Rentnerin aus Tutzing fällt auf Schockanruf herein
Eine 90-jährige Frau aus Tutzing ist am Donnerstag Opfer eines sogenannten Schockanrufs geworden. Laut Polizei gab sich ein Betrüger am Telefon als Polizist aus und erzählte der Rentnerin, dass ihre Schwiegertochter einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hätte. Nur durch die Zahlung einer Kaution könnte eine Haftstrafe verhindert werden. Die Betrüger lotsten die Frau in die Heinrich-Vogl-Straße in Tutzing. Dort übergab sie einer Abholerin, Wertgegenstände im Wert von rund 10.000 Euro. Erst als sie am Abend ihrem Sohn von der Sache erzählte, fiel der Betrug auf.
Die Abholerin kann wie folgt beschrieben werden:
Sie ist weiblich, ca. 40 Jahre alt, hat braune Haare und ein osteuropäisches Erscheinungsbild mit Akzent.
Die weiteren Ermittlungen werden von der Kriminalpolizeiinspektion Fürstenfeldbruck übernommen. Zeugen, die zwischen 11:30 Uhr und 13:30 Uhr verdächtige Wahrnehmungen in der Heinrich-Vogl-Straße in Tutzing gemacht haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 08141 612-0 zu melden.
Um nicht auch Opfer eines Betrugs zu werden, rät die Kriminalpolizei:
- Seien Sie grundsätzlich misstrauisch bei derartigen Anrufen!
- Gelegentlich wird auf Telefondisplays durch einen technischen Trick die Nummer 110 angezeigt. Beachten Sie hierzu, dass die Polizei Sie niemals unter der Notrufnummer 110 anruft!
- Beenden Sie im Zweifelsfall das Gespräch schnellstmöglich, ohne persönliche Daten bzw. Informationen über vorhandene Wertgegenstände oder Bargeld preiszugeben!
- Gehen Sie nicht auf Forderungen zur Überweisung oder Übergabe von Geldbeträgen ein!
- Die echte Polizei fordert niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände von Ihnen!
- Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen!
- Rufen Sie im Zweifelsfall die Polizei unter einer dem Telefonbuch entnommenen Telefonnummer an, in eiligen Fällen auch unter der Notrufnummer 110 - benutzen Sie dabei aber nicht die Rückruftaste, sonst landen Sie möglicherweise wieder bei den Betrügern!
- Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit: Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel Polizisten, den Dienstausweis!
- Sprechen Sie auch mit Ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter!