Nach monatelanger Sanierung ist die Hörnlebahn in Bad Kohlgrub auf der Zielgeraden. Seit heute laufen die technischen Abnahmen durch Behörden, TÜV und Berufsgenossenschaft. Wenn alles klappt, sollen Mitte kommender Woche wieder die ersten Fahrgäste auf den blauen Schwenksesseln Platz nehmen. Ursprünglich war der Start schon für Juni geplant – die Verzögerung hat der Bahn wichtige Sommerumsätze gekostet. Im Interview erklärt Geschäftsführer Frank Peters, was bis zur Wiedereröffnung noch erledigt werden muss und warum er jetzt auf einen goldenen Herbst hofft.
Die Hörnlebahn steht kurz vor der Wiedereröffnung – was passiert jetzt noch alles?
Frank Peters, Geschäftsführer der Hörnlebahn:
„Wir sind kurz vor der Ziellinie, was die Sanierung der Hörnle-Schwebebahn in Bad Kohlgrub angeht. Ab heute beginnen die technischen Abnahmen der Seilbahnanlage durch die Aufsichtsbehörde der Regierung von Oberbayern, durch TÜV und durch die Berufsgenossenschaft. Es ist so, dass wir die gesamte Steuerungstechnik bereits im Testbetrieb haben und die wird dann entsprechend abgenommen. Die Vorbereitungen und die Dokumentationen wurden bereits alle erstellt. Wir führen eine beladene Bremsprobe durch. Wir führen einen Klemmenabzugstest durch. Die Brandmeldeanlage komplett neu installiert, wird getestet. Das passiert alles bis Freitag“.
Ist denn sonst alles fertig und betriebsbereit?
Frank Peters, Geschäftsführer der Hörnlebahn:
„Mal abgesehen von der technischen Abnahme durch die Behörden und TÜV sind im Bereich der Gebäude noch ein paar Restarbeiten zu erledigen bzw. Bodenarbeiten und Absperrungen bzw. Zäune für die Sicherheit der Fahrgäste. Das wird im Laufe der kommenden Tage bzw. Anfang der nächsten Woche dann soweit noch fertiggestellt“.
Ab wann können die ersten Fahrgäste wieder auf den blauen Schwenksesseln Platz nehmen?
Frank Peters, Geschäftsführer der Hörnlebahn:
„Sobald alle Tests, Prüfungen und Abnahmen erfolgt sind und wir die Zustimmung von der Technischen Aufsichtsbehörde der Regierung von Oberbayern zur Betriebseröffnung erhalten haben, gehen wir heute davon aus, dass wir ca. Mitte der kommenden Woche mit dem Fahrgastbetrieb starten können“.
Der Start war für Juni geplant, jetzt ist es fast Herbst: Wie wirkt sich die Verzögerung finanziell aus?
Frank Peters, Geschäftsführer der Hörnlebahn:
„Wie sich jeder vorstellen kann, ist eine Sanierung im technischen und im Gebäudeinfrastrukturbereich sehr komplex und aufwendig. So konnten wir den ursprünglich geplanten Termin zur Wiederinbetriebnahme Anfang Juni leider nicht einhalten. Das wirkt sich natürlich auch auf die Umsatzeinbußen der Sommermonate, insbesondere Juli und August, aus. Und jetzt müssen wir schauen, dass wir das im Herbst noch ein bisschen kompensieren können. Aber wir sind da guter Dinge und starten sehr motiviert in die neue Saison bzw. in die neue Zeit der Hörnlebahn“.
Könnte ein goldener Herbst noch einiges retten?
Frank Peters, Geschäftsführer der Hörnlebahn:
„Der goldene Herbst wäre ein Segen für uns. Insbesondere weil im Herbst die Wetterverhältnisse oftmals noch sehr stabil und warm sind. Die Betriebszeiten ist geplant, dass wir bis in den November hinein die Sommersaison fahren. Und dann möglicherweise auch im November noch die Wochenenden in Betrieb sind, so dass wir da vielleicht noch einiges retten können“.