ausstellung ist noch bis zum 6. September zu sehen. 

Betroffene Orte: Wolfratshausen
Themen: Kultur, Museum, Wolfratshausen, Waldram

Gemeinderat: Neuer Solarpark in Rottenbuch steht vor der nächsten Hürde

Nächste wichtige Hürde für einen neuen Solarpark in Rottenbuch: Der Gemeinderat will heute Abend den Bauantrag für die PV-Anlage „Am Ristle“ auf den Weg bringen. Entstehen soll sie auf einer Fläche, die so groß ist wie neun Fußballfelder. Es wäre die erste Anlage dieser Art in der Gemeinde. Künftig soll sie mehr Strom liefern, als ganz Rottenbuch pro Jahr verbraucht. Auch beim geplanten Supermarkt will der Gemeinderat heute die nächsten Schritte einleiten. Die Erschließungsarbeiten laufen bereits, der eigentliche Bau könnte im kommenden Jahr beginnen. 

Betroffene Orte: Rottenbuch
Themen: Rottenbuch, Politik, Gemeinderat, Solarpark

Blitzeinschlag bei Mittenwald - Sechs Bundeswehrsoldaten verletzt

Sechs Bundeswehrsoldaten sind heute Morgen bei einem Blitzeinschlag in Mittenwald verletzt worden. Die 18- bis 26-Jährigen befanden sich während eines Gewitters in einem Biwak am Hohen Brendten, als gegen Viertel nach fünf der Blitz einschlug.

Nach Polizeiangaben wurden fünf Soldaten leicht und ein 18-Jähriger mittelschwer verletzt. Nach ersten Erkenntnissen könnte er direkt vom Blitz getroffen worden sein. Wegen der zunächst unklaren Lage waren zahlreiche Rettungskräfte im Einsatz. Alle Verletzten kamen vorsorglich ins Krankenhaus. Mit bleibenden Schäden rechnen die Ärzte derzeit nicht.

Betroffene Orte: Mittenwald

Bekannte Gesichter für die Mammuts

Die Planungen für die kommende Spielzeit in der Eishockey-Bayernliga laufen weiterhin auf Hochtouren, einige Teams haben ihre Kader für die neue Saison bereits als "vollständig" vermeldet.

Die "Mammuts" aus Schongau hatten sich in den vergangenen Wochen diesbezüglich ein wenig zurückgehalten, um nun zwei "alte Bekannte" als Bestandteil des Mammuts-Kader für 2026/2027 zu verkünden: Mit Xaver Nagel kehrt ein hochveranlangter, trotz jungen Alters bereits sehr routinierter Keeper zu den Lechstädtern zurück, während mit Leo Zink die erfahrenste Defensiv-Stütze der vergangenen Spielzeiten noch eine weitere Saison in Schwarz-Gelb anhängt.  

Der 23-jährige Nagel, aus dem Nachwuchs des SC Riessersee stammend, verbrachte, nachdem er 2023 sein Bayernliga-Debüt für Schongau gegeben hatte, die vergangenen zwei Spielzeiten beim ESC Kempten sowie den Peißenberg Miners, wobei er insbesondere beim Lokalrivalen der Schongauer zum Stammkeeper-Nachfolger von Korbinian Sertl avancierte. Nagel überzeugte mit guten Zahlen und verkündete für viele überraschend vor einigen Wochen, die Peißenberger verlassen zu werden.

Der mittlerweile 33-jährige Leo Zink spielt seit 2020 wieder für seinen Jugendverein, wobei er 2024 kurzzeitig sein Karriereende verkündete. 2025 kam der 200-fache Oberligaspieler überraschend aus dem Ruhestand zurück, um die gegen den Abstieg kämpfenden Mammuts auf dem Eis zu unterstützen. Nach der vergangenen Saison, welche der Routinier nahezu vollständig absolvieren konnte, hatte sich der Verteidiger zunächst offen gelassen, ob er seine Karriere fortsetzen wolle. 

Mit den Personalien Nagel und Zink ist insbesondere die Defensiv-Abteilung der Mammuts nahezu vollständig besetzt, während in der Offensive erst zwei Reihen besetzt sind. Auch die drei Kontingentspielerstellen sind nach wie vor offen.

Betroffene Orte: Schongau
Themen: Sport, Eishockey, Bayernliga, EA Schongau

Bayernliga-Transfers: Miners senden Ausrufezeichen

Bayernligist Peißenberg Miners hat auf dem Eishockey-Transfermarkt aufhorchen lassen: So vermeldete die Marktgemeinde, den russisch-lettisch stämmigen Stürmer Ilya Zheltakov verpflichtet zu haben. Der 25-jähriger "Power Forward" hatte in der vergangenen Spielzeit für Schlagzeilen gesorgt, als ihm in nur 15 Pflichtspielen für die "Mighty Dogs" aus Schweinfurt 50 Scorerpunkte gelangen. Bereits während der Saison wechselte Zheltakov zum ambitionierten Nord-Regionaligisten Essen und trug mit weiteren 43 Punkten in 19 Spielen maßgeblich zu deren Regionalliga-Meisterschaft bei.

Nachdem die "Eagles" aus Essen sich jedoch aufgrund finanzieller Probleme aus dem Spielbetrieb zurückziehen mussten, war Zheltakov als heißbegehrter "Free Agent" auf dem Markt und zuletzt bei unterschiedlichen Vereinen, auch aus der höherklassigen Oberliga, im Gespräch. Dass am Ende die Miners das Rennen machten, kam für viele durchaus überraschend.

Zheltakov, der aus dem Nachwuchs von Novosibirsk und St. Petersburg stammt, schließt sich für zwei Spielzeiten den Peißenbergern an. Der ehemalige rumänische Erstliga- und schwedische Drittligaspieler sei laut Miners-Sportleiter Tobias Ende ein "hochkarätiger Spieler", über dessen Verpflichtung man in der ganzen Marktgemeinde "überaus stolz" sei. 

Mit dem Zheltakov-Ausrufezeichen erklärten die Miners ihre Kader-Planungen für die kommende Saison für vorerst beendet.

Betroffene Orte: Peißenberg
Themen: Eishockey, Bayernliga, TSV Peißenberg

Bayerischer Atelierpreis - Künstlerin aus dem Oberland ausgezeichnet

Kunstminister Markus Blume hat gestern 30 Künstlerinnen und Künstler mit dem Bayerischen Atelierpreis ausgezeichnet – darunter auch Lena Policzka aus Oberammergau. Der Minister überreichte die mit jeweils 8.000 Euro dotierte Auszeichnung in München. Der Atelierpreis soll die freie Kunstszene stärken und Künstlerinnen und Künstler bei ihrer weiteren Arbeit finanziell unterstützen. Er wurde in diesem Jahr erst zum zweiten Mal überhaupt verliehen.

Betroffene Orte: Oberammergau

Deutscher Wetterdienst warnt vor schweren Unwettern im Oberland

Die erste Unwetterwelle hat das Oberland weitestgehend schadlos überstanden. Jetzt hat der Deutsche Wetterdienst eine nächste Warnung ausgerufen. Der DWD veröffentlichte eine Unwetter Vorabinformation, in der er von 13:00 bis 23:00 Uhr gebietsweise vor schweren Gewittern warnt. Möglich seien demnach auch Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu fünf cm. Weitere Gefahren, mit denen wir rechnen müssen, sind laut den Experten: Blitzschläge, vereinzelt umstürzende Bäume und überflutete Straßen.

 

Wetter und Klima - Deutscher Wetterdienst - Warnkarte Bayern

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen, Weilheim i. OB, Schongau, Starnberg, Landsberg am Lech, Bad Tölz, Wolfratshausen

Mehr als 8.000 Amphibien am Stallauer Weiher bei Bad Tölz gerettet

Großer Einsatz für den Artenschutz bei Bad Tölz: Am Stallauer Weiher haben Ehrenamtliche in diesem Frühjahr mehr als 8.000 Amphibien sicher über die Bundesstraße gebracht. Wegen Frost und Trockenheit setzte die Wanderung zunächst verspätet ein – dann waren innerhalb weniger Tage tausende Tiere gleichzeitig unterwegs. 32 Helfer waren teils bis nach Mitternacht im Einsatz. Organisiert wurde die Aktion wie jedes Jahr von der Kreisgruppe Bad Tölz-Wolfratshausen des BUND-Naturschutzes.

Betroffene Orte: Bad Tölz

Ausbau der Ganztagsbetreuung in Uffing wird durch Freistaat gefördert

Für die Kinderbetreuung in Uffing gibt es Geld vom Freistaat. Der Ausbau der Ganztagsbetreuung im Ilse-Erl-Haus wird mit 37.500 Euro gefördert. Dort sollen 25 zusätzliche Plätze für Grundschulkinder entstehen. Hintergrund ist der neue Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung, der ab dem kommenden Schuljahr schrittweise eingeführt wird. Bis 2029 soll er für alle Grundschulklassen gelten.

Betroffene Orte: Uffing a. Staffelsee

Garmisch-Partenkirchen: Nächtliche Rettung aus steiler Felswand

Ein Bergsteiger hat bei Garmisch-Partenkirchen eine ganze Nacht in einer steilen Felswand ausharren müssen. Der Mann saß in der Nacht auf Dienstag am Maurersteig unterhalb des Königsstands fest und kam nicht mehr weiter. Einsatzkräfte der Bergwacht starteten eine aufwendige Rettungsaktion und brachten ihn nach mehreren Stunden sicher aus dem absturzgefährdeten Gelände. Gegen acht Uhr morgens war der Einsatz beendet.

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen

Landkreis Starnberg besitzt höchste Millionärsdichte in ganz Bayern

Nirgendwo in Bayern ist die Millionärsdichte so hoch wie im Landkreis Starnberg. Laut den aktuellsten Zahlen des Landesamts für Statistik kamen dort im Jahr 2022 rund 25 Einkommensmillionäre auf 10.000 Einwohner. Insgesamt ist die Zahl der Einkommensmillionäre im Freistaat weiter gestiegen: auf mehr als 8.000. Sie macht nur 0,1 Prozent aller unbeschränkt steuerpflichtigen Menschen in Bayern aus. Mehr als die Hälfte der Einkommensmillionäre lebt in Oberbayern.

Betroffene Orte: Starnberg

Vermeintliche Mitarbeiter der Stadtwerke Bad Tölz - Energieversorger warnt vor Betrügern

In Schongau stehen sie vor der Haustür, in Bad Tölz rufen sie an: Betrüger, die sich derzeit als Mitarbeiter der Stadtwerke ausgeben. Der Energieversorger in Bad Tölz warnt aktuell vor entsprechenden Anrufen. Die vermeintlichen Mitarbeiter behaupten, es gehe um eine Tarifänderung, und fragen nach der Zählernummer. Die Stadtwerke stellen klar: Solche Anrufe stammen nicht von ihnen. Kunden sollten am Telefon keine Zähler- oder Vertragsdaten weitergeben. In Schongau warnen die Stadtwerke vor dubiosen Haustürgeschäften.

Betroffene Orte: Bad Tölz

Landsberg am Lech: Kreisausschuss gibt grünes Licht - Straßenbehörden künftig unter einem Dach

Im Landkreis Landsberg sind die Weichen für eine zukunftsfähige Unterbringung der Straßenverkehrsbehörden gestellt worden. Die Kfz-Zulassungsstelle und die Führerscheinstelle sollen künftig unter einem Dach zu finden sein. Der Kreisausschuss hat jetzt grünes Licht für die Sanierung und Erweiterung eines Gebäudes in der Lechwiesenstraße in der Stadt Landsberg gegeben, das dafür verwendet werden soll. Das Projekt kostet rund 4,8 Millionen Euro und soll Ende 2028 abgeschlossen sein. In diesem Zuge sollen Jugend- und Sozialamt zurück ins Hauptgebäude des Landratsamtes ziehen.

Betroffene Orte: Landsberg am Lech

Feuerwehreinsätze der Zukunft - Oberammergau führt Übung mit Lastendrohne durch

Künftig könnten Lastendrohnen die Feuerwehr im Oberland bei Wald- und Flächenbränden unterstützen. Wie das aussehen kann, hat jetzt eine Übung in Oberammergau gezeigt. Die Spezialdrohne transportiert bis zu 100 Kilogramm Ausrüstung wie Schläuche, Pumpen oder Löschrucksäcke in schwer zugängliches Gelände. Das spart wertvolle Zeit, wenn Einsatzkräfte Material schnell an steile Berghänge bringen müssen. Bereits kürzlich bei einem Flächenbrand bei Eschenlohe kam die Technik zum Einsatz. 

Betroffene Orte: Oberammergau, Eschenlohe

Oberland bleibt von Unwetter weitestgehend verschont

Das Oberland scheint glimpflich davon gekommen zu sein. Bis in die Morgenstunden hat der Deutsche Wetterdienst in der Region vor schweren Gewittern gewarnt, es galt und gilt zum Teil noch immer Warnstufe zwei von vier.

In den Landkreisen Starnberg und Landsberg am Lech seien Einsatzkräfte in der Nacht sechsmal unwetterbedingt ausgerückt – in allen Fällen mussten herabgestürzte Äste entfernt werden. Es habe etwas gewittert, etwas gehagelt – alles in allem sei das Oberland aber ohne größere Schäden und Rettungseinsätze davon gekommen, bilanzieren die zuständigen Integrierten Leitstellen auf Radio Oberland Nachfrage.

In anderen Teilen Bayerns sieht es anders aus. Besonders in Mittelfranken hat ein heftiges Unwetter am Abend die Feuerwehr in Atem gehalten. Mehr als 1.000 Einsätze gab es in und um Nürnberg, Fürth und Erlangen. Am Flughafen Nürnberg musste wegen des Gewitters der Betrieb für eine Stunde pausieren. Und für einige Schüler fällt dort heute der Präsenzunterricht aus, teilte das Kultusministerium mit. Der Grund: Umgestürzte Bäume.

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen, Weilheim i. OB, Schongau, Starnberg, Landsberg am Lech, Bad Tölz, Wolfratshausen

Bekanntes Problem im Oberland: Kommunen kämpfen mit illegal entsorgtem Müll

Matratzen im Wald, alte Möbel an Feldwegen oder Elektrogeräte neben Wertstoffcontainern: Illegal entsorgter Müll beschäftigt viele Kommunen im Oberland. Eine Radio-Oberland-Abfrage bei mehreren Städten und Gemeinden zeigt: Die Lage ist nicht überall gleich dramatisch – aber fast überall sorgt das Thema für zusätzlichen Aufwand. Während manche Kommunen keine deutliche Zunahme feststellen, berichten andere von steigenden Fallzahlen oder dauerhaft hoher Belastung.

Was wird illegal entsorgt?

Die Bandbreite ist groß: Gefunden werden unter anderem alte Möbel, Matratzen, Elektrogeräte, Waschmaschinen, Bauschutt, Hausmüll und Renovierungsabfälle. Auch Gartenabfälle werden immer wieder illegal in der Natur entsorgt. Viele halten das offenbar für harmlos – tatsächlich können Rasenschnitt, Hecken- oder Baumschnitt aber Pflanzen verdrängen und Ökosysteme schädigen. Besonders ärgerlich ist für die Kommunen, wenn Müll in schwer zugänglichen Bereichen landet. Wird er etwa im Wald oder an abgelegenen Wegen abgeladen, wird er oft erst spät entdeckt und muss aufwendig abgeholt werden.

Welche zusätzliche Arbeit kommt auf Bauhöfe und Ordnungsämter zu?

Für die Kommunen bedeutet illegal entsorgter Müll vor allem: mehr Arbeit, mehr Kosten und gebundenes Personal. Meist gehen Hinweise von Bürgerinnen und Bürgern ein. Danach müssen Bauhof oder Ordnungsamt die Stelle prüfen, den Müll einsammeln und fachgerecht entsorgen lassen. Je nach Menge kann ein Einsatz schnell bis zu eineinhalb Stunden dauern. In dieser Zeit bleiben andere Aufgaben liegen. Die Kosten trägt am Ende häufig die Kommune – und damit indirekt die Allgemeinheit.

Warum wird Müll illegal entsorgt?

Konkrete Gründe können die Kommunen meist nur vermuten. Häufig genannt werden Bequemlichkeit, Rücksichtslosigkeit, Unwissenheit oder der Wunsch, Gebühren und Wege zum Wertstoffhof zu sparen. Dabei gibt es in den Landkreisen legale Entsorgungsmöglichkeiten – oft günstig oder sogar kostenlos. Ein weiteres Problem: Sobald an einer Stelle Müll liegt, kommt häufig weiterer dazu. Deshalb versuchen viele Kommunen, wilde Ablagerungen möglichst schnell zu beseitigen.

Würden härtere Strafen helfen?

Härtere Strafen allein lösen das Problem aus Sicht vieler Kommunen kaum. Der Hauptgrund: Die Verursacher werden selten erwischt. Müll wird meist heimlich abgeladen, Hinweise fehlen, Bußgelder können deshalb oft gar nicht verhängt werden. Auch Videoüberwachung ist schwierig. Viele Kommunen verweisen auf Datenschutz, fehlendes Personal und wechselnde Ablageorte. Flächendeckende Kameras im öffentlichen Raum sind rechtlich kaum umsetzbar.

Welche Möglichkeiten haben Kommunen?

Viele Städte und Gemeinden setzen vor allem auf schnelle Beseitigung, Kontrollen an bekannten Problemstellen, Hinweise aus der Bevölkerung und Aufklärung. Einige binden auch Schulen oder Jugendprojekte in Müllsammelaktionen ein. Die Botschaft der Kommunen ist klar: Illegale Müllentsorgung ist kein Kavaliersdelikt. Sie schadet der Umwelt, verursacht Kosten und belastet die Menschen, die

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen, Weilheim i. OB, Schongau, Starnberg, Bad Tölz, Wolfratshausen, Landsberg am Lech