Zum 1. Juli treten heute zahlreiche Änderungen in Kraft. Rentner im Oberland bekommen mehr Geld. Auch in der Pflege steigen die Mindestlöhne. Wer eine Steuererklärung abgeben muss, erhält digitale Unterstützung. Außerdem werden Verbraucherrechte gestärkt und die Steuer auf Flugtickets sinkt. Teurer werden könnte es dagegen durch den neuen Wassercent. Auch Billig-Importe aus China sollen durch eine neue Zollgebühr eingedämmt werden. Was sich im Juli alles ändert:
Tankrabat läuft aus
Das war´s mit dem Tankrabatt. Ab 1. Juli fällt die befristete Steuersenkung auf Benzin und Diesel weg. Die Energiesteuer steigt wieder um rund 14 Cent pro Liter. Zusammen mit der Umsatzsteuer fallen knapp 17 Cent pro Liter Diesel und Benzin mehr an. Tanken kann damit wieder spürbar teurer werden.
Renten steigen
Viele Rentner bekommen mehr Geld. Die Renten steigen um 4,24 Prozent. Wer bisher beispielsweise 1.000 Euro Rente bekommen hat, erhält künftig rund 42 Euro mehr. Grund dafür ist die gute Lohnentwicklung.
Steuererklärung per Klick
Ab 1. Juli soll die Steuererklärung für erste Gruppen per App einfacher werden. Ledige, kinderlose Arbeitnehmer sowie Rentner und Pensionäre können eine vorausgefüllte Erklärung prüfen und mit einem Klick abschicken. Genannt wird vor allem die App „MeinElster+“. Übrigens: Die Steuererklärung für 2025 muss bis zum 31. Juli 2026 abgegeben werden.
Aus Bürgergeld wird Grundsicherung
Das Bürgergeld heißt künftig Grundsicherungsgeld. Die Höhe bleibt gleich, die Regeln werden aber strenger. Auch Sanktionen bis hin zum kompletten Leistungsstopp sind möglich.
Ticketsteuer sinkt
Fliegen ab Deutschland wird steuerlich günstiger. Je nach Strecke sinkt die Ticketsteuer um 2,50 bis 11,40 Euro. Ob Tickets wirklich billiger werden, entscheiden die Airlines.
Onlineshopping außerhalb der EU wird teurer
Bestellungen aus Nicht-EU-Ländern können teurer werden. Für Sendungen unter 150 Euro fällt künftig eine pauschale Zollgebühr von 3 Euro pro Warenkategorie an – zusätzlich zur Einfuhrumsatzsteuer. Ziel ist weniger Billigware aus China.
Pflege-Mindestlöhne steigen
Viele Beschäftigte in der Pflege bekommen mehr Geld. Der Mindestlohn in Pflegeberufen steigt. Pflegehilfskräfte bekommen ab 1. Juli mindestens 16,52 Euro pro Stunde.
Recht auf Reparatur
Ab Ende Juli 2026 bekommen Verbraucher mehr Möglichkeiten, defekte Geräte reparieren zu lassen. Hersteller bestimmter Produkte – etwa Smartphones, Waschmaschinen oder Kühlschränke – müssen Reparaturen anbieten, wenn diese technisch möglich sind. Reparieren soll damit einfacher und attraktiver werden.
Wassercent kommt
Ab dem 1. Juli erhebt Bayern eine neue Gebühr auf die Entnahme von Grundwasser – den sogenannten Wassercent. Ziel ist es, den Schutz der Wasserressourcen zu stärken und einen bewussteren Umgang mit Wasser zu fördern. Für viele Nutzer von Grundwasser wird Wasser damit teurer. Auch Haushalte könnten die Mehrkosten über den Wasserversorger spüren.