Die Sieger des Regionalwettbewerbs „Jugend forscht“ im Voralpenland stehen fest. Insgesamt präsentierten in den letzten Tagen in Schongau 54 Nachwuchstalente ihre Projekte. Vier Arbeiten wurden von der Jury als Siegerprojekte ausgezeichnet. Die Regionalsieger haben sich damit für die Landeswettbewerbe qualifiziert. Diese finden im April statt.
Drei Siegerprojekte in der Wettbewerbssparte Jugend forscht
Im Fachgebiet „Arbeitswelt“ überzeugte Keano Venner (18) vom Werdenfels-Gymnasium Garmisch-Partenkirchen mit seinem Projekt. Aus seiner Erfahrung im Rettungsdienst entwickelte er ein autonomes Blutabnahmegerät, das Venen selbstständig erkennt und intravenöse Zugänge sicher legt. Ziel ist es, Fehlversuche, Schmerzen und Komplikationen zu reduzieren und Blutabnahmen für medizinisches Personal wie Patienten einfacher und schonender zu machen.
Im Fachgebiet Chemie ging der Regionalsieg an Julia Trapp (18) vom Ernst-Reisinger-Gymnasium im Landheim Schondorf. In ihrem Projekt „Von Vitamin B3 zum organischen Akku“ entwickelte sie ein naturinspiriertes Stromspeichersystem. Dafür synthetisierte und modifizierte sie ein dem natürlichen NAD+ ähnliches Molekül, um die Energiespeicherkapazität zu erhöhen. Ihre Arbeit zielt auf eine nachhaltige Alternative zu metallbasierten Akkus.
Im Fachgebiet Biologie gewann Sophia Clement (15) vom St.-Irmengard-Gymnasium Garmisch-Partenkirchen der Erzdiözese München und Freising mit „Die Arie des Raubtiers“. In ihrer bioakustischen Studie analysierte sie mithilfe von Fourier-Transformationen und Spektrogrammen die Rufe von Raub- und Beutetieren und arbeitete charakteristische Unterschiede in Frequenz, Struktur und harmonischer Komplexität heraus. Ihre Arbeit verbindet physikalische Analyse mit biologischen Fragestellungen.
Ein Siegerprojekt in der Wettbewerbssparte Jugend forscht Junior
In der Sparte Jugend forscht junior gewannen Hannes van Marwick (12) und Jonathan Siebers (11) vom Werdenfels-Gymnasium Garmisch-Partenkirchen mit ihrer Lego-Papierflieger-Faltmaschine. Mithilfe von Lego Mindstorms entwickelten sie eine vollautomatische Produktionsstraße, die Papierflieger faltet und deren Flugleistung testet. Dabei untersuchten sie sowohl die Qualität des Faltprozesses als auch die Flugeigenschaften.