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News für den 26. Februar 2026

Warnstreiks im Nahverkehr - Einzelhandel erwartet Millionenverlust

Die für morgen und übermorgen angekündigten Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi im öffentlichen Nahverkehr treffen nicht nur Pendler, sondern auch den Einzelhandel. Der Handelsverband Bayern geht von einem Umsatzverlust von 40 Millionen Euro aus, sagt Geschäftsführer Bernd Ohlmann. Dass ausgerechnet an den beiden umsatzstärksten Tagen der Woche gestreikt werde, sei für die Branche „eine dicke fette Kröte“. In 13 Städten, darunter München, fallen morgen und übermorgen Busse und Bahnen aus. Der Handel hatte wegen des besseren Wetters eigentlich auf ein gutes Frühlings-Shopping-Wochenende gehofft.

Themen: Streik, Warnstreiks, verdi

Penzberg: Festnahmen nach Drogenfund bei Wohnungsdurchsuchungen

Crystal Meth, Amphetamine, Haschisch oder auch Marihuana – Bereits am 10. Februar durchsuchte die Polizei eine Penzberger Wohnung. Wie die Beamten jetzt mitgeteilt haben, stießen sie dabei auf eine große Menge an Drogen. Ein 36-Jähriger wurde daraufhin wegen des Verdachts auf Drogenhandel festgenommen. Im Laufe der Ermittlungen geriet auch ein 21-jähriger Bekannter des 36-Jährigen in Verdacht. Auch in seiner Wohnung stellten die Beamten diverse Drogen fest. Beide Männer befinden sich in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen dauern an.  

Betroffene Orte: Penzberg
Themen: Penzberg, Polizei, Drogen

Lokale Aktionsgruppe Auerbergland-Pfaffenwinkel berät über LEADER-Förderung

Welche regionalen Projekte dürfen sich über LEADER-Fördermittel freuen? Darüber berät heute die lokale Aktionsgruppe Auerbergland-Pfaffenwinkel im Landratsamt Weilheim-Schongau. Über vier regionale Projekte wird am Abend diskutiert – unter anderem über einen Dorfladen in Wildsteig oder das Zukunftsprojekt „Bauernhofkindergarten Huglhupf“ in Grasleiten bei Huglfing. Anfang April ist ein neuer Projektaufruf geplant. Bis dahin können weitere frische Ideen für die Region eingereicht werden, denen eine finanzielle Förderung guttun würde.

Themen: Auerbergland, Pfaffenwinkel, LEADER, Förderung

Hoher Schaden nach missglücktem Überholmanöver bei Ascholding

Glück im Unglück bei einem Verkehrsunfall zwischen Tattenkofen und Ascholding. Gestern Nachmittag sind nach einem missglückten Überholmanöver zwei Autos zusammengestoßen, eines der Fahrzeuge streifte in Folge einen Linienbus und wurde in einen angrenzenden Straßengraben geschleudert. Wie durch ein Wunder wurde bei dem Unfall nur eine Person leicht verletzt. Der entstandene Schaden wir allerdings auf einen hohen fünfstelligen Betrag geschätzt. Für die Unfallaufnahme war die betroffene Staatsstraße etwa eine Stunde gesperrt.

Themen: Verkehr, Unfall

Vermisste 57-Jährige aus Starnberg tot aufgefunden

Nach über zwei Monaten intensiver Suche herrscht jetzt traurige Gewissheit. Eine 57-jährige Frau aus Starnberg war wie vom Erdboden verschluckt, jetzt ist sie tot aufgefunden worden. Die Dame galt seit dem 19. Dezember als vermisst. Nach Angaben der Polizei wurde Mittwoch vor einer Woche eine Leiche in einem Waldstück nahe der Bahngleise auf Höhe des Waldfriedhofes Starnberg gefunden. Ein DNA-Abgleich bestätigte den bitteren Verdacht, dass es sich dabei um die Vermisste handeln könnte. Hinweise auf ein Fremdverschulden liegen laut Polizei keine vor.

Betroffene Orte: Starnberg

Dreister Einbruch in Gauting - Täter hatten Flex dabei

Mit einer Flex bewaffnet sind bislang Unbekannte gestern Vormittag in ein Haus in der Gautinger Bergstraße eingebrochen. Als die Hausbesitzerin gegen Mittag heimkam, nahm sie einen beißenden Geruch wahr und entdeckte eine eingeschlagene Fensterscheibe.

Die alarmierte Polizei stellte nach ihrem Eintreffen fest, dass die Einbrecher im Haus mehrere Zimmer durchwühlt, aber nichts gestohlen hatten. Außerdem hatten die Täter einen Standtresor mit einer Flex bearbeitet und versuchten diesen zu öffnen, was ihnen nicht gelang. Zeugen, die etwas Auffälliges beobachtet haben, werden gebeten sich bei der Polizei zu melden.

Betroffene Orte: Gauting

Kabarettistin Luise Kinseher wird Schirmherrin des Dießener Töpfermarkts 2026

Im Mai steigt in Dießen am Ammersee auch heuer wieder einer der größten Keramikmärkte in ganz Europa - der Dießener Töpfermarkt. Die amtierende Bürgermeisterin der Marktgemeinde, Sandra Perzul und Wolfgang Lösche, der Leiter des Töpfermarktes haben gestern ein gut gehütetes Geheimnis veröffentlicht: Kabarettistin Luise Kinseher wird die diesjährige Schirmherrin. Auch heuer präsentieren rund 160 Keramikerinnen und Keramiker aus zwölf Ländern ihre Werke. Im letzten Jahr lockte der Dießener Töpfermarkt etwa 60.000 Besucher ins Oberland.

Betroffene Orte: Dießen am Ammersee

Starnberger Westumfahrung wird für Verkehr früher freigegeben als geplant

Einen Tag früher als geplant, heißt es wieder „Freie Fahrt“ auf der Starnberger Westumfahrung. Das Staatliche Bauamt Weilheim hat per Eilmeldung mitgeteilt, dass die seit Montag geltende Vollsperrung schon heute Nachmittag wieder aufgehoben werden kann. In den letzten Tagen wurden im Bereich der Grünbrücke technische Anlagen zurückgebaut. Dafür wurde der Verkehr in beiden Richtungen über die Kreisstraße durch Hadorf umgeleitet. Ab heute Nachmittag soll damit Schluss sein.

Betroffene Orte: Starnberg, Hadorf

Betrugsversuch bei Führerscheinprüfung in Murnau

In Murnau hat in dieser Woche ein 52-Jähriger versucht bei der Führerscheinprüfung zu betrügen. Ein wachsamer TÜV-Mitarbeiter bemerkte, dass dieser offenbar von außen Hilfe erhielt, und meldete das der Polizei Murnau. Bei einer anschließenden Kontrolle stellten die Beamten fest, dass der Prüfling einen Kopfhörer trug, über den ihm ein 27-Jähriger aus Ludwigshafen am Rhein die richtigen Antworten verraten haben soll. Gegen beide Männer wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Betroffene Orte: Murnau a. Staffelsee

Eishockey Oberliga Süd: SC Riessersee verlängert nicht mit Torjäger Dibelka

Kein neuer Vertrag für Stürmer Lubor Dibelka. Der 42-jährige Angreifer und der Eishockey Oberligist SC Riessersee gehen ab kommender Saison getrennte Wege. Das hat der Verein jetzt mitgeteilt. Demnach wird der auslaufende Vertrag nicht verlängert. Im Rahmen des letzten Hauptrunden-Heimspiels am morgigen Freitag soll der Torjäger gegen Lindau im Olympia Eisportzentrum offiziell verabschiedet werden. Geschäftsführer Michael Kreitl spricht Dibelka im Namen des Vereins seinen Dank aus und begründet die getroffene Entscheidung mit der sportlichen Neuausrichtung des Clubs.  

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen

Lawinengefahr im Oberland - so ist die Lage

Die Lawinengefahr im Oberland ist wieder zurückgegangen. Laut Lawinenwarndienst ist die Warnstufe zwischenzeitlich auf zwei von fünf gesunken und damit nur mäßig. Im Laufe des heutigen Tages rechnen die Experten allerdings damit, dass die Lawinengefahr in höheren Lagen auf erheblich ansteigt. Mit der Sonneneinstrahlung nimmt die Gleitschneeaktivität zu und aus extrem steilem Gelände sind dann auch nasse Lockerschneelawinen bis zu mittlerer Größe zu erwarten.

Alle Infos zur aktuellen Lawinensituation findet ihr hier

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen, Bad Tölz

Ski-Weltcup Garmisch-Partenkirchen: Abfahrtstraining vorverlegt

Auf starken Regen am Dienstag folgt jetzt mildes Frühlingswetter. Den Organisatoren der Kandahar-Rennen in Garmisch-Partenkirchen bereitet die Wetterlage Bauchschmerzen. Am Wochenende sollen hier die ersten Weltcuprennen nach den olympischen Winterspielen von Italien stattfinden. Weil die Piste unter dem Wetter zuletzt stark gelitten hat, versuche man die Strecke bis zu den Wettbewerben zu schonen, damit diese reibungslos stattfinden können. Dafür wurde das heutige erste Abfahrts-Training vorverlegt. Statt um 11:45 Uhr, beginnt es bereits um 10:00 Uhr. Im Falle eines guten Trainings heute, könnte die FIS auf einen zweiten Trainingslauf verzichten.

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen

Cyberangriffe auf Unternehmen aus dem Oberland - IHK mahnt zur Vorsicht

Mindestens jeder fünfte Betrieb bei uns im Oberland ist schon mal Opfer von Cyberangriffen geworden. Die IHK München und Oberbayern ruft deshalb zu Vorsicht auf. Nur die wenigsten Unternehmen hätten für solche Fälle Notfallpläne oder IT-Sicherheitsbeauftragte. Ähnlich wie Brandschutzübungen sollten in Firmen aber auch IT-Notfallübungen stattfinden. Warum kleinere Betriebe besonders häufig Opfer werden und wie sich jeder Einzelne von uns am besten von Hackerangriffen schützen kann, erfahrt ihr im Gespräch mit Franziska Neuberger, Leiterin Referat Digitalisierung und Informations- und Kommunikationstechnik bei der IHK für München und Oberbayern.

Wie groß ist Ausmaß von Cyberangriffen auf Unternehmen im Oberland und wie hoch ist die Dunkelziffer?

Franziska Neuberger, von der IHK München und Oberbayern:

„Ein Fünftel der Unternehmen in Bayern war 2025 von mindestens einem erheblichen Cybersicherheitsvorfall betroffen. In Oberbayern waren es etwas weniger, nämlich 18 Prozent. Dazu kommt natürlich noch ein ganzer Haufen von Unternehmen, die bislang einfach noch gar nicht mitbekommen haben, dass sie angegriffen worden sind. Wie viele das sind, da gibt es keine ganz belastbaren Zahlen, aber Schätzungen gehen von 10 bis 20 Prozent nochmal obendrauf aus“.

Warum sind kleinere und mittlere Betriebe oft schlechter auf Hackerangriffe vorbereitet als große Unternehmen?

Franziska Neuberger, von der IHK München und Oberbayern:

„Das liegt sicherlich daran, dass das ein sehr komplexes Thema ist und in den kleinen Unternehmen einfach deutlich weniger Expertise zu finden ist. Da gibt es keine IT-Abteilung, in der Regel auch keinen Informationssicherheitsbeauftragten. Und das zeigt sich schon in ganz grundlegenden Maßnahmen, dass nämlich in kleinen Unternehmen oftmals deutlich weniger Dinge wie Sicherungskopien oder Mitarbeiterschulungen stattfinden“.

Welche Maßnahmen empfehlen Sie jedem Unternehmen, um nicht komplett ungeschützt zu sein?

Franziska Neuberger, von der IHK München und Oberbayern:

„Jedes Unternehmen sollte einerseits technische Maßnahmen durchführen, das heißt zum Beispiel Firewalls installieren, Backups regelmäßig durchführen und Updates zeitnah einspielen, sobald der Hersteller sie bereitstellt. Auf der anderen Seite sind auch organisatorische Maßnahmen wichtig, wie zum Beispiel: Wie organisiere ich mich im Falle einer Cyberattacke? Habe ich mich entsprechend darauf vorbereitet? Und was ganz wichtig ist, ist auch, den Menschen mitzunehmen, das heißt, die Mitarbeitenden zu schulen und entsprechend eine Awareness für IT-Sicherheit zu schaffen“.

Wie sinnvoll ist es für Betriebe, mögliche Notfallszenarien durch Cyberangriffe auch zu üben?

Franziska Neuberger, von der IHK München und Oberbayern:

„Es geht ja nicht um die Frage, ob ich irgendwann mal Opfer einer Cyberattacke werde, sondern eigentlich nur darum, wann. Und dann will man ja nicht völlig handlungsunfähig dastehen. Deswegen ist es wichtig, sich einerseits auf so einen Fall vorzubereiten, zum Beispiel durch einen Notfallplan, der mir dabei hilft, meine ersten Schritte und die Kommunikation geordnet durchzuführen, zum Beispiel eine analoge Kontaktliste mit meinen wichtigsten Ansprechpartnern zu haben. Auf der anderen Seite ist es auch wichtig, das Ganze dann zu testen, denn nur dann wird man wahrscheinlich noch eine ganze Reihe von Lücken entdecken, die man noch entsprechend füllen muss, wie zum Beispiel: Kann ich denn meine Backups auch wirklich wieder sinnvoll einspielen oder nicht?“

Wie kann sich jeder Einzelne von uns vor Hackerangriffen schützen?

Franziska Neuberger, von der IHK München und Oberbayern:

„Wir können uns zwar nicht perfekt vor Hackerangriffen schützen, aber jeder einzelne von uns kann vieles tun, um es Hackern schwerer zu machen. Zum Beispiel, indem ich Virenschutz und Firewalls auf meinen Rechnern nutze, indem ich Updates immer zeitnah sofort einspiele, indem ich zum Beispiel in Nachrichten keine fremden Inhalte öffne oder auf Links klicke, Stichwort Phishing-Mails, indem ich meine Passwörter anspruchsvoll gestalte und überall ein anderes verwende und diese dann am besten in einem Passwortmanager speichere, damit ich sie mir nicht alle merken muss. Was auch wichtig ist, dass ich mit meinen Daten sparsam umgehe, das heißt, dass ich auf Social Media nicht alles über mich preisgebe, denn das wird, Stichwort Social Engineering, gerne verwendet, um an anderer Stelle mit den Daten Vertrauen bei mir zu wecken“.

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen, Weilheim i. OB, Schongau, Starnberg, Landsberg am Lech, Bad Tölz, Wolfratshausen