Der niedrige Wasserstand des Starnberger Sees bleibt ein Problem für die Ausflugsschifffahrt. Auch knapp einen Monat nach dem Aus für mehrere Anlegestellen hat sich die Situation nicht verändert. Die Schiffe können Berg, Possenhofen, Bernried und Ambach weiterhin nicht bedienen – sicheres Ein- und Aussteigen ist dort nicht möglich. Betriebsleiter am Starnberger See Matthias Leis von der Bayerischen Seenschifffahrt im Interview mit Radio Oberland über die aktuelle Lage:
Matthias Leis von der Bayerischen Seenschifffahrt - Betriebsleiter Starnberger See
„An der Situation hat sich nichts verändert. Grundsätzlich muss man sagen, die Niederschläge zuletzt haben einfach nur zur Stabilisierung des Wasserstands beigetragen. Im Moment können wir den aktuellen Fahrplan, so wie wir ihn haben, so beibehalten. Gefahr für weitere Einschränkungen besteht aktuell nicht. Aber die Situation ist schon bedenklich, wenn der Wasserstand weiter zurückgeht.“
Wirkt sich die Fahrplanänderung auf die Zahl der Fahrgäste aus?
Matthias Leis von der Bayerischen Seenschifffahrt - Betriebsleiter Starnberger See
„Ich muss wirklich sagen, wir haben tolle Fahrgäste, die sagen. Wir fahren ja die Rundfahrten nach Fahrplan, bedienen halt nur nicht die Stege, wo wir kein sicheres Ein- und Aussteigen garantieren können. Und wir haben das Glück, drüben am Ammersee haben wir ja auch einen See, den wir anbieten können, da können Schifffahrten noch ohne Einschränkungen stattfinden.“
Können Sie erklären, warum sich der niedrige Pegel am Ammersee nicht auf die dortige Seenschifffahrt auswirkt?
Matthias Leis von der Bayerischen Seenschifffahrt - Betriebsleiter Starnberger See
„Grundsätzlich ist der Ammersee ganz anders aufgestellt als der Starnberger See. Der Ammersee hat einen Zulauf. Der hat aber natürlich auch einen Ablauf mit der Amper, aber der ist Abfluss reguliert. Der Wasserstand am Ammersee ist derzeit auch sehr niedrig, aber das bedeutet hier noch keine Einschränkungen für den Fahrbetrieb, die Schiffe fahren ganz normal.“
Wie optimistisch sind Sie, dass sich an der Lage am Starnberger See bis zum diesjährigen Saisonende noch etwas ändert?
Ob sich daran bis zum Ende der Saison nochmal was ändert, ist schwierig zu sagen, sagt Matthias Leis, Betriebsleiter Starnberger See.
Matthias Leis von der Bayerischen Seenschifffahrt - Betriebsleiter Starnberger See
„Es kommt jetzt darauf an. Also wir müssen zuerst einmal schauen, ob es beispielsweise regnet oder nicht. Eines muss man auch dazu sagen, der Starnberger See wird ja grundsätzlich aus Grundwasser bedient und der Spiegel ist aktuell natürlich auch im Keller. Ich bin aber sehr optimistisch, dass wir es noch hinkriegen in dieser Saison wieder alle Stege anzusteuern, aber versprechen würde ich es jetzt nicht.“
Vielen Dank für das Interview.