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News für den 10. September 2026

Bundesweiter Warntag: So fällt das Fazit nach dem Probealarm aus

Um 11 Uhr haben heute auch im Oberland die Sirenen geheult und Handys Alarm geschlagen. Es war bundesweiter Warntag. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zieht eine positive Bilanz: Die Sirenen hätten gut funktioniert. Auch die Warnungen über die Apps Nina und Katwarn hätten einen Großteil der Bevölkerung erreicht. Beim Cell Broadcast habe nach aktuellem Stand ebenfalls alles geklappt. Auch die Landratsämter im Oberland melden einen weitgehend erfolgreichen Probealarm. Ein ähnliches Bild zeigt unsere Radio-Oberland-Umfrage: Bei 98 Prozent hat die Warnung funktioniert.

Noch eine Woche lang kann jeder online angeben, ob und wie schnell die Warnmeldung angekommen ist. Hier geht´s zur Online-Umfrage

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen, Weilheim i. OB, Starnberg, Bad Tölz, Landsberg am Lech
Themen: Landratsamt, Oberland, Innenministerium

Penzberg: Anonymer Hassbrief gegen Muslime aufgetaucht

Schon wieder gibt es in Penzberg anti-islamische Hetze. Nachdem in den vergangenen Wochen mehrfach ein Schild mit muslimischen Gebetszeiten beschmiert wurde, ist jetzt ein anonymer Hassbrief aufgetaucht. Laut Imam Benjamin Idriz ging das Schreiben mit falscher Absenderadresse an ihn und weitere Persönlichkeiten in der Stadt. Der Brief enthalte Beleidigungen, Hass und Hetze gegen Muslime. Idriz warnt vor zunehmender Muslimfeindlichkeit und fordert von den demokratischen Parteien eine deutlich klarere Haltung dagegen. 

Betroffene Orte: Penzberg
Themen: Kultur, Penzberg

Fernpass-Ausbau in Tirol: Zeitplan wackelt

Der Ausbau der Fernpassstrecke in Tirol wird auch bei uns mit Spannung verfolgt. Eine Maut am Fernpass könnte im Oberland für zusätzlichen Ausweichverkehr sorgen. Jetzt werden die Pläne für den neuen Fernpasstunnel aber vorerst ausgebremst. Eine Umweltorganisation hat Beschwerde gegen die naturschutzrechtliche Genehmigung eingelegt. Deshalb wurde die Ausschreibung für die geplanten Rodungsarbeiten zurückgezogen. Die Vorarbeiten sollten eigentlich im Oktober beginnen. Ob dieser Zeitplan noch zu halten ist, ist offen. Das Tiroler Landesverwaltungsgericht muss jetzt über die Beschwerde entscheiden – das könnte mehrere Monate dauern. 

Betroffene Orte: Reutte in Tirol
Themen: Österreich, Reutte in Tirol, Tirol, Verkehr

Starnberg: Beachvolleyball-Erfolgsduo Ehlers/Wickler trennt sich

Nach Silber bei Olympia und bei der EM gehen die Beachvolleyballer Clemens Wickler aus Starnberg und Nils Ehlers getrennte Wege. Fünf Jahre lang spielten sie gemeinsam im Sand. Nach einer Saisonanalyse haben sie sich nun einvernehmlich getrennt. Beide wollen Olympia 2028 in Los Angeles mit neuen Partnern angehen. Wickler sagte, dass sie bei der Zusammenarbeit nicht mehr die gleichen Vorstellungen hätten. Der 31-Jährige spielt künftig mit Lukas Pfretzschner. Nach seinen Schulterproblemen ist Wickler inzwischen wieder im Training.

Betroffene Orte: Starnberg
Themen: Clemens Wickler, Sport, Beachvolleyball

Herausfordernde Floßfahrtsaison im Oberland

Floßfahrten auf Loisach und Isar sind für viele eine große Gaudi – für die Betriebe waren sie in diesem Jahr aber oft eine Herausforderung. Das Niedrigwasser begleitete die Flößer fast durch die gesamte Saison. Schon zum Start waren die Pegel niedrig, später kamen lange Trocken- und Hitzephasen dazu. Trotzdem zieht die Flößerei Franz Seitner eine positive Bilanz: Alle Fahrten konnten durchgeführt werden. Monika Heidl-Seitner:

„Aufgrund der geringen Fließgeschwindigkeit dauerten die Fahrten etwa eine bis eineinhalb Stunden länger als gewöhnlich. Aufgrund des geringen Tiefgangs unserer Flöße konnten auch flachere Streckenabschnitte auf Loisach und Isar gut bewältigt werden. Dabei musste aber besonders darauf geachtet werden, nicht von der Fahrrinne abzukommen und auf Kiesbänke oder andere Hindernisse aufzufahren.“

Solche Niedrigwasser-Phasen habe es zwar auch früher gegeben, allerdings nicht über einen so langen Zeitraum. Für die kommenden Jahre bleibt deshalb die Frage, auf welche Bedingungen sich die Flößer einstellen müssen. Heidl-Seitner beobachtet dabei eine Entwicklung:

„Es gibt immer häufiger Phasen, in denen es wochenlang keine Niederschläge gibt und das Wasser knapp wird. Auch die Hitzephasen mit Temperaturen über 30 Grad werden länger. Wenn es dann zu Regenfällen kommt, fallen diese oft so massiv aus, dass in kürzester Zeit ein Hochwasser entstehen kann.“

Ob die Flöße fahren können, wird damit auch künftig vor allem vom Wasserstand abhängen – bei Hochwasser genauso wie bei Niedrigwasser. Die aktuelle Floßfahrtsaison geht an diesem Wochenende zu Ende.

Betroffene Orte: Wolfratshausen

Bundesweiter Warntag 2026 im Oberland: Das müsst ihr wissen

Sirenen heulen, Warn-Apps schlagen Alarm und Handys schrillen: Heute findet der jährliche bundesweite Warntag statt. Bund, Länder und Kommunen wollen testen, ob die Technik funktioniert und ob Warnmeldungen zuverlässig bei der Bevölkerung ankommen. Auch im Oberland werden ab 11 Uhr verschiedene Warnsysteme getestet. Alles zu Ablauf, Warnsignalen und Handy-Einstellungen lest ihr hier.

Wann startet der Warntag?

Pünktlich um 11 Uhr verschickt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) eine zentrale Probewarnung. Diese wird über verschiedene Wege verbreitet – unter anderem über Radio und Fernsehen, Warn-Apps wie NINA und KATWARN sowie über Cell Broadcast direkt aufs Handy.

Viele Städte und Gemeinden testen zusätzlich ihre Sirenen oder andere Warnmittel. Gegen 11.45 Uhr soll die Entwarnung folgen.

Was passiert im Oberland?

Auch bei uns werden mehrere Warnwege gleichzeitig getestet. Die Warnung über Cell Broadcast und Warn-Apps erfolgt bundesweit. Ob zusätzlich eine Sirene heult, hängt dagegen vom jeweiligen Ort ab.

Nach der aktuellen Teilnehmerliste des Bayerischen Innenministeriums werden unter anderem im Landkreis Garmisch-Partenkirchen und im Landkreis Weilheim-Schongau Sirenen getestet.

Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen gibt es keinen flächendeckenden Sirenentest. Auch im Landkreis Starnberg und Landsberg am Lech werden nicht überall gleichzeitig die Sirenen ausgelöst.

Wichtig: Wenn bei euch um 11 Uhr keine Sirene zu hören ist, bedeutet das also nicht automatisch, dass der Warntag nicht funktioniert hat. Nicht jede Kommune beteiligt sich mit eigenen Sirenen.

Eine Übersicht der teilnehmenden Kommunen findet ihr hier!

Was muss am Handy eingeschaltet sein?

Damit die Warnung über Cell Broadcast ankommt, sind folgende Dinge wichtig:

  • Das Handy muss eingeschaltet sein.
  • Der Flugmodus muss ausgeschaltet sein.
  • Das Gerät braucht Mobilfunkempfang.
  • Das Betriebssystem sollte aktuell sein. Grundsätzlich unterstützt das BBK Android ab Version 11 und iPhones ab iOS 16.1.

Eine zusätzliche App und eine Internetverbindung sind für Cell Broadcast nicht nötig. Die Warnmeldung wird direkt über das Mobilfunknetz auf empfangsfähige Geräte geschickt.

Bei neueren Geräten ist Cell Broadcast normalerweise bereits aktiviert. Sehr alte Smartphones oder Handys können die Technik allerdings möglicherweise nicht unterstützen.

Was ist mit NINA und KATWARN?

Warn-Apps sind ein zusätzlicher Warnweg. Wer beispielsweise NINA oder KATWARN nutzt, sollte vorher prüfen, ob Benachrichtigungen für die App erlaubt sind.

Bei NINA können außerdem bestimmte Orte oder Regionen ausgewählt werden, für die man Warnungen erhalten möchte. Der Vorteil der Apps: Sie können deutlich ausführlichere Informationen und Verhaltenstipps liefern als eine Cell-Broadcast-Nachricht.

Warum werden so viele verschiedene Systeme gleichzeitig getestet?

Das ist einer der wichtigsten Punkte des Warntags: Im Ernstfall soll sich Deutschland nicht auf einen einzigen Warnweg verlassen müssen. Wer eine Sirene nicht hört, kann beispielsweise über das Handy, eine Warn-App oder das Radio erreicht werden.

Wie wichtig dieser Warnmittelmix ist, zeigte der Warntag im vergangenen Jahr: Laut Auswertung des BBK wurden 97 Prozent der Befragten über mindestens einen Warnweg erreicht. Cell Broadcast erreichte mit rund 75 Prozent die meisten Teilnehmer. Kein einzelner Warnweg erreichte aber alle Menschen.

Nach dem Warntag: Erfahrungen teilen

Im Anschluss an den Probealarm könnt ihr eure Erfahrungen teilen. Bei einer Online-Umfrage des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe könnt ihr angeben, welche Warnungen euch erreicht haben und wo es möglicherweise Probleme gab.

Die Befragung läuft vom 10. bis 17. September 2026. Die Ergebnisse sollen helfen, das Warnsystem weiter zu verbessern.

Hier geht’s zur Online-Umfrage!

Hier bekommt ihr weitere Infos zum Warntag!

 

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen, Weilheim i. OB, Schongau, Starnberg, Landsberg am Lech, Bad Tölz, Wolfratshausen

Basketball-WM: Landsbergerin Fiebich und Co. treffen auf amtierenden Europameister Belgien

Die deutschen Basketballerinnen wollen bei der Heim-WM in Berlin heute ihre Erfolgsserie fortsetzen. Im Viertelfinale wartet mit Belgien allerdings eine richtig schwere Aufgabe auf das Team um Leonie Fibich aus Landsberg. Gegen den amtierenden Europameister verlor Deutschland vor einem Jahr im EM-Viertelfinale. Mut dürfte ein Blick auf die Olympischen Spiele 2024 machen. Da gewannen die DBB-Frauen in der Gruppenphase gegen Belgien. Spielbeginn ist heute um 17.45 Uhr.

Betroffene Orte: Landsberg am Lech, Berlin

Nach monatelanger Baustelle: Entspannung auf beliebter Ausflugsstrecke am Walchensee

Für viele Pendler, Urlauber und Lkw-Fahrer waren die vergangenen Monate am Walchensee eine Geduldsprobe. Eine Baustelle auf der B11 sorgte immer wieder für lange Rückstaus. Jetzt entspannt sich die Lage auf der beliebten Ausflugsstrecke:

Heute Nachmittag soll die bislang nur einspurig befahrbare Strecke wieder in beide Richtungen freigegeben werden. Ganz abgeschlossen sind die Bauarbeiten aber noch nicht. In der kommenden Woche wird der Abschnitt noch einmal für zwei Nächte voll gesperrt. Dann stehen letzte Asphaltierungsarbeiten an. Seit Mitte April werden zwischen Urfeld und Walchensee Tunnel und Straße saniert.

Betroffene Orte: Walchensee

Specht-Forschungsprojekt - Das ganze Oberland kann helfen

Wer beim Spaziergang im Oberland eine Spechthöhle entdeckt, kann jetzt bei einem Forschungsprojekt helfen. Der LBV untersucht gemeinsam mit der Bayerischen Mykologischen Gesellschaft und der Universität Bayreuth, welche Rolle holzzersetzende Pilze beim Höhlenbau spielen. Vermutet wird: Pilze zersetzen das Holz und machen es für Spechte leichter, ihre Höhlen zu bauen. Deshalb sollen Spaziergänger melden, ob an einem Baum mit Spechthöhle auch Pilze wachsen. Die Beobachtungen können online beim LBV eingetragen werden.

Spechthöhle gesehen? Jetzt melden! - LBV

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen, Weilheim i. OB, Schongau, Starnberg, Landsberg am Lech, Bad Tölz, Wolfratshausen

Neue "Elternhaltestellen" in Landsberg sollen Verkehrschaos vor Grundschule entzerren

Wenige Tage vor dem Schulstart gibt es rund um die Grundschule an der Platanenstraße in Landsberg neue Elternhaltestellen. Drei Standorte sollen das morgendliche Verkehrschaos direkt vor der Schule entzerren und den Schulweg sicherer machen. Die Kinder können dort aussteigen und die letzten Meter zu Fuß zurücklegen – größtenteils abseits der Fahrbahn und über sichere Querungsstellen. Die Stadt empfiehlt Eltern, den Weg noch vor dem ersten Schultag gemeinsam mit ihren Kindern abzugehen.

Betroffene Orte: Landsberg am Lech

Deutsche Bahn rüstet sich für die Wiesn

Volle Züge und dichtes Gedränge: Die Bahn rüstet sich für die Wiesn. Zum Oktoberfest werden in München täglich rund 100.000 zusätzliche Fahrgäste erwartet. Weil am Hauptbahnhof gleichzeitig gebaut wird, sollen Bahnsteige wieder vollständig geöffnet und ein neuer Zugang zum Starnberger Flügelbahnhof fertiggestellt werden. Außerdem setzt die Bahn mehr Sicherheitskräfte und zusätzliche Helfer zur Fahrgastlenkung ein. Insgesamt sind zur Wiesn mehr als 500 zusätzliche oder verlängerte S-Bahn-Fahrten geplant – zudem sollen Regionalzüge mehr Platz für Fahrgäste bieten.

Betroffene Orte: München, Landsberg am Lech, Weilheim i. OB, Schongau, Starnberg, Bad Tölz, Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen

Eishockey-Oberliga: Erfolgreiche Heim-Generalprobe für die Tölzer Löwen nach Lastminute-Sieg

Die Tölzer Löwen haben ihre letzte Heim-Generalprobe vor dem Eishockey-Oberliga-Start gewonnen – und zwar in sprichwörtlich "letzter Sekunde". Gegen die Adler Kitzbühel fiel der einzige Treffer erst 34 Sekunden vor Schluss. Niklas Hörmann verwertete einen Nachschuss zum 1:0. 763 Zuschauer sahen bis zu dem Zeitpunkt eine lange torlose, aber spannende Partie. Am morgigen Freitag steht für die Löwen noch ein Test in Ritten an, ehe heute in einer Woche das Eröffnungsspiel in Kaufbeuren folgt.

Betroffene Orte: Bad Tölz

Kommunen in Bayern haben 2025 mehr Geld ausgegeben als eingenommen - Zahlen aus dem Oberland

Bayerns Kommunen haben im letzten Jahr erneut mehr Geld ausgegeben, als sie eingenommen haben – und dass trotz gestiegener Steuereinnahmen. Das zeigen jetzt veröffentlichte Zahlen des Landesamtes für Statistik. Demnach beläuft sich das Finanzierungsdefizit auf insgesamt 4,7 Milliarden Euro.

Unter den Oberland-Landkreisen hat der Kreis Landsberg mit rund 33 Millionen Euro das größte Minus, gefolgt von Garmisch-Partenkirchen mit rund 28 Millionen Euro und Weilheim-Schongau mit circa 21 Millionen Euro. Mehr eingenommen als ausgegeben haben dagegen die Kommunen in den Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen und Starnberg. Bad Tölz-Wolfratshausen hat ein Plus von rund 2,5, Starnberg sogar von rund 14 Millionen Euro.

Betroffene Orte: Landsberg am Lech, Garmisch-Partenkirchen, Weilheim i. OB, Schongau, Starnberg, Bad Tölz, Wolfratshausen