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News für den 12. Mai 2026

Stockdorf: 60-Jährige fällt auf unseriöse Handwerker herein

Sie waren zwar schnell zur Stelle – geholfen haben sie aber nicht wirklich. Eine 60-Jährige aus Stockdorf ist nach Angaben der Polizei auf unseriöse Handwerker hereingefallen. Demnach war die Frau wegen eines verstopften Küchenabflusses im Internet auf der Suche nach schneller Hilfe. Ganz oben wurde ihr ein Abflussreinigungs-Service angezeigt, der noch am selben Tag vorbeikam. Zwei Arbeiter rückten aus und hantierten rund 45 Minuten am Abfluss herum. Dafür stellten sie eine Rechnung in Höhe von über 350 Euro, die vor Ort mit EC-Karte bezahlt werden musste. Kurz nach Abreise der vermeintlichen Helfer war der Abfluss wieder verstopft. Nachdem die Stockdorferin auf einem Verbraucherschutzportal herausfand, dass die Firma als unseriös eingestuft wird, entschied sie sich zu einer Anzeige wegen Leistungsbetrugs.

Zum internationalen Tag der Pflege - Danke an alle Pflegekräfte

Oft unterschätzt, obwohl sie eine enorm wichtige Arbeit für die Gesellschaft leisten – Pflegekräfte. Sie sind das Rückgrat des Gesundheitswesens. Am heutigen internationalen Tag der Pflege soll die wichtige Arbeit, die geleistet wird, hervorgehoben werden. Deshalb sagen auch wir von Radio Oberland danke an alle Pflegekräfte, die jeden Tag einen unglaublichen Job machen. Bayernweit gibt es immer mehr, die in der Pflege arbeiten – letztes Jahr waren es rund 257 000, das sind 1,7 Prozent mehr als im Jahr davor.

Gleichzeitig bildet der heutige Tag auch den Abschluss der noch laufenden Aktionswoche der Pflege im Landkreis Starnberg. Sie endet am Abend mit einem Vernetzungstreffen im Landratsamt. Menschen aus der Pflege, Forschung und Politik kommen zusammen und tauschen sich aus über wachsende Herausforderungen in der Pflege und Versorgung.

Pöcking / Possenhofen: Petition gegen mögliche Abrisspläne von Badestegen gestartet

Seit Anfang des Monats sind mehrere Badestege in Possenhofen am Starnberger See gesperrt – jetzt hat sich Widerstand gegen die möglichen Abrisspläne gebildet. Über 1.800 Menschen haben eine Petition unterschrieben, die erst vor kurzem vom „Kneipp Verein Starnberg“ gestartet wurde. Mit der Petition wolle man erreichen, dass die Stadt München ihr Vorhaben die Stege abzureißen, sofort stoppt und umgehend Maßnahmen ergreift, um Schäden an den Stegen zu beseitigen, heißt es in der Begründung. Die Sperrungen der Stege wurden von der zuständigen Stadt München angeordnet. Sie sind morsch und könnten einstürzen.

Hier gehts zur Petition

Betroffene Orte: Pöcking

Nach Ablehnung der Entlastungsprämie - Bundesregierung such nach schneller Lösung

Die Bundesregierung sucht nach schnellen Wegen, um die Menschen wegen der gestiegenen Kosten zu entlasten. Nachdem der Bundesrat die geplante Prämie für Arbeitnehmer abgelehnt hat, wollen Union und SPD jetzt zügig eine Lösung finden. Heute schauen wir deshalb aus dem Oberland nach Berlin. Dort trifft sich dazu der Koalitionsausschuss. Ob es dabei schon konkrete Entscheidungen gibt, ist aber offen. Regierungssprecher Stefan Kornelius betonte: allen Beteiligten sei klar, wie dringend die Situation ist.

Themen: Politik, Regierung

Gemeinde Königsdorf kämpft seit Monaten mit verstopften Abwasserpumpen - erneuter Appell an die Bevölkerung

Seit Ende Januar kämpft die Gemeinde Königsdorf mit verstopften Abwasserpumpen, weil nicht korrekt entsorgte Feuchttücher und ähnliche Textilien die Pumpen blockieren. Ein Appell vor einigen Wochen an die Bevölkerung hätte nur wenig an der Situation verändert. Jetzt hat der Regen der letzten Tage zu einem Spülstoß geführt, der dafür gesorgt hat, dass zwischenzeitlich erneut zwei von drei Königsdorfer Pumpwerken ausgefallen sind. Deshalb weist die Gemeinde nochmals darauf hin:

„Auch wenn auf Feuchttüchern und anderen Hygieneartikeln vom Hersteller angegeben wird, dass die Produkte im Kanal entsorgt werden können, verursachen diese in den Pumpen Probleme.

Die Gemeinde Königsdorf und der Abwasserverband fordern nochmals alle Bürger auf keine Fremdstoffe in die Toilette oder andere Kanalanschlüsse zu werfen. Es ist zu befürchten, dass die Kosten für die Reparaturen der wiederholten Schäden an den Pumpwerken über den Abwasserpreis auf alle Kanalanschließer umgelegt werden müssen.“

Betroffene Orte: Königsdorf

Kloster Ettal profitiert von Geldern aus Bundesförderprogramm

Geldregen für das Kloster Ettal. Für die Sanierung und barrierefreie Gestaltung des Ritterakademie-Trakts zur Einrichtung eines Museums erhält das Kloster jetzt 375.000 Euro. Das Geld stammt aus dem Bundesförderprogramm „Investitionen in national bedeutsame Kultureinrichtungen in Deutschland“. Insgesamt stellt der Bund im Haushalt 2026 zusätzliche 27 Millionen Euro für die Unterstützung der kulturellen Infrastruktur zur Verfügung.

Betroffene Orte: Ettal

Penzberger Ehepaar feiert "Gnadenhochzeit" - Neuer Bürgermeister gratuliert zu 70 Jahren Ehe

Thomas Kopf heißt der neue Bürgermeister der Stadt Penzberg. Zu seinem ersten „Glückwunsch-Besuch“ stand jetzt ein ganz besonderer Termin auf dem Programm. Er hat das Ehepaar Irma und Emil Schmidhuber besucht. Die beiden feierten Gnadenhochzeit – also 70 Jahre Ehre. Das Erfolgsgeheimnis dieser unglaublichen Liebesgeschichte ist laut Irma Schmidhuber: „Nachgeben – und zwar von beiden“.

Betroffene Orte: Penzberg

Wasserschutzpolizei Starnberg zieht positive Bilanz nach diesjähriger "Boot-Gravieraktion"

Die Jubiläumsausgabe war ein voller Erfolg. Die Wasserschutzpolizei Starnberg zieht eine positive Bilanz nach ihrer zehnten Gravieraktion für Bootsbesitzer am Starnberger See. Die Veranstaltung auf dem Gelände der Rambeck Werft in Starnberg war laut den Beamten gut besucht. Insgesamt wurden über 30 Gegenstände graviert. Bei der Aktion werden beispielsweise Außenbordmotoren mit einer Individualnummer gekennzeichnet. Ziel der Aktion: möglichen Diebstählen vorbeugen.

Betroffene Orte: Starnberg

Nach Karriereende: Ex-Eishockeyprofi Korbinian Holzer aus Geretsried fängt beim DEB an

Letzte Woche hat Ex-Eishockeyprofi Korbinian Holzer aus Geretsried seinen Schlittschuh an den Nagel gehängt. Ganz sein lassen, kann er es aber nicht mit dem Sport. Der Deutsche Eishockey Bund hat jetzt bekannt gegeben, dass Holzer Berater des DEB wird und die Rolle als Teamchef der U20-Nationalmannschaft übernimmt.

Betroffene Orte: Geretsried

Meldung in eigener Sache: Mögliche Sendeausfälle im Raum Garmisch-Partenkirchen

An der Sendeanlage am Kreuzeck finden heute Servicearbeiten statt. Das kann dazu führen, dass ihr uns im Raum Garmisch-Partenkirchen ab dem Vormittag nur eingeschränkt hören könnt. Zwischen 10:00 Uhr und 13:00 Uhr werden die notwendigen Maßnahmen durchgeführt. Betroffen ist die UKW-Frequenz 106,2. Über DAB+ und unsere Bayerische Oberland App könnt ihr Radio Oberland auch in der Zwischenzeit problemlos empfangen. 

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen

München: Stadtrat bringt Neuerungen fürs Oktoberfest auf den Weg

Schampus-Duschen verboten und Blasmusik schon eine Stunde früher. Vier Monate vor dem Anstich am 19. September ist die Debatte um das größte Volksfest der Welt in seiner Heimatstadt München voll im Gange. Die Stadt schärft bei den Sicherheitsmaßnahmen für das Oktoberfest nach – und stellt ein paar weitere Regeln auf. Nachdem die Entscheidungen zuletzt vertagt worden waren, brachte der Stadtrat gestern mehrere Neuerungen auf den Weg.

Champagner auf dem Bierfest

Die Wiesn, so sagt auch Krause, ist ein Fest des Münchner Bieres. Vielleicht ist das ein Grund dafür, dort keinen Champagner zu trinken, sondern den Korken knallen zu lassen und den Schampus in einer Fontäne über andere Gäste zu gießen - wie immer wieder in sozialen Medien zu sehen war. Schluss mit lustig heißt es nun für diejenigen, die auf diese Weise gern derart feuchtfröhlich feierten. Künftig sollen diese sogenannten Champagner-Duschen in den Zelten verboten sein.

Man wolle nicht, dass die Wiesn «zum Ballermann» verkomme, hatte die «Süddeutsche Zeitung» aus Rathauskreisen zitiert. Die Champagner-Duschen waren den Stadträten schon länger ein Dorn im Auge. Diese Praxis sei nicht nur Lebensmittelverschwendung, sondern passe auch nicht zum Charakter des Volksfestes.

Blasmusik für Sicherheit

Bei dem Ziel, das Münchner Oktoberfest sicherer zu machen, soll in diesem Jahr auch Blasmusik eine Rolle spielen. Um den Besuch der Wiesn auch unter der Woche für internationale Gäste attraktiver zu machen, soll die Musik in den Zelten eine Stunde früher beginnen dürfen. Ziel ist «die Verlagerung der Besuchszeiten der internationalen Gäste auf die Wochentage», heißt es in einer Änderung der Betriebsvorschriften für die Wiesn 2026. Damit soll verhindert werden, dass es vor allem an Wochenenden wieder zu Überfüllungen kommt.

Im vergangenen Jahr war das Fest womöglich knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt. Am zweiten Wiesn-Samstag, dem sogenannten Italiener-Samstag mit vielen Gästen aus dem Ausland, wurde es vor den Festzelten so voll, dass es für Tausende Besucher weder vor- noch zurückging. Durchsagen, das Festgelände werde aus Sicherheitsgründen geschlossen, nannten zunächst keinen Grund - was zusätzlich Angst unter den Festgästen schürte.

Dieses Jahr soll es unter anderem auch ein neues Koordinierungs- und Beobachtungszentrum in den Räumen des bisherigen Fundbüros geben sowie Videoüberwachung zur «Früherkennung von neuralgischen Punkten innerhalb von Teilbereichen auf dem Festgelände».

Wunderkerzen zum Kehraus

Erlaubt bleiben soll trotz Sorgen nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana das Abbrennen von Wunderkerzen am letzten Wiesnabend. Vor dem Hintergrund von Crans-Montana habe sich der Interfraktionelle Arbeitskreis mit dem Thema befasst und auf die zusätzlichen Gefahren auch beim Oktoberfest hingewiesen – sei dann aber zu dem Ergebnis gekommen, dass eine entsprechende Ausnahmegenehmigung für den letzten Abend auch dieses Jahr beim Kreisverwaltungsreferat beantragt werden soll.

Heizstrahler im Biergarten

Das Verbot von Heizstrahlern, das die München-Liste mit Blick auf den Klimawandel, aber auch angesichts der Energiekrise im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg beantragt hatte, fiel im Stadtrat durch. Sie bleiben nach Angaben des Wirtschaftsreferates erlaubt.

Betroffene Orte: München

Demo legt Brennerautobahn in den Pfingstferien lahm - was ihr dazu wissen müsst

In nicht mal zwei Wochen starten die Pfingstferien im Oberland. Für alle, die dann Richtung Italien wollen, gibt es aber schon jetzt eine wichtige Warnung. Am Samstag, den 30. Mai, wird die Brennerautobahn komplett gesperrt. Und zwar stundenlang – an einem der stärksten Reisetage überhaupt. Hintergrund ist eine genehmigte Demonstration von Anwohnerinnen und Anwohnern gegen den starken Transitverkehr. Die Brennerroute wird deshalb in beide Richtungen von 11 bis 19 Uhr dicht gemacht.

Was genau passiert am Brenner?

Am Samstag, den 30. Mai, wird die Brennerroute in beide Richtungen komplett gesperrt – und zwar von 11 bis 19 Uhr. Betroffen sind die Brennerautobahn, die Bundesstraße und weitere Ausweichstrecken im Wipptal.

Was bedeutet das konkret für Reisende Richtung Italien?

Die Behörden in Tirol empfehlen, die Brennerroute an diesem Tag möglichst komplett zu meiden. Denn auch vor und nach der eigentlichen Sperrung dürfte es massive Staus geben. Teilweise könnten Fahrzeuge sogar schon an der Grenze zu Österreich zurückgewiesen werden. Besonders betroffen sind klassische Urlaubsstrecken Richtung Gardasee oder Südtirol.

Welche Alternativen gibt es denn überhaupt?

Lokale Umleitungen gibt es praktisch nicht. Empfohlen werden großräumige Ausweichrouten – etwa über die Schweiz und den Gotthard-Tunnel für Ziele rund um die oberitalienischen Seen. Richtung Südtirol kann der Reschenpass eine Alternative sein, dort gibt es aber ebenfalls Einschränkungen wegen Baustellen. Wer flexibel planen kann, sollte möglichst auf einen anderen Reisetag ausweichen.

Betroffene Orte: Brennerpass