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News für den 08. Oktober 2026

Weilheim: Grünanlage am Kriegerdenkmal bekommt ein neues Gesicht

Wo heute noch ein Bauzaun steht, soll bald ein kleiner Park zum Entdecken und Verweilen entstehen. Die Grünanlage am Kriegerdenkmal am Oberen Graben in Weilheim wird auf rund 1.000 Quadratmetern neu gestaltet. Aus der bislang eher artenarmen Rasenfläche werden naturnahe Bereiche mit heimischen Stauden, Sitzgruppen, Totholz und einem Balancierpfad. Davon sollen sowohl Tiere und Pflanzen als auch Besucher profitieren.

Betroffene Orte: Weilheim i. OB

Erfolgreiche Schulmaterial-Aktion im Landkreis Starnberg

Geben, nehmen und weitergeben: Die Schulmaterial-Aktion des Kinderschutzbundes im Landkreis Starnberg ist auf große Resonanz gestoßen. Zwei Wochen lang konnten Familien kostenlos Schulbedarf mitnehmen – von Heften und Stiften bis zu Malkästen. Viele kamen aber nicht nur, um etwas mitzunehmen, sondern brachten selbst Material für andere vorbei. Der Kinderschutzbund sieht darin ein gelungenes Beispiel für gelebte Nachbarschaftshilfe und mehr Nachhaltigkeit.

Betroffene Orte: Starnberg

Eichhörnchen im Oberland beobachten und melden - BUND Naturschutz setzt auf Unterstützung

Wer im Oberland ein Eichhörnchen sieht, kann jetzt zum Forscher werden: Ein Citizen-Science-Projekt sammelt Beobachtungen aus ganz Bayern. Über die kostenlose App „Eichhörnchen in Bayern“ können Nutzer melden, wann und wo sie ein Tier gesehen haben, welche Fellfarbe es hatte und was es gerade gemacht hat. Die Daten sollen helfen, die Tiere und ihre Lebensräume besser zu schützen.

Eichhörnchen beobachten und melden | BUND Naturschutz

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen, Weilheim i. OB, Schongau, Starnberg, Landsberg am Lech, Bad Tölz, Wolfratshausen

Penzberger Krankenhaus soll "sektorenübergreifende Versorgungseinrichtung" werden

Wie geht es mit dem Krankenhaus Penzberg weiter? Die Starnberger Kliniken wollen den Standort ab Januar 2027 als sektorenübergreifende Versorgungseinrichtung weiterführen. Der entsprechende Antrag an den Freistaat wurde gestellt. Der Aufsichtsrat der Starnberger Kliniken entscheidet heute über das Vorhaben. Bis zur geplanten Umstellung bleibt die Versorgung in Penzberg unverändert. Voraussetzung für den neuen Versorgungsauftrag ist die Zustimmung des Freistaats.

 

Antworten auf die wichtigsten Fragen

Warum sich das Haus neu aufstellt

Die Krankenhausreform ordnet die Versorgung in Deutschland neu. Welche Leistungen ein Krankenhaus erbringen darf und bezahlt bekommt, hängt künftig an sogenannten Leistungsgruppen, für die feste Anforderungen an Personal, Ausstattung und Erfahrung gelten. Für ein Haus in der Größe Penzbergs heißt das: Notaufnahme rund um die Uhr, Intensivstation, OP-Betrieb und ärztliche Präsenz in allen Fächern Tag und Nacht lassen sich wirtschaftlich nicht dauerhaft tragen. Neu ist die Überlegung nicht: Die Möglichkeit einer sektorenübergreifenden Versorgungseinrichtung war bereits im Juli Thema einer Informationsveranstaltung für die Mitarbeitenden.

Dass der Antrag jetzt gestellt wird, hat einen konkreten Grund. Im August haben sich Krankenkassen und Krankenhäuser auf Bundesebene geeinigt, wie sektorenübergreifende Versorgungseinrichtungen finanziert werden, mit festen Pauschalen für die ersten drei Jahre. Damit gibt es erstmals eine verlässliche Grundlage, auf der sich planen lässt. Soll das Haus im Januar 2027 in der neuen Form starten, muss der Antrag bis zum 30. September beim Bayerischen Gesundheitsministerium eingehen.

„Wir haben abgewartet, bis klar war, wie die neue Form finanziert wird. Jetzt ist es klar. Und jetzt können wir einen Weg gehen, der die Versorgung vor Ort sichert und den wir als Träger auch wirtschaftlich dauerhaft verantworten können“, sagt der Starnberger Landrat Stefan Frey, zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats der Starnberger Kliniken.

 

Was sich bei Notfällen ändert

Eine große Sorge vieler Penzbergerinnen und Penzberger gilt der Notaufnahme. Zur Einordnung: 2025 kamen zwischen 20 und 8 Uhr im Schnitt rund fünf Patientinnen und Patienten pro Nacht. Als hochdringlich eingestuft wurde weniger als einer. Gerade bei diesen seltenen Fällen entscheidet vor allem, wohin der Weg führt: Ein Schlaganfall braucht eine Stroke Unit, ein Herzinfarkt ein Herzkatheterlabor, eine schwere Verletzung ein Traumazentrum – wie sie das Klinikum Starnberg im selben Verbund vorhält. Und: Die Behandlung beginnt mit dem Eintreffen des Rettungsdienstes. „Im Notfall zählt jede Minute. Wer direkt dorthin kommt, wo alles bereitsteht, verliert keine Zeit mit einer Weiterverlegung“, sagt Ertl. „Für alles andere bleibt Penzberg tagsüber die Adresse vor der Haustür.“

Bei akuten Beschwerden und leichten Verletzungen hilft künftig die Ambulanz, auch am Wochenende. Häufige internistische Erkrankungen, die weder eine Intensivbehandlung noch einen Eingriff erfordern, werden weiterhin stationär in Penzberg behandelt. Ab 20 Uhr und bei schweren Notfällen übernehmen die umliegenden Notaufnahmen. Am Penzberger Notarztdienst will sich das Haus weiter beteiligen.

 

Was sich für die Mitarbeitenden ändert

Für rund 100 der etwa 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Penzberg würde sich damit der Arbeitsplatz verändern. Wer nicht im neuen Angebot vor Ort weiterarbeitet, erhält ein Angebot an einem anderen Standort der Starnberger Kliniken. Betriebsbedingte Kündigungen sind nach heutigem Stand nicht geplant. „Die Arbeit wandert mit“, sagt Ertl. „Die Chirurgie aus Penzberg zieht nach Starnberg und Seefeld, und dort brauchen wir genau die Erfahrung, die unsere Kolleginnen und Kollegen mitbringen. Für viele ist ein neuer Arbeitsort trotzdem ein Einschnitt, und das nehmen wir ernst.“

Wie es weitergeht

Weil der Antrag für einen Start im Januar 2027 bis zum 30. September eingehen muss, geht er noch vor der Sitzung des Aufsichtsrats an das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention, das in Bayern über die Krankenhausplanung entscheidet. Grundlage sind frühere Beschlüsse des Aufsichtsrats zur Zukunft des Standorts. Am 8. Oktober befasst sich das Gremium erneut mit dem Vorhaben und trifft seine Entscheidung.

Das Krankenhaus liegt im Landkreis Weilheim-Schongau, gehört aber zu den Starnberger Kliniken und damit zum Landkreis Starnberg. Für Frey ist das eine Verantwortung über die Kreisgrenze hinweg: „Ein Krankenhaus gehört zu seiner Stadt. Den Weg in die neue Form wollen wir deshalb gemeinsam mit Penzberg gehen.“

Bis zur Umstellung bleibt die Versorgung in Penzberg unverändert. Mit dem Rettungsdienst werden die Abläufe in den kommenden Wochen im Detail abgestimmt. Für Ertl setzt der neue Auftrag vor allem einen Maßstab: „Ein gutes Krankenhaus muss nicht alles können. Es muss halten, was es verspricht. Daran wollen wir uns in Penzberg messen lassen.“

Quelle: Starnberger Kliniken 

 

Betroffene Orte: Penzberg

Tarifverhandlungen für Metall- und Elektroindustrie starten - Rund 20.000 Menschen aus dem Oberland davon betroffen

Heute starten in Bayern die Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie. Mit am Verhandlungstisch in München sitzt Karl Musiol von der IG Metall Oberland. Wir haben uns mit ihm vorab unter anderem über die Forderungen der Gewerkschaft gesprochen:

Was fordert die IG Metall? 

Wir fordern 5% mehr Geld. Für Azubis monatlich 110 Euro mehr. Das sind die harten Forderungen. Außerdem brauchen wir eine soziale Komponente für Menschen, die weniger verdienen. Und ganz wichtig: Wir brauchen eine tarifliche Gewinnbeteiligung. Vielen Unternehmen – auch hier im Oberland - geht’s super. Da reichen die 5% alleine nicht. Da muss noch eine Schippe drauf.

Was erwarten Sie von der ersten Verhandlungsrunde?

Ich sitze heute für das Oberland am Verhandlungstisch. Uns Verhandler begleiten Tausende Beschäftigte bis zum Verhandlungslokal. Aus dem Oberland kommt ein Bus und viele Menschen per Zug. Dann geht’s los: Wir erklären, warum 5% völlig angemessen und moderat sind. Weil wir boomende Branchen haben; weil die Preissteigerungen bei Essen und Tanken unsere Leute hart treffen. Weil wir Wachstum für die Wirtschaft schaffen müssen. Dann warten wir die Reaktion des Arbeitgeberverbands ab.

Wie viele Menschen im Oberland sind von den Verhandlungen betroffen?

Im Bereich der IG Metall Oberland profitieren direkt und indirekt rund 20.000 Menschen von dieser Tarifrunde. Die Metall-Elektro-Verhandlungen haben Strahlkraft auch auf Haustarifverträge und betriebliche Entgeltrunden. Auch in kleinen Betrieben: Jeder schaut bei seinen Gehaltsverhandlungen auf unsere Ergebnisse.

Sollte keine Einigung erzielt werden - Ab wann müssten wir mit Warnstreiks rechnen? 

Am 31.10. um Mitternacht endet die Friedenspflicht. Das ist die Nacht auf Sonntag. Los geht’s also mit den Nachtschichten, die Sonntagabend am 02.11. beginnen. Auch im Oberland: Unsere erste Feuertonne brennt dann vor einem Betrieb in Peißenberg.

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen, Weilheim i. OB, Schongau, Starnberg, Landsberg am Lech, Bad Tölz, Wolfratshausen

Tankrabatt 2.0 im Oberland - ADAC zieht Bilanz

Seit einer Woche gilt der Tankrabatt 2.0. Der Bund verzichtet auf Steuern in Höhe von knapp 17 Cent pro Liter, um die Autofahrer zu entlasten. Das Ganze ist aber weiter ziemlich umstritten. Wir haben mit Katharina Lucà vom ADAC gesprochen:

Wie fällt die Bilanz aus nach einer Woche Tankrabatt? Was kam wirklich bei den Autofahrern an?

Nach bisherigen Auswertungen des ADAC kann man sagen, dass die steuerliche Entlastung der Tankrabatt vor allem bei den Dieselfahrern zu einem großen Teil angekommen ist. Das heißt, Verbraucher und Verbraucherinnen haben hier tatsächlich eine Ersparnis von bis zu 0,17€, wie eben auch die Energiesteuersenkung vorgeben würde. Bei Super E10 ist es allerdings so, dass wir hier noch eine deutliche Lücke gegenüber diesen rechnerisch möglichen 0,17€ sehen. Hier liegen wir ungefähr im Moment bei 0,13€.

Welche Maßnahmen wären sinnvoller, um die Menschen beim Tanken zu entlasten?

Generell ist es aus Sicht des ADAC richtig und wichtig, dass wir den Tankrabatt in Deutschland jetzt haben, weil den Verbraucher und Verbraucherinnen so mit der hohen Belastung einfach schnell geholfen werden kann und man hier einfach ein schnelles Ergebnis erzielen konnte. Aus unserer Sicht wäre es aber wünschenswert, dass man für die Zukunft Maßnahmen schaffen könnte, die vielleicht eine gezieltere Förderung beziehungsweise eine gezieltere Weitergabe, wie zum Beispiel Direktzahlungen, ermöglichen würden.

Die 12-Uhr-Regel, also nur eine Erhöhung am Tag, ist ja sehr umstritten. Wie sinnvoll oder nicht ist sie?

Die 12:00 Uhr Regel hat nach Ansicht des ADAC nicht dazu beigetragen, dass das Preisniveau insgesamt gesenkt worden ist. Ja, man hat insofern einen Überblick, dass man weiß, vor 12:00 Uhr ist es günstiger, nach 12:00 Uhr wird erhöht. Aber wir sehen seit April tatsächlich ein zu hohes Niveau an den Zapfsäulen. Das heißt, das Preisniveau ist mit Einführung der 12:00 Uhr Regel gestiegen. Wir sehen also, dass die 12:00 Uhr Regel ja nicht den gewünschten Effekt gebracht hat und dass man definitiv drüber nachdenken muss, ob das so noch weitergeführt werden sollte.

Welche Tipps haben Sie, um möglichst günstig zu tanken?

Generell ist es so, dass es mit dem Einführen der 12:00 Uhr Regel die günstigste Zeit zum Tanken vor 12:00 Uhr ist. Das heißt, im Laufe des Vormittags sind die Spritpreise an den Zapfsäulen bundesweit am günstigsten. Am allergünstigsten tankt man zwischen 11 und 12:00 Uhr, dann sind die Spritpreise am niedrigsten und nach 12 Uhr steigen die Preise natürlich dann immer sehr an.

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen, Weilheim i. OB, Schongau, Starnberg, Landsberg am Lech, Bad Tölz, Wolfratshausen

Mehrfache Paralympics-Siegerin an Tölzer Schule zu Gast

Siebenfache Paralympics-Siegerin trifft auf Bad Tölzer Schülerinnen und Schüler: Anna Schaffelhuber ist heute zu Gast an der FOSBOS Bad Tölz. Im Rahmen des Vereins „Grenzenlos“ durchlaufen vier zwölfte Klassen verschiedene interaktive Stationen zum Thema Inklusion. Schaffelhuber spricht außerdem über ihren persönlichen Lebensweg und stellt sich anschließend den Fragen der Jugendlichen.

Betroffene Orte: Bad Tölz