Radio Oberland Newsreader

Die täglichen News zusammengefasst für Lesbarkeit und Accessibility.

News für den 08. Juli 2026

Was wir wissen: Gewalttat am Welfen-Gymnasium in Schongau

Schongau (dpa) - «Meine Beine sind ganz schwach geworden», sagt die 13-Jährige. «Ich habe gar nicht mehr gewusst, wie ich jetzt reagieren soll, ob ich irgendwie kurz nach Hilfe rufen soll oder einfach mich ganz leise verhalten soll.» Sie habe sich mit zwei Freunden für die zweite Variante entschieden. «Wir haben dann einfach weggeschaut und gehofft, dass der uns nicht bemerkt.»

Zwei gleichaltrige Mädchen haben nicht so viel Glück an diesem Tag. Die beiden Schülerinnen, die, wie die 13-Jährige sagt, in ihre Parallelklasse gehen, werden schwer verletzt an diesem Tag in der Schule - offenbar von einem mit Messer und Pistole bewaffneten 16-Jährigen.

 

Drohte der mutmaßliche Täter schon früher?

Die mutmaßliche Amoktat erschüttert das oberbayerische Schongau. Der Teenager, möglicherweise ein ehemaliger Schüler des Gymnasiums, wird unter Tatverdacht festgenommen. Laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) wird geprüft, ob er womöglich früher schon einmal Drohungen ausgesprochen hat.

Es ist 12.50 Uhr am Mittwochmittag, als ein Notruf über eine Gewalttat am Welfen-Gymnasium die Polizei erreicht. Kurz darauf ist sie mit einem Großaufgebot vor Ort - und findet die beiden schwer verletzten, 13 Jahre alten Mädchen. Wo, das sagen die Ermittler zunächst nicht. Weil die Polizisten so schnell vor Ort sind, können sie den mutmaßlichen Täter festnehmen.

Nach ersten Erkenntnissen war der mutmaßliche Täter laut Polizei mit einem Messer und auch einer Schusswaffe, einer Pistole, bewaffnet. Die Tatwaffe sei das Messer gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Wie Herrmann sagt, war der 16 Jahre alte Kroate, der den Angaben zufolge bei seinen Eltern lebte, in der Vergangenheit in psychiatrischer Behandlung.

Während Polizisten das Schulgelände weiter durchsuchen, um auszuschließen, dass es weitere Täter geben könnte, kommt aus der Klink eine gute Nachricht: Die beiden schwer verletzten Mädchen, von denen eines mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gekommen war, schweben am Nachmittag nicht mehr in Lebensgefahr.

 

Was ist das Motiv?

Das Motiv für die Tat bleibt zunächst jedoch unklar. Die Polizei prüft, ob es zwischen dem Jugendlichen und den beiden verletzten Mädchen eine Vorbeziehung gegeben haben könnte. Es müsse nun geklärt werden, ob es da «irgendeinen besonderen Bezug gegeben hat zu den Opfern oder ob das eher zufällig diejenigen waren, die ihm da begegnet sind», sagt Innenminister Herrmann. 

Die Polizei ermittelt zum Motiv - wie ein Sprecher betont - in alle Richtungen. Laut Polizei bekamen viele Schüler die Tat hautnah mit. Sie werden - wie auch Lehrer und später auch Einsatzkräfte - psychologisch betreut. 

 

Betroffene Orte: Schongau
Themen: Körperverletzung, Kripo, Straftaten, Gymnasium

Newsticker zum Polizeieinsatz am Welfen-Gymnasium

Am Welfen-Gymnasium Schongau hat es nach Angaben der Polizei einen Vorfall gegeben, bei dem mehrere Menschen verletzt worden sind. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd sind gerade mehrere hundert Einsatzkräfte vor Ort. Nach dem Vorfall deutet vieles auf eine Amoklage hin. Ein 16-Jähriger mutmaßlicher Täter ist bereits festgenommen. Die Beamten bitten darum, den Bereich rund um den Dornauer Weg in Schongau bis auf Weiteres zu meiden.

 

Update 18:38 Uhr

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat sich in Schongau vor Ort selbst ein Bild der aktuellen Lage gemacht. Er gibt in wenigen Minuten ein Statement ab. Damit schließen wir diesen News-Ticker. Alle weiteren Entwicklungen erfahrt ihr bei uns im Programm.

 

Update 17:05 Uhr

Der festgenommene Täter war in der Vergangenheit in psychiatrischer Behandlung. Möglicherweise sei der 16-Jährige außerdem in der Vergangenheit schon durch Drohungen aufgefallen. Ob es eine Verbindung zwischen Täter und Opfern gab ist jedoch weiterhin offen. Nach Angaben von Joachim Herrmann hat der Täter die kroatische Staatsbürgerschaft und wohnte zuletzt bei seinen Eltern.

 

Update 16:52 Uhr

Bei den beiden schwerverletzten Mädchen handelt es sich um zwei 13-Jährige aus der Region. Mittlerweile wurde bestätigt, dass der festgenommene 16-Jährige ein Messer und eine Schusswaffe dabei hatte. Laut Innenminister Joachim Herrmann gibt es Hinweise darauf, dass es sich um einen ehemaligen Schüler des Welfen-Gymnsasiums handeln könnte.

 

Update 16:18 Uhr

Der mutmaßliche Täter soll sowohl mit einem Messer als auch mit einer Schusswaffe bewaffnet gewesen sein. Entgegen kursierender Gerüchte sind jedoch keine Schüsse gefallen. Auch wurde bisher keine Schusswaffe gefunden, wohl aber Munition. Zum aktuellen Zeitpunkt sind immernoch mehrere hundert Einsatzkräfte im Einsatz.

 

Update 15:30 Uhr

Mindestens zwei Mädchen sind schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert worden. Laut einem Polizeisprecher schweben sie nicht in Lebensgefahr. Der mutmaßliche Täter ist festgenommen worden. Einen weiteren Täter gibt es nach aktuellen Informationen nicht.

 

Update 15:05 Uhr

Jetzt gibt es genauere Informationen zum mutmaßlichen Täter. Es soll sich nach Angaben der Polizei um einen 16-jährigen Jugendlichen handeln. Außerdem sollen zwei Mädchen schwer verletzt worden sein.

 

Update 14:10 Uhr

Laut eines Polizeisprechers deutet der Vorfall auf eine Amoklage hin. Die Beamten gehen aktuell von einer einstelligen Zahl an Verletzten aus.

 

Update 14:02 Uhr

Inzwischen ist eine Anlaufstelle am Feuerwehrhaus in der Bahnhofstraße 46 eingerichtet - hier können sich Angehörige und Eltern von Schülerinnen und Schülern ab sofort hinwenden.

 

Update 13:37 Uhr

Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd gegenüber Radio Oberland bestätigt hat sind am Welfen-Gymnasium mehrere Personen verletzt worden. Ein mutmaßlicher Täter ist inzwischen gefasst worden. Wie viele Personen verletzt wurden und wie schwer die Verletzungen ausfallen wird aktuell abgeklärt. Der Bereich soll weiterhin gemieden werden.

Betroffene Orte: Schongau
Themen: LK Weilheim-Schongau, Schongau

Nach Verkehrsunfall bei Bad Kohlgrub – Motorradfahrerin verletzt sich schwer

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Staatsstraße zwischen Murnau und Bad Kohlgrub ist eine Motorradfahrerin schwer verletzt worden. Nach Angaben der Polizei wollte die Frau gestern Vormittag eine Fahrzeugkolonne überholen und krachte dabei frontal mit einem entgegenkommenden Auto zusammen. Der Autofahrer blieb unverletzt. Ein weiterer Motorradfahrer wurde durch umherfliegende Fahrzeugteile leicht verletzt. Die Staatsstraße war während des Rettungseinsatzes rund 45 Minuten voll gesperrt.

Betroffene Orte: Bad Kohlgrub, Murnau a. Staffelsee

Wolfratshausen: Kurioser Erklärungsversuch - Polizei fahndet erfolgreich nach Fahrraddieb

Zehn Euro für ein Fahrrad – diese Erklärung hat die Polizei in Wolfratshausen nicht überzeugt. Nach dem Hinweis eines Passanten kontrollierten Beamte gestern Abend einen 43-jährigen Fahrradfahrer bei Achmühle. Davor war der Mann einem Zeugen aufgefallen, weil er sich am Wolfratshauser Bahnhof auf verdächtige Art und Weise an dort abgestellten Rädern zu schaffen machte. Nach erfolgreicher Fahndung gab der 43-Jährige an, das Rad für zehn Euro von jemandem am Bahnhof gekauft zu haben, weil nach Eurasburg kein Bus mehr gefahren sei. Das Fahrrad, ein grünes Bike der Marke Pegasus, wurde durch die Beamten sichergestellt. Ein Strafverfahren wegen Diebstahl wurde eingeleitet.

Betroffene Orte: Wolfratshausen

Alkoholfreies Bier weiter gefragt - Marktanteil wächst

Der Trend hält an: Alkoholfreies Bier ist weiter hoch im Kurs. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden letztes Jahr 616 Millionen Liter Bier ohne Alkohol produziert - ein Plus von 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Beim Bier mit Alkohol ist die Produktionsmenge dagegen um knapp 6 Prozent zurückgegangen. Trotzdem sind alkoholfreie Biere weiterhin das deutlich kleinere Marktsegment: Auf einen Liter Alkoholfreies kamen rund 11 Liter Bier mit Alkohol.

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen, Weilheim i. OB, Schongau, Starnberg, Landsberg am Lech, Bad Tölz, Wolfratshausen

Jugendtrainer aus dem Oberland in U-Haft: "Coach Ben" soll Kinder missbraucht haben - Polizei startet Zeugenaufruf

Die Polizei sucht im Oberland weitere mögliche Betroffene eines Missbrauchsverfahrens. Beschuldigter ist ein 43-jähriger ehemaliger Fußballtrainer, der unter dem Namen „Coach Ben“ Kinder- und Jugendmannschaften trainierte und zuletzt im Raum Bad Tölz-Wolfratshausen lebte.

Seit Ende letzten Jahres sitzt er in Untersuchungshaft. Ihm wird vorgeworfen in mindestens fünf Fällen damals acht bis 13-jährige Kinder sexuell missbraucht zu haben. Es wird davon ausgegangen, dass der Beschuldigte zwischen 2005 und 2025 weitere Taten begangen haben könnte. Wer in diesem Zeitraum von ihm trainiert wurde und Hinweise geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Betroffene Orte: Bad Tölz, Wolfratshausen, München

Hoffnung für insolvente Supermarktkette Feneberg mit Standorten im Oberland

Für die insolvente Supermarktkette Feneberg - unter anderem mit Standorten in Altenstadt, Steingaden oder auch in Peißenberg - gibt es Hoffnung auf eine Zukunft. Die REWE Group und die LEH-Allgäu haben eine Vereinbarung zur Übernahme der insgesamt 72 Standorte unterzeichnet. Damit sollen möglichst viele Märkte, Arbeitsplätze und die Nahversorgung in der Region langfristig gesichert werden. Feneberg befindet sich seit April im Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Bevor die Lösung umgesetzt werden kann, müssen allerdings noch die Kartellbehörden und die Gläubiger zustimmen.

Betroffene Orte: Altenstadt, Steingaden, Peißenberg

Garmisch-Partenkirchen feiert "Festa Italiana" - Verkehrseinschränkungen bis Mitternacht möglich

Dolce Vita in Partenkirchen: Die historische Ludwigstraße wird heute Abend wieder zur Festa Italiana mit Musik, mediterranen Spezialitäten und einem Abendprogramm der örtlichen Gastronomie und Geschäfte. Der Markt Garmisch-Partenkirchen informiert darüber, dass es wegen der Veranstaltung von 12:00 Uhr mittags bis voraussichtlich 24:00 Uhr nachts zu Verkehrsbehinderungen und Straßensperrungen rund um die Ludwigstraße kommen wird. Die Empfehlung des Rathauses: Den Veranstaltungsbereich während der Sperrzeiten möglichst weiträumig umfahren.

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen

Alpensalamander steht im Mittelpunkt - Sonderausstellung in Mittenwald

Er ist in den Alpen zu Hause – zu sehen bekommen wir ihn aber nur selten: Der Alpensalamander steht jetzt im Mittelpunkt einer Sonderausstellung in der Tourismus-Information Mittenwald. Noch bis Anfang August informiert eine kleine Sonderausstellung des Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern über die Lebensweise des überwiegend nachtaktiven Amphibiums und die Herausforderungen für seinen Lebensraum.

Zu sehen sind unter anderem ein lebensgroßes Modell, Informationstafeln und Mitmachangebote für Kinder. Nach Angaben der Veranstalter ist es die einzige Alpensalamander-Ausstellung dieser Art in Oberbayern. Sie ergänzt die vor kurzem eröffnete Dauerausstellung, die die Arbeit der Gebietsbetreuungen an der Isar und im Karwendel/ Wetterstein darstellt.

Betroffene Orte: Mittenwald

EU-Parlament stimmt Fluggastrecht-Reform zu

Entschädigungsansprüche und mehr Preistransparenz: Nach jahrlangen Verhandlungen hat das EU-Parlament neuen europäischen Fluggastrechten zugestimmt. Die Reform sieht unter anderem vor, dass Eltern im Flugzeug künftig kostenlos Sitzplätze neben ihren Kindern reservieren können und Ticketpreise übersichtlich dargestellt werden müssen. Die Regeln für Entschädigungen bei verspäteten Flügen sollen im Wesentlichen unverändert bleiben. Das hatten Vertreter des Parlaments in langen Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten durchgesetzt. Jetzt müssen auch die EU-Staaten der Änderung noch formell zustimmen. Das gilt als Formalie.

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen, Weilheim i. OB, Schongau, Starnberg, Landsberg am Lech, Bad Tölz, Wolfratshausen

Schockanruf-Welle in Bad Tölz-Wolfratshausen und Umgebung - Polizei warnt

Die Polizei im Oberland warnt aktuell vor einer Welle von Betrugsanrufen im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Trickbetrüger geben sich am Telefon als Polizisten, Behördenmitarbeiter oder Angehörige aus und versuchen vor allem ältere Menschen um Geld und Wertsachen zu bringen. Die Polizei rät: Gebt am Telefon keine Auskunft über euer Vermögen und legt im Zweifel sofort auf.

Betroffene Orte: Bad Tölz, Wolfratshausen

Neue UV-Index-Tafeln für den Landkreis Weilheim-Schongau

Mehr Schutz vor zu viel Sonne: Im Landkreis Weilheim-Schongau werden künftig UV-Index-Tafeln mit QR-Codes an öffentlichen Orten aufgestellt. Sie informieren über die aktuelle UV-Belastung und geben Tipps zum richtigen Sonnenschutz. Geplant sind die Tafeln unter anderem an Seen, Freibädern, Schulen und Spielplätzen. Ziel ist es, vor den gesundheitlichen Risiken intensiver Sonneneinstrahlung zu warnen.

Derzeit beteiligen sich laut Landratsamt folgende Kommunen an der Aktion:

Altenstadt, Bernbeuren, Bernried, Eberfing, Eglfing, Habach, Hohenpeißenberg, Huglfing, Iffeldorf, Ingenried, Oberhausen, Peißenberg, Peiting, Penzberg, Polling, Prem, Raisting, Schongau, Schwabbruck, Schwabsoien, Seeshaupt und Weilheim.

Betroffene Orte: Weilheim i. OB, Schongau