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News für den 04. März 2026

Umsatz gesteigert - Pharmariese Roche zieht Bilanz für 2025

Der Pharmariese Roche mit Sitz in Penzberg hat Bilanz für das vergangene Jahr gezogen. Demnach ist der Gesamtumsatz der ROCHE – Gruppe, gegen den allgemein schwachen Trend in der Wirtschaft, auf fast 9 Milliarden Euro gestiegen. Einen bedeutenden Anteil daran hat der Standort Penzberg, unterstreicht Werkleiter Paul Wiggermann

„Hier in Penzberg passiert Innovation und Produktion von ganz wichtigen Medikamenten und diagnostischen Tests. Und das war auch 2025 so. Und 2025 war Penzberg mal wieder auch ein Innovationsmotor für medizinischen Fortschritt für Roche und für Patientinnen und Patienten weltweit.“

Wie wichtig der Standort für das Unternehmen ist, zeigen auch die Investitionen im vergangenen Jahr. Über 400 Millionen sind investiert worden – unter anderem für ein neues Diagnostikzentrum.  

Betroffene Orte: Penzberg

Über 50 km/h zu schnell - Polizei stoppt Raser in Rottenbuch

Ein Fahrverbot von einem Monat und eine Geldstrafe von fast 430 Euro. Ein Niederländer war auf der B23 im Ortsgebiet Rottenbuch etwas zu schnell unterwegs. Laut Polizei hatte sein Tacho über 50 km/h zu viel angezeigt. Der Mann ist Anfang der Woche in eine Geschwindigkeitsmessung reingefahren. Statt erlaubten 50 war er laut den Beamten mit 102 km/h unterwegs.

Betroffene Orte: Rottenbuch
Themen: Rottenbuch, Polizei

Zuständig für die Landkreise Landsberg und Starnberg - Neubau der ILS Fürstenfeldbruck vor Fertigstellung

Der Neubau der Integrierten Leitstelle in Gernlinden, die auch zuständig ist für die Landkreise Landsberg am Lech und Starnberg steht kurz vor der Fertigstellung. Starnbergs Landrat Stefan Frey hat sich vor Ort über den Baufortschritt informiert. Die neue Leitstelle koordiniert künftig Einsätze für vier Landkreise und mehr als 640.000 Menschen. Nach Angaben Freys entsteht damit ein moderner zentraler Baustein der regionalen Sicherheitsstruktur. Aktuell ist die ILS Fürstenfeldbruck noch an der Münchner Straße in Fürstenfeldbruck beheimatet. Der Neubau war dringend notwendig, weil das bisherige Gebäude den Anforderungen technisch, organisatorisch und auch arbeitsmedizinisch nicht mehr genüge. Wenn alles nach Plan läuft, kann die ILS im Laufe des Mai in Betrieb gehen.

Themen: LK Landsberg am Lech, LK Starnberg, Oberland

Vorwurf der Untreue - Karwendelbahn-Vorstand vor Gericht

Das nächste Kapitel im Streit zwischen der Karwendelbahn AG und dem umstrittenen Vorstand Wolfgang Reich wird heute aufgeschlagen und zwar am Amtsgericht München. Reich wird vorgeworfen, Gelder in Höhe von 120.000 Euro veruntreut zu haben. Der Seilbahn-Chef soll 2016 als faktisch alleiniger Vorstand diese Summe von einem Konto der Karwendelbahn AG auf sein Privatkonto überwiesen haben. Dazu hätte es eine Zustimmung der Aktionäre gebraucht, die wohl nicht vorlag. Der Prozess wurde Ende Januar wegen einer Fernreise des Angeklagten ausgesetzt. Bis Ende März sind Verhandlungstage angesetzt.

Betroffene Orte: Mittenwald
Themen: Gericht, Amtsgericht, Karwendelbahn AG

LL: "Wir wachsen zusammen" - Inklusionstage 2026 starten

Unter dem Motto „Wir wachsen zusammen“ starten im Landkreis Landsberg am Lech die Inklusionstage 2026. Von März bis Oktober gibt es zahlreiche Veranstaltungen, die Begegnungen schaffen und das inklusive Miteinander stärken sollen. Im Rahmen des „Festivals der Möglichkeiten – Welt-Frauentage 2026“ starten die Inklusionstage mit zwei besonderen Veranstaltungen für Frauen. Weitere Aktionen folgen bis in den Herbst hinein. Die Inklusionstage 2026 stehen für Vielfalt, Teilhabe und Zusammenhalt. 


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Themen: LK Landsberg am Lech, Inklusion

Urteil im "Herrsching-Mord" ist rechtskräftig - Bundesgerichtshof verwirft Revision der Verteidigung als unbegründet

Revision abgeschmettert – das Urteil im sogenannten „Herrsching-Mord“ ist rechtskräftig. Das hat der Bundesgerichtshof jetzt beschlossen. Im Sommer 2024 soll ein damals 22-Jähriger einen Rentner in Herrsching an seiner Haustür mit einem Messer erstochen haben. Nach der tödlichen Messerattacke war der Täter zunächst nach Frankreich geflüchtet, wo ihn Fahnder in einem Appartement bei Paris aufspürten. Das Landgericht München stellte die besondere Schwere der Schuld fest und verurteilte ihn zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe. Dagegen hatte die Verteidigung zunächst Revision eingelegt. Der Bundesgerichtshof hat diese jetzt als unbegründet verworfen.

Betroffene Orte: Herrsching a. Ammersee

Über Landkreisgrenzen hinaus: Starnberger Kommunen sind Teil des MVV-Bikesharing Projekts "MyRadl"

Bikesharing über Landkreisgrenzen hinaus – Das System „MyRadl“ im MVV-Verbundgebiet machts möglich. Das Projekt startet dieses Frühjahr mit geplanten knapp 1.000 Standorten und rund 6.800 Fahrrädern. Dazu zählt heuer auch schon die Gemeinde Gilching im Landkreis Starnberg. Gauting, Herrsching, Seefeld und Weßling gehören ab 2027 dazu. Im gesamten Landkreis werden über 60 mechanische Fahrräder und mehr als 20 Pedelecs an 12 Stationen zur Verfügung stehen.

Betroffene Orte: Starnberg, Gauting, Gilching, Weßling, Seefeld, Herrsching a. Ammersee

Klima auf der Zugspitze: Februar laut Experten deutlich zu mild

Der vergangene Februar war auf der Zugspitze deutlich zu mild. Die Durchschnittstemperatur lag bei minus 8,3 Grad – mehr als drei Grad über dem langjährigen Mittel. Damit gehört der Monat zu den wärmeren Februarwerten, bleibt aber unter dem Rekord von 1998. Auch beim Niederschlag blieb es leicht unter dem Durchschnitt, die Sonne zeigte sich etwas seltener als üblich. Die höchste Schneehöhe betrug 2 Meter 40 – weit entfernt vom historischen Rekord aus dem Jahr 1948 mit über sieben Metern Schnee.

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen

Internationale Handwerksmesse startet mit Ausstellern aus dem Oberland

In München startet heute die Internationale Handwerksmesse. Bis Sonntag zeigt die Branche dort ihre Innovationskraft – von Bauen und Modernisieren über Gartenbau bis hin zu Schmuck und Design. Das Handwerk gilt als wichtiger wirtschaftlicher Stützpfeiler Deutschlands und rückt auch politisch stärker in den Fokus. Mit dabei sind zahlreiche Aussteller aus dem Oberland, unter anderem die Staatliche Berufsfachschule für Holzbildhauer aus Oberammergau sowie ein Möbelhaus aus Wolfratshausen.

Betroffene Orte: München, Oberammergau, Wolfratshausen

Landratsamt Weilheim-Schongau stellt neue Notfallmappe vor

Das Landratsamt Weilheim-Schongau hat eine neue Notfallmappe vorgestellt. Die überarbeitete Broschüre soll Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis dabei unterstützen, für Notfälle rechtzeitig vorzusorgen. Sie enthält wichtige Angaben wie persönliche Daten, medizinische Informationen und Kontakte von Angehörigen. Auch Checklisten und Hinweise für Helfer sind enthalten. Die Notfallmappe gibt es kostenlos im Landratsamt sowie bei Gemeinden und Beratungsstellen im Landkreis.

Betroffene Orte: Weilheim i. OB, Schongau

Penzberg: Mann spricht mehrere Mädchen an und verletzt sie mit Pfefferspray

Schockierender Vorfall in Penzberg: Ein junger Mann soll zwei Mädchen unabhängig voneinander angesprochen und mit Pfefferspray verletzt haben. Beide Kinder im Grundschulalter mussten nach der Tat im Krankenhaus versorgt werden. Laut Polizei hatte der Tatverdächtige die Mädchen zuvor angesprochen, in einem Fall Süßigkeiten angeboten. Der Mann aus dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen wurde festgenommen und in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht. Die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung laufen.

Betroffene Orte: Penzberg

Eishockey Oberliga: SC Riessersee scheitert in den Pre-Playoffs an Passau

Saisonaus für den SC Riessersee. Der Eishockey Oberligist hat gestern die zweite Niederlage in der Pre-Playoff Serie gegen Passau kassiert und verabschiedet sich damit in die Pause. Nach zwei Dritteln stand es 2:2. Beim Aufheulen der Schlusssirene 2:5 aus Sicht der Werdenfelser. Der SCR scheiterte nach eigenen Angaben an seiner eklatanten Abschlussschwäche, begünstigt durch Zitat „sehr diskutable Schiedsrichterentscheidungen gegen sich“. Am Samstag lädt der SC Riessersee seine Fans zur Saisonabschlussfeier ins SCR-Stüberl ein. Beginn ist um 18:00 Uhr

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen

Wenige Tage bis zu den Kommunalwahlen im Oberland - Interview mit Politikwissenschaftlerin Dr. Ursula Münch

Der Kommunalwahlkampf im Oberland befindet sich in den Entzügen. Am Sonntag entscheiden wir über Bürgermeister, Landräte sowie Stadt- und Gemeinderäte. Wir können also direkt Einfluss nehmen auf das, was vor unserer Haustür passiert. Wie wir uns auf die Wahl vorbereiten können, welche Informationsmöglichkeiten es gibt und warum wir bei Wahlwerbung im Internet vorsichtig sein sollten – erfahrt ihr im Interview mit Politikwissenschaftlerin Dr. Ursula Münch, Direktorin der Akademie für Politische Bildung in Tutzing.

Warum sollten wir uns vor der Wahl mit dem Kommunalwahlrecht in Bayern befassen?

Politikwissenschaftlerin Dr. Ursula Münch:

„Bei uns ist es ein bisschen kompliziert. Wir können verschiedene Listen wählen, wir können als Wähler eine Auswahl treffen, wir können jemanden von unten in der Liste nach oben befördern. Also die Möglichkeiten sollte man sich schon mal im Vorhinein zur Gemüte führen und sich darüber informieren“.

Warum ist es so wichtig, dass wir zur Wahl gehen und von dem Recht Gebrauch machen?

Politikwissenschaftlerin Dr. Ursula Münch:

„Wie wir uns fühlen, ob wir im Stau stehen, ob wir einen Parkplatz finden, ob es für die Kinder einen Kindergartenplatz gibt, ob die Musikschule weiter finanziert wird – das wird in den Kommunen vor Ort entschieden. Aus diesem Grund sollten wir als Wähler auf diese Entscheidungen Einfluss nehmen“.

Den Wahl-O-Mat gibt es bei der Kommunalwahl nicht. Was kann bei der Entscheidung helfen?

Politikwissenschaftlerin Dr. Ursula Münch:

 „Ich kann mir vorher Gedanken machen, ob ich will, dass mehr reguliert wird, oder ob ich eher dafür bin, dass alles ein bisschen offener ist. Danach kann ich zum Beispiel schon mal eine Parteientscheidung treffen. Und dann ist es natürlich schön, wenn ich auch noch ein Bild von den Kandidaten vor Ort habe, falls ich dazu eine Meinung habe“.

Der Wahlkampf findet immer häufiger im Internet statt. Warum sollten wir uns nicht nur darauf verlassen?

Politikwissenschaftlerin Dr. Ursula Münch:

 „Da ist ganz viel Verzerrung womöglich mit dabei. Also insofern kann ich nur empfehlen, das örtliche Radioprogramm mitzuverfolgen und natürlich auch eine Tageszeitung zu lesen, weil dann kann ich es viel besser einordnen, was da über die sozialen Netzwerke auf mich einprasselt“.

Welche Gefahren sehen Sie bei Social Media?

Politikwissenschaftlerin Dr. Ursula Münch:

 „Gerade Parteien, die so ein bisschen schon völkisches Denken haben oder populistisch arbeiten, die nehmen dann künstlich hergestellte Bilder mithilfe von KI, hergestellte Videosequenzen. Also da muss man schon ganz arg aufpassen. Das darf man nicht immer alles für bare Münze nehmen. Deshalb lieber selbst mal zu einem Informationsabend oder zu einer Wahlveranstaltung gehen und auch mal in der Fußgängerzone ein Gespräch mit den Kandidaten und Kandidatinnen führen. Die sollen ja nicht umsonst die Füße in den Bauch stehen. Sie freuen sich, wenn man mit ihnen sachlich diskutiert“.

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen, Weilheim i. OB, Schongau, Bad Tölz, Wolfratshausen, Starnberg, Landsberg am Lech